<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131</id><updated>2011-08-10T01:56:42.551-07:00</updated><category term='Sport'/><category term='Essen'/><category term='Gesellschaft'/><category term='Umwelt'/><category term='Anekdoten'/><category term='Historie'/><category term='Medien'/><category term='Tiere'/><category term='Stadt'/><category term='Sonstiges'/><category term='Mode'/><category term='Web'/><category term='Wirtschaft'/><category term='Kino'/><category term='Fernsehen'/><category term='Politik'/><category term='Sex'/><category term='Shopping'/><category term='Leute'/><category term='Technologie'/><category term='Rätsel'/><category term='Katastrophen'/><category term='Grundsätzliches'/><category term='Ausflüge'/><category term='Wetter'/><category term='Musik'/><category term='Religion'/><category term='Kunst'/><category term='Sprache'/><category term='Bildwelt'/><title type='text'>Montt Blog</title><subtitle type='html'>Notizen aus Chiles Süden und Umgebung</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>340</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6366240903744600366</id><published>2010-03-01T13:35:00.000-08:00</published><updated>2010-03-02T11:42:24.961-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Vermisst und verwirrt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das idyllische Bild ganz oben habe ich Ende Dezember bei Curanipe aufgenommen. Curanipe liegt in der Maule-Región und wenige Kilometer vom Epizentrum des großen Bebens entfernt. Die Stärke der Erdstöße an dieser Stelle (8,8) mag man sich gar nicht vorstellen, aber schlimmer als die Erschütterungen waren in Curanipe und den benachbarten Küstenorten die Flutwellen, die eine Viertelstunde später den Uferstreifen verwüsteten. Viele Menschen haben offenbar direkt nach dem Beben das einzig Richtige getan und sind landeinwärts bzw. bergauf geflüchtet. Alle schafften das leider nicht - oder hielten es in Ermangelung einer Warnung nicht für nötig.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ob die zuständige Einheit der Marine (der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Servicio Hidrográfico y Oceanográfico de la Armada&lt;/span&gt;&lt;em style="font-style: italic; font-family: arial;"&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt; de Chile,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Kürzel: SHOA) tatsächlich einen folgenschweren Irrtum beging und direkt nach dem Beben die Gefahr eines Tsunamis ausschloss, oder ob die Regierung eine entsprechende Warnung nicht weiterverbreitet hat, ist derzeit heiß umstritten. Freilich stellt sich die Frage, ob eine offizielle Auforderung, aus der Gefahrenzone zu flüchten, die Menschen überhaupt bzw. rechtzeitig erreicht hätte. Bislang werden 50 Tote aus der Gegend um Curanipe gemeldet - in Wirklichkeit &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;dürften &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;es noch viel mehr sein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wir wohnten im Dezember in einer von einem deutsch-argentinischen Paar betriebenen Ferienanlage,  wunderschön etwa 15 Meter oberhalb des menschenleeren Strandes gelegen. Diese 15 Meter könnten den beiden und etwaigen Gästen das Leben gerettet haben, aber wir wissen es nicht. Die chilenische Google-Seite hat einen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://chilepersonfinder.appspot.com/view?id=chilepersonfinder.appspot.com/person.31327&amp;amp;role=seek&amp;amp;query=schalling&amp;amp;first_name=&amp;amp;last_name="&gt;Personenfinder&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; eingerichtet, wo jeder Informationen über vermisste Menschen hinterlegen kann. Leider finden sich dort bis jetzt nur Suchanzeigen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Derweil treibt noch eine andere Debatte die Chilenen um: Wie kann es sein, dass so viele Menschen die Naturkatastrophe ausnutzen, um an sich zu reißen, was nicht niet- und nagelfest ist? Wenn man den Fernsehbildern und Reporterberichten Glauben schenken darf, geht es ja nicht nur um Plünderung und Brandstiftung in einzelnen großen Supermärkten, auch längst nicht nur um die Aneignung von Lebensmitteln. Ausgeweidet werden auch zerstörte Häuser und Autos, selbst in den kleineren Orten. In Concepción und anderswo glauben Einwohner sich mit bewaffneten Bürgerwehren vor marodierenden Banden schützen zu müssen. Die Angst vor den Anderen überwiegt mancherorts die Angst vor der Natur.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aber kann man den Fernsehbildern trauen? Wer mit den Mechanismen der Berichterstattung ein wenig vertraut ist, ertappt sich ständig dabei, erst diese Bilder und dann wieder die eigene Skepsis in Frage zu stellen. Sicher, da wird immer das eine Haus in Trümmern gezeigt, neben dem, unsichtbar für den Zuschauer, hundert andere stehen, die weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wurden. Da hält der Fotograf die Kamera ein paar Zentimeter über den Boden, und schon sieht der kleine Riss im Asphalt aus wie eine abgrundtiefe Erdspalte. Vielleicht handelt es sich auch bei den plündernden Horden nur um ein dreckiges Dutzend, und zwei Straßen weiter filmt niemand, wie sich die Menschen beim Überleben helfen? Wer weiß. Die Luftaufnahmen aus den vom Tsunami betroffenen Küstenorten wie Curanipe sprechen allerdings eine eigene Sprache - die lassen sich auch durch dramatische Hintergrundmusik kaum noch schlimmer machen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hinter vorgehaltener Hand (bisweilen auch ganz &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blog.latercera.com/blog/pnavia/entry/cataclismo_de_transici%C3%B3n"&gt;explizit&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;) wird derweil analysiert, was das Desaster für die scheidende und für die nachfolgende Regierung bedeutet. Man könnte es, ein wenig kalt und zynisch, so ausdrücken: In den ersten Tagen hat sich Sebastián Piñera möglicherweise geärgert, dass das Megabeben - wenn es denn schon sein musste - nicht in die ersten Monate seiner Amtszeit fiel. So konnte die Concertación in den letzten Tagen ihrer Existenz noch einmal beweisen, was sie für das Land zu tun imstande war.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Inzwischen hat sich das Blatt allerdings gewendet: Die Kritik an der amtierenden Regierung, zu spät und nicht konsequent genug zu handeln, wird immer stärker. Ob sie berechtigt ist, steht dahin, schließlich sind in solchen Notsituationen alle gleichzeitig der Meinung, gerade ihnen müsse zuallererst geholfen werden. Aber wenn Michelle Bachelet in dieser und der kommenden Woche nicht noch Handlungsfähigkeit demonstriert, wird das Erdbeben ihrem Ansehen und dem der gesamten 20 Regierungsjahre der Concertación sehr schaden - während Piñera sich als Mann des Wiederaufbaus in Szene setzen und gleichzeitig viele seiner vollmundigen Wahlversprechen zurückschrauben kann. Die Begeisterung, mit der viele in Concepción die einrückenden Soldaten begrüßten, die dort für Ruhe und Ordnung sorgen sollen, ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass Piñeras angekündigte Politik der harten Hand auf sehr fruchtbaren Boden fallen wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6366240903744600366?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6366240903744600366/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/03/vermisst-und-verwirrt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6366240903744600366'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6366240903744600366'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/03/vermisst-und-verwirrt.html' title='Vermisst und verwirrt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1746662285510509526</id><published>2010-02-28T14:02:00.001-08:00</published><updated>2010-02-28T14:54:06.440-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><title type='text'>Kontrollierte Plünderung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw3IaifbI/AAAAAAAABx0/wEeuuealCEw/s1600-h/conce1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 164px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw3IaifbI/AAAAAAAABx0/wEeuuealCEw/s400/conce1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443427929572933042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw3XeZkbI/AAAAAAAABx8/_YjBrWZXc9M/s1600-h/conce2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 164px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw3XeZkbI/AAAAAAAABx8/_YjBrWZXc9M/s400/conce2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443427933615657394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw34Aa4cI/AAAAAAAAByE/EIUwUSAEvdQ/s1600-h/conce3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 164px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw34Aa4cI/AAAAAAAAByE/EIUwUSAEvdQ/s400/conce3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443427942348284354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Auf dem Weg zum Supermarkt spricht der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;intendente &lt;/span&gt;im Radio. Der regionale Regierungschef lädt die Bürger von Puerto Montt dazu ein, sich solidarisch mit dem Rest des Landes zu zeigen, der vor exakt 50 Jahren mit der verwüsteten Hafenstadt ebenso solidarisch war. Der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;intendente&lt;/span&gt; hat sich eine griffige Formel ausgedacht: ALP. Das heißt &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-family: arial;font-size:85%;" &gt;agua, leche, pañales&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt; - Wasser, Milch und Windeln. Warum nicht Mehl, Öl oder Zucker gesammelt werden, weiß ich nicht, vielleicht sammeln das andere Städte. Bei "Jumbo" kaufe ich drei Kilo Milchpulver, fahre auf dem Rückweg bei der Abgabestelle vorbei und bin einer der ersten Spender. Man filmt mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Überhaupt: Wer sollte eigentlich spenden, wieviel und warum? Natürlich helfe ich gern, Solidarität ist wichtig. Aber haben die betroffenen Regionen, hat die Zentralregierung keine Lebensmittellager für den Katastrophenfall? Chile ist ja nicht Haiti, in normalen Zeiten ist hier nicht Unterernährung ein verbreitetes Problem, sondern Fettleibigkeit. Und wenn schon die öffentlichen Stellen eine notleidende Bevölkerung nicht zeitnah versorgen können, sollte man nicht zwischenzeitlich die riesigen Warenlager der Supermarktketten konsfiszieren?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Das denken einige in Concepción und anderen vom Beben stark betroffenen Städten auch. In &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Conce &lt;/span&gt;haben sie heute morgen kurzerhand einen "Líder"-Supermarkt geknackt. Zuerst setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein, dann beugte sie sich dem Druck der Masse und ließ die Leute kontrolliert plündern. Ähnlich großformatige Aneignungsversuche in anderen Städten sind bislang gescheitert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Wenn die sprichwörtliche öffentliche Ordnung durch ein Naturphänomen ausgehebelt wird, wirft das interessante und ethisch komplexe Fragen auf. Kann man eine arme Frau, in deren Wohnsiedlung es kein Wasser und keinen Strom gibt, ernsthaft daran hindern, ein paar Grundnahrungsmittel unbezahlt aus dem Laden zu tragen? Wohl kaum. Dass der Mann, der vor laufenden Fernehkameras einen originalverpackten Kühlschrank aus dem Geschäft trägt, nicht vom Überlebensdrang geleitet wird, dürfte auch klar sein. Aber wie steht es mit den beiden da, aus deren Einkaufswagen ein kompletter Serrano-Schinken und Spirituosenflaschen ragen? Und was, wenn - wie berichtet - die geplünderten Waren zu Wucherpreisen weiterverkauft werden?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Die Szenen in Concepción uns anderswo erzählen natürlich auch davon, dass Chile kein armes, aber weiterhin ein in Arm und Reich gespaltenes Land ist. Ein Land, in dem andererseits der Konsum so groß geschrieben wird, dass die, die daran unter normalen Bedingungen kaum teilhaben können, jede Chance ergreifen. Heute Mittag hat die Präsidentin erst einmal den Ausnahmezustand über Concepción verhängt - nächtliche Ausgangssperre und Militärpräsenz einbegriffen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1746662285510509526?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1746662285510509526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/kontrollierte-plunderung.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1746662285510509526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1746662285510509526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/kontrollierte-plunderung.html' title='Kontrollierte Plünderung'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S4rw3IaifbI/AAAAAAAABx0/wEeuuealCEw/s72-c/conce1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7628006066678503589</id><published>2010-02-27T13:17:00.000-08:00</published><updated>2010-02-27T14:55:37.525-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><title type='text'>Morgengrauen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Während ich dies hier schreibe, scheint draußen die Sonne. Vögel zwitschern, beim Nachbar wird der Brennholzvorrat für den Winter abgeladen. Die Normalität ist verblüffend, wenn gleichzeitig der Fernseher läuft. Chile ist ein langes Land.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ganz so normal ist das Leben heute aber auch nicht in Puerto Montt: An den Tankstellen stehen lange Autoschlangen. Die Menschen hamstern Benzin, man weiß ja nie. Auch das Brot ist ausverkauft. Wasser fließt nur spärlich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Fakten über das &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/chile-beben-netz"&gt;schwere Erdbeben&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; lese man &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,680739,00.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; oder anderswo. Ich erzähle nur schnell, wie wir das Beben erlebt haben:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wir schlafen in einem Hostel in Cucao, an der wilden Westküste von Chiloé. Ein traumhaft ruhiger Ort, nur das Meer tost immer vernehmlich im Hintergrund. Dann bebt es, schwach, aber ungewöhnlich lange. Umdrehen, versuchen weiterzuschlafen. Irgenwann bebt es wieder. Hose an, draußen nachsehen. Das Licht geht nicht. Dafür schreien Leute auf der anderen Straßenseite, unten am Fluss. Autos fahren an, Scheinwerfer flackern im Dunkeln. Und die Nachricht, die letzte, die unsere Gastgeber per Telefon erreicht: starkes Erdbeben weiter nördlich. Jetzt erfasst auch uns die Panik. Was, wenn der Tsunami kommt? Eine Frau, die bei uns im Hostel wohnt, weint und fleht uns an, sie, ihren Mann und ihren Sohn mit dem Auto wegzubringen. Machen wir.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die eigenen Kinder packen wir halb schlafend ins Auto, zu siebt verlassen wir den dunklen Ort. Ich fahre mit zusammengekniffenen Augen, meine Brille habe ich in der Eile nicht gefunden. In Chonchi, das wir erreichen, als gerade die Sonne aufgeht, weiß niemand etwas. Die Polizisten in der Wache zucken düster mit den Schultern, sie sind ebenso ahnungslos wie wir. Schließlich treffen wir einen Lastwagenfahrer an der Tankstelle, der auf Mittelwelle einen Sender aus Valparaíso empfängt. Während die Zeit vergeht, fällt die Spannung von uns etwas ab - zumindest wird es wohl erst einmal keinen Tsunami geben, nicht hier. Also zurück nach Cucao, im schönsten Morgenlicht. Gefrühstückt, bezahlt und nichts wie weg.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Unterwegs erkennt man keinerlei Schäden. Und zu Hause sind selbst die Shampooflaschen auf dem Badewannenrand stehen geblieben. Gelitten hat nur meine Brille: Ich finde sie wieder, in dem ich darauftrete.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Alles in Ordnung also - nur nicht für Millionen Menschen weiter nördlich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;PS: Ist es zynisch, an diesem Tag an das "Erdbeben in Chili" zu erinnern? Wie soeben gemeldet wird, konnten 260 Insassen des Gefängnisses von Chillán flüchten, weil eine Mauer der Anstalt zusammenbrach. Siehe Kleist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7628006066678503589?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7628006066678503589/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/morgengrauen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7628006066678503589'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7628006066678503589'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/morgengrauen.html' title='Morgengrauen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3057336945436594696</id><published>2010-02-13T20:16:00.000-08:00</published><updated>2010-02-14T09:44:36.179-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><title type='text'>Nachtreten im Wald</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-w3UV_3I/AAAAAAAABxc/zQo5Rnv8ggo/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 268px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-w3UV_3I/AAAAAAAABxc/zQo5Rnv8ggo/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437954453021261682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-xN5wh9I/AAAAAAAABxk/ppqtoKuDvj8/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 268px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-xN5wh9I/AAAAAAAABxk/ppqtoKuDvj8/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437954459083769810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-xuRBmrI/AAAAAAAABxs/_4MZMDZ1iyw/s1600-h/a3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 268px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-xuRBmrI/AAAAAAAABxs/_4MZMDZ1iyw/s400/a3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437954467771292338" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Cochamó-Tal ist von Puerto Montt gerade einmal 50 Kilometer Luftlinie entfernt, aber weil dazwischen ein Vulkan, ein See, ein Fjord und undurchdringlicher Wald liegen, dauert die Fahrt dorthin (das letzte Drittel über Schotterstraße) mindestens zwei Stunden. Tourismusveranstalter preisen es als eines von "Chile's best kept natural secrets", und auch wenn sich das Geheimnis langsam herumspricht - die Unzugänglichkeit des Andentals bewahrt es wohl noch für viele Jahre vor dem Massentourismus.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wir waren für zwei Nächte im &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.campoaventura.cl/"&gt;Campo Aventura&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; abgestiegen, einem wun&amp;shy;der&amp;shy;ba&amp;shy;ren, rustikalen Hostel am Taleingang, das nach deutschen und luxem&amp;shy;bur&amp;shy;gi&amp;shy;schen Betreibern heute von einem US-Amerikaner und einer Inderin geleitet wird, die zuletzt lange in Südafrika gelebt haben. Von hier aus geht es noch ein paar Kilometer mit dem Auto, dann nur noch auf dem Pferd oder zu Fuß weiter. Weil uns die erste Methode zu teuer war und man mit der zweiten in ein paar Stunden nicht allzu weit kommt, blieb uns die eigentliche Attraktion des Tals verborgen: die Granitfelsen rund um den Weiler La Junta, die schon als das "Yosemite von Chile" beworben werden und für &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.escalando.cl/cochamo.htm"&gt;Profi-Kletterer&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; auf der ganzen Welt ein Muss sein sollen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Schön ist es aber auch ohne Kletterhaken und Seil - etwa, wenn man sich auf steilen Wegen in ein Seitental vorarbeitet, wo ein einsames Bauernpaar lebt und sich mit Motorsäge und Machete dem mühsamen Geschäft der Urbarmachung widmet. Direkt an die gerodeten Flächen schließt sich dann wieder praktisch unberührter Urwald an, durch den Bäche mit kristallklarem Wasser fließen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nicht so schön ist die Begegnung mit den &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;tábanos&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Die großen, schwarzen Pferdebremsen terrorisieren in den Sommermonaten die gesamte patagonische Region. Manch ein Reisender hat schon seine Route geändert, nachdem er die Bekanntschaft mit dem lästigen Insekt gemacht hat (ein weiteres Foto &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.chile-trip.cl/Mapa10/Tabano.htm"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d5XkiNCRI/AAAAAAAABxU/bCHY7pFFNOA/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 268px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d5XkiNCRI/AAAAAAAABxU/bCHY7pFFNOA/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437948520924252434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;tábano &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;verhält sich zur Stubenfliege wie ein Chinook-Hubschrauber der US Army zu einem Helikopter des ADAC. Die drei bis vier Zentimeter langen Tiere summen und brummen um den Wanderer herum, sobald der aus dem Schatten des Waldes ins Sonnenlicht tritt, zumal wenn Wasser in der Nähe ist. Dunkle Kleidung übt einen geradezu magnetischen Effekt auf den&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;tábano&lt;/span&gt; aus, der sein Opfer schlauerweise immer von hinten anfliegt und sich durch Wedeln oder Schlagen niemals vertreiben lässt. Zum Glück ist die Riesenbremse in anderer Hinsicht ziemlich dumm: Sie versucht immer, durch das Kleidungsstück, das ihr beschränkter Intellekt wohl für Fell hält, hindurchzustechen, anstatt sich ein paar Zentimeter weiter auf der schweißnassen Haut des Opfers niederzulassen. Und deshalb wird der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;tábano &lt;/span&gt;selbst auch relativ leicht zum Opfer.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Abschließend zwei Tipps für alle Patagonien-Urlauber, die wie ich in einem schwarzen T-Shirt unterwegs sein sollten (Veganer und Buddhisten bitte nicht weiterlesen): Erstens muss man dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;tábano &lt;/span&gt;nach der Landung einige Sekunden Zeit lassen, seine Stech- und Saugwerkzeuge auszufahren. Das beschäftigt ihn so sehr, dass man ihn problemlos mit der Hand erschlagen kann. Zweitens: Man kann den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;tábano &lt;/span&gt;nicht problemlos mit der Hand erschlagen. Die Tiere stecken selbst einen Volltreffer weg, fallen vielleicht zu Boden, berappeln sich aber und starten einen neuen Angriff. Hier bekommt der Begriff des Nachtretens eine neue Bedeutung. Schön ist das Knirschen des Chitinpanzers nicht, aber danach herrscht endlich Stille. Eine Stille, in die sich das Glucksen des &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.arthurgrosset.com/sabirds/chucaotapaculo.html"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;chucao&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; mischt, das Rauschen des Flusses, das Säuseln der Blätter, das Summen ... Summen? Oh nein, nicht schon wieder.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3057336945436594696?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3057336945436594696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/blog-post.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3057336945436594696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3057336945436594696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/02/blog-post.html' title='Nachtreten im Wald'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S3d-w3UV_3I/AAAAAAAABxc/zQo5Rnv8ggo/s72-c/a1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2179875702933743367</id><published>2010-01-15T19:19:00.000-08:00</published><updated>2010-01-15T19:50:25.497-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Wer sticht?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Aus gebührendem Abstand (Argentinien/Uruguay) beobachtet der Blogger das Geschehen in den letzten Tagen vor der Stichwahl in Chile. So wie es aussieht, wird das Ergebnis sehr, sehr knapp ausfallen - aber wahrscheinlich zugunsten von Dollarmilliardär und Tausendsassa Sebastián Piñera. Trotz des (wenig enthusiastischen) Bekennntnisses von Marco Enríquez-Ominami zum Kandidaten der Concertación, Eduardo Frei. Siehe auch &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-rechte-greift-zur-macht/"&gt;hier&lt;/a&gt;. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Wenn 20 Jahre nach dem Ende der Diktatur und zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert wieder ein rechter Kandidat die Präsidentschaftswahl gewinnt, liegt das auch und vielleicht in erster Linie an all denen, die von den Regierungen der &lt;em&gt;Concertación&lt;/em&gt; so enttäuscht sind, dass sie einen leeren oder ungültigen Stimmzettel angeben werden (für alle, die ins Wahlregister eingetragen sind, besteht Wahlpflicht). Wir haben in den vergangenen Wochen mit mehr als einem von ihnen gesprochen, und wenn man ein wenig nachbohrt, geben die meisten zu, dass eine Regierung Frei wohl tatsächlich ein wenig sozialer, liberaler und partizipativer wäre als eine Regierung Piñera. Aber dass die regierende Koalition seit Jahren mehr mit politischen Hahnenkämpfen und Korruptionsskandälchen Schlagzeilen macht als mit der immer wieder versprochenen Verfassungsreform oder anderen Großprojekten, das wollen sie ihr irgendwie nicht verzeihen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Manche, die aus dem marxistischen Lager stammen, sprechen leicht verschämt davon, eine rechte Regierung sei doch auch eine Chance: weil sie "die gesellschaftlichen Widersprüche verschärfen" würde. So richtig scheinen sie selbst nicht an diese These zu glauben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;(Wegen Urlaub wird das Blog in den kommenden Wochen weiter auf Sparflamme köcheln.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2179875702933743367?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2179875702933743367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/wer-sticht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2179875702933743367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2179875702933743367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/wer-sticht.html' title='Wer sticht?'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-47221113109348176</id><published>2010-01-06T18:57:00.001-08:00</published><updated>2010-01-07T19:47:14.760-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Sauber und gebrochen</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.youtube.com/watch?v=s3rrPCvw1rw"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 255px; CURSOR: pointer" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423829566612204594" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0VQQRAubDI/AAAAAAAABxE/ifAcSaP5a1E/s400/frei1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Clip ansehen: aufs Bild klicken&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein Mann kommt an am Flughafen von Santiago, zusammen mit seinem kleinen Sohn. Sie besteigen ein Taxi, später die U-Bahn. Gemeinsam staunen sie über die moderne Stadt, in der die Autobahn aus Platzgründen unter den Fluss gelegt wurde und die &lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;metro &lt;/span&gt;sauberer ist als zuhause in ... Berlin. Am Ende will der neugierige Junge die &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Palacio_de_La_Moneda"&gt;Moneda&lt;/a&gt; betreten, den Ort wo Allende starb und Pinochet regierte, der Vater erschrickt und will ihn aufhalten, aber dann sagt die freundliche junge Dame, die den Präsidentenpalast gerade verlässt, dass der Lucas natürlich gerne hineindarf. So sehr hat sich Chile verändert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die kleine Geschichte ist Teil des aktuellen Wahlkampfspots von &lt;a href="http://www.efrei.cl/"&gt;Eduardo Frei&lt;/a&gt;. Richtig ist, dass Santiago in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen gewaltigen Modernisierungsschub durchgemacht hat. Dass die Stadt wächst und brummt und glänzt (wenn auch nicht an allen Stellen). Und dass die in den vergangenen Jahren großzügig ausgebaute U-Bahn in der Tat besser, schneller und unvergleichlich sauberer ist als ihr Berliner Pendant. Die &lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;&lt;a href="http://www.metrosantiago.cl/"&gt;metro&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;von Santiago beschleunigt sogar ihre Linien durch ein ausgekl&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ügeltes&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;a href="http://www.metrosantiago.cl/guia-viajero/expresol4"&gt;Express-System&lt;/a&gt;, bei dem zu den Stoßzeiten nicht alle Züge auf allen Bahnhöfen halten. Von so viel Innovation kann man in Deutschland nur träumen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Falsch ist, dass jeder jederzeit durch die Höfe der Moneda spazieren kann. Theoretisch ginge das, aber ich habe es noch nie geschafft. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aus irgendwelchen Sicherheitsgründen ist d&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;er Zugang immer gerade eingeschränkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Absurd ist, dass der (wenn ich den Plot richtig begriffen habe) in Deutschland aufwachsende Sohn eines Chilenen, der, seinem Alter nach zu urteilen, selbst als Kind ins Exil gegangen sein muss, stark gebrochen Deutsch spricht. Aber ist ja nur Fernsehen und merkt ja - fast - keiner.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-47221113109348176?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/47221113109348176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/blog-post.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/47221113109348176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/47221113109348176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/blog-post.html' title='Sauber und gebrochen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0VQQRAubDI/AAAAAAAABxE/ifAcSaP5a1E/s72-c/frei1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1568553339431718157</id><published>2010-01-05T18:13:00.001-08:00</published><updated>2010-01-05T20:17:46.982-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>Ein Folterzentrum mit vier Masten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0PyovnMavI/AAAAAAAABw0/48XWxy1KHxE/s1600-h/claudius3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 259px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0PyovnMavI/AAAAAAAABw0/48XWxy1KHxE/s400/claudius3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423445158073756402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0PyoFJxzEI/AAAAAAAABws/twnvWftAXBk/s1600-h/claudius2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 265px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0PyoFJxzEI/AAAAAAAABws/twnvWftAXBk/s400/claudius2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423445146676087874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0Pyo0I-NGI/AAAAAAAABw8/GQ46QCsntlw/s1600-h/claudius4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 262px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0Pyo0I-NGI/AAAAAAAABw8/GQ46QCsntlw/s400/claudius4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423445159289173090" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ni blanca, ni pura / fue centro de tortura.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ni blanca, ni pura / fue centro de tortura.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ni blanca, ni pura / fue centro de tortura.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Mehrere Dutzend mal rufen die Demonstranten diesen Spruch aus Leibeskräften und mit Hilfe eines einzelnen Megafons &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;über das &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Hafenbecken. Dort wird gerade die &lt;a href="http://www.radiobiobio.cl/2010/01/03/buque-escuela-esmeralda-parte-zarpo-entre-protestas-de-organismos-de-dd-hh/"&gt;"Esmeralda"&lt;/a&gt; aufs offene Meer hinausgezogen, das Segelschulschiff und der ganze Stolz der chilenischen Marine. Aber rein und weiß ist der Viermaster eben nur äußerlich: Im Jahr 1973 diente er den putschenden Admirälen als Fol&amp;shy;ter&amp;shy;zentrum. Vor Anker in der Bucht von Valparaíso, wurden in den Tagen und Wo&amp;shy;chen nach dem 11. September über hundert politische Gefangene an Bord ge&amp;shy;bracht und zum Teil schwer misshandelt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Einer von ihnen starb &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;am 22. September '73 &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;an den Folgen der Folter: der katholische Arbeiterpriester &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://es.wikipedia.org/wiki/Miguel_Woodward_Iribarri"&gt;Miguel Woodward&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Der 1930 geborene Sohn einer Chilenin und eines Engländers war in Chile und Großbritannien aufgewachsen. In den Sechzigerjahren geriet er zunehmend in Konflikt mit seiner Kirche, arbeitete in einer Werft von Valparaíso als Dreher und baute sich ein Häuschen in einem armen Viertel. Auch politisch aktiv war er in den Jahren vor dem Putsch: Er schloss sich dem &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://es.wikipedia.org/wiki/Movimiento_de_Acci%C3%B3n_Popular_Unitaria"&gt;MAPU&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; an, einer Abspaltung der Christdemokraten, innerhalb der Unidad Popular von Salvador Allende. Mit diesem Profil war er den Putschisten mehr als suspekt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Immer, wenn die "Esmeralda" auf eine ihrer Weltumseglungen geht, stehen Freun&amp;shy;de und Verwandte von Opfern und somit auch von Miguel Woodward am Ha&amp;shy;fen, um Gerechtigkeit und Aufklärung zu fordern. Viele sind es nicht, mal zwan&amp;shy;zig, mal dreißig, mal weniger. Sie lassen sich nicht beirren: "Solange keiner der Ver&amp;shy;ant&amp;shy;wortlichen für Miguels Ermordung verurteilt ist, werden wir hier stehen und an&amp;shy;kla&amp;shy;gen", sagt Jaime, der Philosophieprofessor. Mit ihm demonstrieren heute auch ei&amp;shy;ni&amp;shy;ge Ex-Marinesoldaten, die im Vorfeld des Putsches von ihren Posten &lt;a href="http://www.lanacion.cl/jefe-de-regata-bicentenario-acusado-por-tortura/noticias/2010-01-02/191759.html"&gt;entführt und ebenfalls gefoltert&lt;/a&gt; wurden, weil sie verfassungstreu waren und den Umsturz ablehnten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jaimes Frau Myriam ist Kindergärtnerin, sie hat eine Spruchband-Rolle auf dem Weg zum Hafen mit Geschenkpapier getarnt - um nicht von Polizei oder Marine am Demonstrieren gehindert zu werden. Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;armada &lt;/span&gt;möchte ihr Image nicht beschmutzt sehen, wenn die Rekruten auf große Fahrt gehen. Weil die Familien der jungen Matrosen sich zum Abschied auch am Hafen versammeln, stellen sich die Demonstranten immer ein wenig entfernt auf. "Einmal standen wir ne&amp;shy;ben&amp;shy;einander, da wurden wir von den Angehörigen beschimpft", erzählt Myriam. Sie weiß aber auch, dass in vielen Ländern, in denen die "Esmeralda" anlegt, Men&amp;shy;schen&amp;shy;rechtsgruppen bei der Ankunft des Schiffes demonstrieren. Immer wie&amp;shy;der. Es ist eine Strategie der Beharrlichkeit.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Strategie der Sicherheitskräfte bezüglich der Demonstranten besteht offenbar darin, diese zu ignorieren. Nach Abschluss der Kundgebung am Hafen zieht die kleine Gruppe unbehelligt vor das zentral gelegene Gebäude der ehemaligen Regionalregierung, seit Pinochets Tagen Hauptsitz der Marine. Niemand schreitet ein, niemand schaut aus dem Fenster. Auch das Fernsehen zeigt am Abend lediglich die Abschiedsszenen der Matrosen und ihrer Familien. Die Freunde von Miguel Woodward und die anderen Aktivisten lassen sich davon nicht ver&amp;shy;un&amp;shy;sichern. Sie werden zur Stelle sein, wenn die Esmeralda im August von ihrer 55. Ausbildungsfahrt nach Valparaíso zurückkehrt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1568553339431718157?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1568553339431718157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/ni-blanca-ni-pura-fue-centro-de-tortura.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1568553339431718157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1568553339431718157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/ni-blanca-ni-pura-fue-centro-de-tortura.html' title='Ein Folterzentrum mit vier Masten'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0PyovnMavI/AAAAAAAABw0/48XWxy1KHxE/s72-c/claudius3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8010313481824979274</id><published>2010-01-03T20:55:00.000-08:00</published><updated>2010-01-03T21:57:11.976-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><title type='text'>Entspannt knallen lassen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F16TkAynI/AAAAAAAABwE/zuWCy9uobuU/s1600-h/a0.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 299px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F16TkAynI/AAAAAAAABwE/zuWCy9uobuU/s400/a0.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5422745070874970738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F17GiG_mI/AAAAAAAABwU/6T5vpEkEl-w/s1600-h/a2.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 298px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F17GiG_mI/AAAAAAAABwU/6T5vpEkEl-w/s400/a2.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5422745084557196898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F169bPNTI/AAAAAAAABwM/ttauu1Q5COA/s1600-h/a1.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F169bPNTI/AAAAAAAABwM/ttauu1Q5COA/s400/a1.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5422745082112455986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ich plädiere hiermit für die Verlegung der deutschen Silvesterfeier in die Som&amp;shy;mer&amp;shy;mo&amp;shy;na&amp;shy;te. Außerdem muss schnellstmöglich der Raketenverkauf un&amp;shy;ter&amp;shy;bun&amp;shy;den werden. Wer erlebt hat, wie man das neue Jahr in Viña del Mar be&amp;shy;grüßt, kann zu keinem anderen Schluss kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gut, Viña ist immer noch ein Badeort für Besserverdienende und nur bedingt repräsentativ für das chilenische &lt;span style="font-style: italic;"&gt;año nuevo&lt;/span&gt;. Aber grundsätzlich wird klar: Ein professionell abgebranntes Feuerwerk in einer lauen Nacht zu betrachten, ist deutlich besser, als mit Aldi-Raketen die Winterluft zu vernebeln. Das Knallzeug, von Wunderkerzen und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ähnlichem abgesehen, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;haben die chilenischen Behörden vor ein paar Jahren aus den L&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;äden verbannt, weil sich schwere Unf&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;älle h&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;äuften. Ei&amp;shy;ne Revolte gab es deshalb nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Um aus Silvester ein so friedlich-ausgelassenes Fest zu machen, wie es an der Bucht von Valparaíso gefeiert wird, müsste man den Deutschen freilich auch noch das massenhafte Biersaufen, Grölen und S-Bahn-Vollkotzen verbieten. In Chile, wo öffentlicher Alkoholkonsum grundsätzlich untersagt ist, wird gerade mal ein Fläschchen Sekt in der Silvesternacht toleriert. Das trinken viele dann am Strand oder auf der Uferpromenade, wo sie einen Campingtisch aufgebaut und mit Kon&amp;shy;fet&amp;shy;ti verziert haben. Als das pyrotechnische Spektakel vorbei ist, fließt die rie&amp;shy;si&amp;shy;ge Menschenmasse langsam, aber entspannt aus der Feierzone, es gibt kein Ge&amp;shy;brüll, keine bösen Worte, kaum Scherben. Ein Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8010313481824979274?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8010313481824979274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/entspannt-knallen-lassen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8010313481824979274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8010313481824979274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2010/01/entspannt-knallen-lassen.html' title='Entspannt knallen lassen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/S0F16TkAynI/AAAAAAAABwE/zuWCy9uobuU/s72-c/a0.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-9155662575906885576</id><published>2009-12-25T19:22:00.000-08:00</published><updated>2009-12-25T20:11:09.450-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><title type='text'>Feuchte Nacht, heulende Nacht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCC2OcQmI/AAAAAAAABvs/4xuSswqoKtI/s1600-h/a4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCC2OcQmI/AAAAAAAABvs/4xuSswqoKtI/s400/a4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419380712037696098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCDAMN92I/AAAAAAAABv0/LztE22S6hqY/s1600-h/a3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCDAMN92I/AAAAAAAABv0/LztE22S6hqY/s400/a3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419380714712725346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCDcW3yAI/AAAAAAAABv8/qu10EaZY_Hw/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCDcW3yAI/AAAAAAAABv8/qu10EaZY_Hw/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419380722273601538" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Oberflächlich betrachtet bietet Weihnachten auf der Südhalbkugel das Kon­trast­pro­gramm zum winterkalten Norden, wo man ja auch das entsprechende Zu­be­hör (Lichter, Rentiere usw.) erfunden hat. Bei sommerlichen Temperaturen schwit­zen­de Männer in roten Anzügen und falschen Bärten sind ein beliebtes Mo­tiv der Bildagenturen. Nur unser südchilenisches Mikroklima spielt mal wieder nicht mit: Wenn abends der Regen ans Fenster trommelt und die Briketts im Ofen fla­ckern, merkt man kaum einen Unterschied zum deutschen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtstauwetter"&gt;Weih­nachts­tau­wet­ter&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Baum ist aus Plastik und muss beim Aufstellen nicht angespitzt, sondern aufgebogen werden. Das Käsefondue funktioniert auch mit hiesigen Zutaten und im Aluminiumtopf, als Rechaud dient der Campingkocher. Das Viertel wirkt aus­ge­stor­ben. Viele sind über den Feiertag weggefahren, die Nachbarin bat uns kon&amp;shy;spi&amp;shy;ra&amp;shy;tiv, ein Auge auf ihr Haus zu werfen. Im Haus gegenüber ist eine Hündin läu&amp;shy;fig. Die streundenden Rüden, allen voran der Dalmatiner, versuchen seit Tagen ver&amp;shy;zwei&amp;shy;felt, sich unterm Zaun durchzugraben. Nachts halten sie Wache und heulen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-9155662575906885576?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/9155662575906885576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/feuchte-nacht-heulende-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/9155662575906885576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/9155662575906885576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/feuchte-nacht-heulende-nacht.html' title='Feuchte Nacht, heulende Nacht'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SzWCC2OcQmI/AAAAAAAABvs/4xuSswqoKtI/s72-c/a4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-5205792076515685726</id><published>2009-12-24T15:46:00.000-08:00</published><updated>2009-12-24T15:53:18.279-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>Fall Frei: Die Wahrheit kommt ans Licht</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/12/frei2.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-558" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/12/frei2.jpg" alt="" height="280" width="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Was für ein Timing: Als der Untersuchungsrichter Alejandro Madrid Anfang Dezember &lt;a href="http://www.infolatam.com/entrada/chile_confirmado_asesinato_del_padre_de_-17724.html"&gt;Haftbefehle gegen sechs Personen&lt;/a&gt; wegen Mordes an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Frei_Montalva"&gt;Eduardo Frei Montalva&lt;/a&gt; ausstellen ließ, war das genau sechs Tage vor der Prä­si­dent­schaftswahl - zu der Eduardo Frei Ruiz-Tagle, Sohn des früheren Prä­si­den­ten und selbst Ex-Präsident, als Kandidat antrat. Dass die seit Jahren laufenden Er&amp;shy;mitt&amp;shy;lungen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt in der Nennung mutmaßlicher Schul&amp;shy;di&amp;shy;ger gipfelten, wurde von Vertretern der rechten Opposition sofort als Wahl&amp;shy;be&amp;shy;ein&amp;shy;flus&amp;shy;sung gerügt. Wegen dieses zumindest nicht völlig abwegigen Ver&amp;shy;dachts ist höchst fraglich, ob der Fall Frei dem Kandidaten in der anstehenden Stich&amp;shy;wahl eher hilft oder schadet.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist die nunmehr offizielle Feststellung, dass Frei Montalva 1982 Opfer eines Giftmords wurde, eine mittlere Sensation. Der Christ­de­mo­krat war eine wichtige Oppositionsfigur unter Pinochet, als er sich in einer Pri­vat­kli­nik einer harmlosen Leistenbruchoperation unterzog. Mehrere Wo­chen später war er tot - aufgrund unvorhersehbarer Komplikationen durch eine Bauchfellentzündung mit anschließender Sepsis. Erst zu Anfang des neuen Jahrtausends schalteten Freis engste Angehörige aufgrund neuer Verdachtsmomente die Justiz ein. Frei Montalvas Überreste wurden 2004 exhumiert und &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/674_207559_9.shtml"&gt;von zwei Spezialistinnen der Universidad de Chile untersucht&lt;/a&gt; - die prompt Spuren von Senfgas und dem hochgiftigen Schwermetall Thallium fanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wiederum deutet auf eine Beteiligung des Militärgeheimdienstes DINA hin - in Person des Chemikers Eugenio Berríos, der Substanzen wie das Nervengift Sarin herstellte. &lt;a href="http://www.ln-berlin.de/index.php?/artikel/2036.html"&gt;Aussagen kann er freilich nicht mehr&lt;/a&gt;, er wurde 1993 in Uruguay ermordet, möglicherweise um ebendies schon damals zu verhindern. Die kom­ple­xen personellen Zusammenhänge der Frei-Ermordung hat die Journalistin Mó­ni­ca González akribisch ver­folgt und in einem &lt;a href="http://ciperchile.cl/wp-content/uploads/multimedia/montalva/dossier_frei.html"&gt;hervorragenden Dossier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt neigt sich die Waage wieder in die andere Richtung: Richter Madrid wur­de wegen mutmaßlicher Befangenheit von einem höherinstanzlichen Ge­richt vorläufig vom Verfahren &lt;a href="http://beta.latercera.com/contenido/674_209741_9.shtml"&gt;suspendiert&lt;/a&gt;, und der Oberste Gerichtshof könn­te am kommenden Montag mehreren Beschwerden stattgeben und die verhängten Haft­befehle gegen beteiligte Ärzte und Komplizen auf­he­ben. Eine Verurteilung liegt noch in weiter Ferne. Immerhin wird Se­bas­tián Piñera, wenn er am 17. Januar die Stich­wahl gegen Frei jr. gewinnen sollte, die Untersuchungen entschlossen vo­ran­trei­ben. Hat er gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto (dpa): E. Frei (Sohn) steigt aus dem Grab von E. Frei (Vater)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-5205792076515685726?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/5205792076515685726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/fall-frei-die-wahrheit-kommt-ans-licht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5205792076515685726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5205792076515685726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/fall-frei-die-wahrheit-kommt-ans-licht.html' title='Fall Frei: Die Wahrheit kommt ans Licht'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-102586054482598050</id><published>2009-12-19T20:33:00.000-08:00</published><updated>2009-12-20T07:21:52.453-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><title type='text'>Junge Frauen wählen anders</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6p9_5VI/AAAAAAAABvc/Ps9neiMeSnQ/s1600-h/a6+%2814%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6p9_5VI/AAAAAAAABvc/Ps9neiMeSnQ/s400/a6+%2814%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417173851471603026" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6H1lGbI/AAAAAAAABvM/BEg5Gg7TgfQ/s1600-h/a10+%2812%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6H1lGbI/AAAAAAAABvM/BEg5Gg7TgfQ/s400/a10+%2812%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417173842309487026" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6aQPcWI/AAAAAAAABvU/rdzQ6N50A9o/s1600-h/a7+%2814%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6aQPcWI/AAAAAAAABvU/rdzQ6N50A9o/s400/a7+%2814%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417173847253152098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q5zR6poI/AAAAAAAABvE/o5zKUb1IKDI/s1600-h/a11+%2811%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q5zR6poI/AAAAAAAABvE/o5zKUb1IKDI/s400/a11+%2811%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417173836791195266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q5bKdQDI/AAAAAAAABu8/mMmxa3il5cM/s1600-h/a14+%288%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q5bKdQDI/AAAAAAAABu8/mMmxa3il5cM/s400/a14+%288%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417173830317457458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kleine Wahl-Nachlese: Als am vergangenen Sonntag die Stimmen ausgezählt wur­den, hatten wir uns einer uns persönlich bekannten Gruppe von Wahl­be­ob­ach­tern in Santiago angeschlossen. Es handelte sich um ein kleines, qua­si familiäres Kommando der &lt;a href="http://www.ppd.cl/"&gt;PPD&lt;/a&gt;, Teil der Concertación und somit Un­ter­stüt­ze­rin des Kan­di­da­ten &lt;a href="http://www.efrei.cl/"&gt;Eduardo Frei&lt;/a&gt;. Umso größer war die Bestürzung unserer Freunde, als an der ersten &lt;span style="font-style: italic;"&gt;mesa&lt;/span&gt; (dem Wahl-Tisch, von dessen Art es rund zwanzig in jener Schule im Stadtteil Cerrillos gab, in die es uns verschlagen hatte) der abtrünnige Sozialist Marco Enríquez-Ominami (MEO) nicht nur Frei, sondern sogar den Oppositionskandidaten &lt;a href="http://pinera2010.cl/"&gt;Sebastián Piñera&lt;/a&gt; überflügelte. Der galt zu Recht als Favorit im ersten Wahlgang mit vier Kandidaten. MEO hingegen sollte laut allen Umfragen deutlich hinter Frei landen, und &lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/12/14/frei_stolpert_in_die_stichwahl/"&gt;so war es dann ja auch&lt;/a&gt;. Nur nicht an diesem einen Tisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Gründe dafür kann man in einigen Besonderheiten des chilenischen Wahl­pro­ze­de­res suchen. Hier treffen sich in einem Wahllokal nicht nur Menschen aus demselben Viertel und somit demselben sozioökonomischen Umfeld (wie in Deutschland und anderswo auch), gewählt wird getrennt nach Geschlechtern und gestaffelt nach Alter. Es gibt Männer-Tische und Frauen-Tische, und weil man ein ganzes Wählerleben lang an seine &lt;span style="font-style: italic;"&gt;mesa&lt;/span&gt; gebunden ist, sterben die mit den niedrigen Nummern langsam aus, während immer wieder neue, höher nummerierte Tische aufgemacht werden. Beim besagten Tisch handelte es sich um den "jüngsten" in einem Frauen-Wahllokal. Fazit: Junge Frauen der unteren Mittelschicht entschieden sich mehrheitlich für den jungen &lt;a href="http://web.marco2010.cl/"&gt;Marco&lt;/a&gt;. Warum, das muss jeder für sich selbst beantworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;PS: Chilenische Wahlzettel müssen nach einem ganz bestimmten Prinzip entlang vorgegebener Linien &lt;a href="http://www.servel.cl/servel/Controls/Neochannels/Neo_CH324/Deploy/interactivoservel.htm"&gt;zusammengefaltet&lt;/a&gt; und am Ende mit einer selbstklebenden Marke zu einem Briefchen verschlossen werden. Auf Nachfrage gaben die be­frag­ten  Chilenen zu Protokoll, sie hatten es für eine weltweit übliche Praxis ge­hal­ten, Wahlzettel entlang vorgebebener Linien zu falten und mit selbstklebenden Mar­ken zuzukleben. Die Gründe für das Falten und Kleben sind offenbar in Ver­ges­sen­heit geraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-102586054482598050?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/102586054482598050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/junge-frauen-wahlen-anders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/102586054482598050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/102586054482598050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/junge-frauen-wahlen-anders.html' title='Junge Frauen wählen anders'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sy2q6p9_5VI/AAAAAAAABvc/Ps9neiMeSnQ/s72-c/a6+%2814%29.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-595284167829172896</id><published>2009-12-15T06:52:00.001-08:00</published><updated>2009-12-18T13:49:17.939-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Die Stimme der 80er</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;&lt;object codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" height="324" width="405"&gt;&lt;param name="_cx" value="11245"&gt;&lt;param name="_cy" value="9102"&gt;&lt;param name="FlashVars" value=""&gt;&lt;param name="Movie" value="http://www.youtube.com/v/yWP__YnKzsI&amp;amp;hl=es_ES&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="Src" value="http://www.youtube.com/v/yWP__YnKzsI&amp;amp;hl=es_ES&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="WMode" value="Window"&gt;&lt;param name="Play" value="-1"&gt;&lt;param name="Loop" value="-1"&gt;&lt;param name="Quality" value="High"&gt;&lt;param name="SAlign" value=""&gt;&lt;param name="Menu" value="-1"&gt;&lt;param name="Base" value=""&gt;&lt;param name="AllowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;param name="Scale" value="ShowAll"&gt;&lt;param name="DeviceFont" value="0"&gt;&lt;param name="EmbedMovie" value="0"&gt;&lt;param name="BGColor" value=""&gt;&lt;param name="SWRemote" value=""&gt;&lt;param name="MovieData" value=""&gt;&lt;param name="SeamlessTabbing" value="1"&gt;&lt;param name="Profile" value="0"&gt;&lt;param name="ProfileAddress" value=""&gt;&lt;param name="ProfilePort" value="0"&gt;&lt;param name="AllowNetworking" value="all"&gt;&lt;param name="AllowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/yWP__YnKzsI&amp;amp;hl=es_ES&amp;amp;fs=1&amp;amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;An diesem Sonntag trifft Chile nicht nur eine Vorentscheidung über seinen künftigen Präsidenten - es gibt auch ein Jubiläum zu feiern: Vor exakt 25 Jahren veröffentlichte das Mini-Kassetten-Label "Fusión" &lt;/span&gt;&lt;a href="http://latercera.com/contenido/724_202999_9.shtml"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;das allererste Album&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; der &lt;/span&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Los_Prisioneros"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Prisioneros&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;, "La voz de los 80". Nicht mehr und nicht weniger als 1.000 Kopien kamen auf den Markt - aber der Erfolg der Gitarre-Bass-Drums-Formation vom Stadtrand Santiagos war so phä­no­me­nal, dass ein halbes Jahr später EMI zugriff und nach­leg­te.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Zusammen mit den sozialkritischen Texten von Sänger Jorge González traf der punkige New-Wave-Sound der Band den Nerv der bis dahin blei­schwe­ren chilenischen Achtzigerjahre. Und Klassiker wie &lt;/span&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/La%C2%ADti%C2%ADno%C2%ADam%C3%A9rica_es_un_pueblo_al_sur_de_Estados_Unidos"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;"La­ti­no­amé­ri­ca es un pueblo al sur de Estados Unidos"&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/%C2%BFQui%C3%A9n_mat%C3%B3_a_Marilyn%3F"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;"¿Quién mató a Marilyn?"&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; oder &lt;/span&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Sexo_%28canci%C3%B3n%29"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;"Sexo"&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; klingen noch erstaunlich frisch. Rührend mutet dagegen heute der selbst zusammengeschnipselte Videoclip an. Lus­ti­ger­wei­se fanden es die Chilenen damals völlig normal, dass González für die Kamera zum Schein in ein verkabeltes Mikrofon sang.&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-595284167829172896?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/595284167829172896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/die-stimme-der-80er.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/595284167829172896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/595284167829172896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/die-stimme-der-80er.html' title='Die Stimme der 80er'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-5985613113396237994</id><published>2009-12-08T21:27:00.000-08:00</published><updated>2009-12-08T23:05:59.463-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Private Landschaft</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82HOK6TdI/AAAAAAAABuY/3vwIg4u8izc/s1600-h/propiedad2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82HOK6TdI/AAAAAAAABuY/3vwIg4u8izc/s400/propiedad2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413104774813470162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82Gpx5ySI/AAAAAAAABuQ/S-JBSrvtcxM/s1600-h/propiedad1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82Gpx5ySI/AAAAAAAABuQ/S-JBSrvtcxM/s400/propiedad1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413104765044902178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Wer Chiles Landschaften für sich erschließen will, hat zwei ernstzunehmende Gegner: das Privateigentum und die Wildnis.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Die Sache mit dem Eigentum ist einfach: Es gibt in Chile zwar ein Gesetz, das den öffentlichen und kostenlosen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.bienes.cl/sitioweb2009/OpenDocs/asp/pagDefault.asp?boton=Doc56&amp;amp;argInstanciaId=56&amp;amp;argCarpetaId=353&amp;amp;argTreeNodosAbiertos=%28353%29&amp;amp;argTreeNodoActual=353&amp;amp;argTreeNodoSel=353&amp;amp;argRegistroId=915"&gt;Zugang zu allen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; (Meer-, See- und Fluss-) &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.bienes.cl/sitioweb2009/OpenDocs/asp/pagDefault.asp?boton=Doc56&amp;amp;argInstanciaId=56&amp;amp;argCarpetaId=353&amp;amp;argTreeNodosAbiertos=%28353%29&amp;amp;argTreeNodoActual=353&amp;amp;argTreeNodoSel=353&amp;amp;argRegistroId=915"&gt;Stränden&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; garantiert, aber leider kein vergleichbares für Wald und Flur. Wie kostbar die deutschen Wald- und Wegerechte sind, die den Wanderer in seinem Bewegungsdrang weitgehend unbehelligt lassen, wird einem hier bald klar, wenn die Idylle abseits der Straße mal wieder eingezäunt und unzugänglich ist: Privatbesitz, Betreten verboten. Das gilt für kultivierte wie für Brachflächen. Die Furcht vor illegalen Aneignungen spielt dabei in einem Land mit einer extremen Kluft zwischen Arm und Reich eine große Rolle.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Sicher, man kann &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;den Eigentümer &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;fragen, ob  er den Durchgang gestattet. Man kann auch einfach durch den Stacheldraht schlüpfen. Mit Konsequenzen, evtl. in Form eines bissigen Hundes, muss man freilich rechnen. Umso lobenswerter sind deshalb öffentliche Initiativen wie der noch unter Präsident Ricardo Lagos ins Leben gerufene &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.senderodechile.cl"&gt;Sendero de Chile&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;. Das Projekt, Chile auf seiner gesamten Länge durch einen allgemein zugänglichen Wanderweg zu erschließen, wurde zwar im Hinblick auf die Zweihundertjahrfeier der Republik im kommenden Jahr erdacht, wird aber wohl selbst hundert Jahre für seine Verwirklichung benötigen. Die Arbeitsgruppe der nationalen Tourismusbehörde, die mit dem "Sendero" betraut ist, muss mit wenig Mitteln den Ausbau in ausgewählten Regionen vorantreiben und dabei ständig mit Landbesitzern um die Erteilung von Durchgangsrechten kämpfen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Und dann die Wildnis: Was jenseits des land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebiets liegt, ist, zumindest im regenreichen Süden Chiles, von atemberaubender Undurchdringlichkeit. Dass es in den riesigen Nationalparks oft nur wenige Kilometer Wanderwege gibt, liegt an der mühevollen und langwierigen Arbeit, in der die Waldarbeiter mit Motorsägen Pfade ins Dickicht schneiden, Stege zimmern und hölzerne Treppenstufen in die matschigen Urwaldhänge hauen. Auch hier gilt: Vom Weg abweichen gibt's nicht, weil: geht nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82HxGJYkI/AAAAAAAABug/us-Aecb1Z14/s1600-h/propiedad3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82HxGJYkI/AAAAAAAABug/us-Aecb1Z14/s400/propiedad3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413104784188727874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-5985613113396237994?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/5985613113396237994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/private-landschaft.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5985613113396237994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5985613113396237994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/private-landschaft.html' title='Private Landschaft'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sx82HOK6TdI/AAAAAAAABuY/3vwIg4u8izc/s72-c/propiedad2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6072758227285859437</id><published>2009-12-04T05:40:00.000-08:00</published><updated>2009-12-04T05:44:16.135-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>Víctors letzter Auftritt</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/12/jara.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-530" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/12/jara.jpg" alt="" height="468" width="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jetzt bekommt der chilenische Sänger Víctor Jara doch noch ein wür­di­ges Begräbnis: Seit Donnerstag und noch bis Samstag sind die sterb­li­chen Überreste des 1973 vom Militär ermordeten Sängers in der nach ihm benannten Stiftung in Santiago aufgebahrt. &lt;a href="http://www.lanacion.cl/el-adios-a-victor-jara/noticias/2009-12-03/175632.html"&gt;Hunderte&lt;/a&gt; haben bislang schon &lt;a href="http://www.lanacion.cl/abiertas-las-puertas-para-masivo-adios-a-victor-jara/noticias/2009-12-03/130920.html"&gt;Totenwache&lt;/a&gt; gehalten, allen voran Jaras Witwe Joan und die beiden Töchter. Am Samstag soll Jara mit allen Ehren auf dem Hauptfriedhof beigesetzt werden. Dort lag er bereits seit seiner heimlichen Bestattung am 18. September 1973. Vor mehreren Monaten hatte ein Un­ter­su­chungs­rich­ter die Exhumierung angeordnet.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/683_19787_7.shtml"&gt;Hier&lt;/a&gt; eine Fotogalerie von Jaras Totenwache (Foto oben: dpa).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6072758227285859437?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6072758227285859437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/victors-letzter-auftritt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6072758227285859437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6072758227285859437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/victors-letzter-auftritt.html' title='Víctors letzter Auftritt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1081304326609630980</id><published>2009-12-02T17:02:00.000-08:00</published><updated>2009-12-02T17:10:45.909-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shopping'/><title type='text'>Prost Weihnacht</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxcPANSMjVI/AAAAAAAABuA/snQZREq7n70/s1600-h/Bild002+Kopie.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxcPANSMjVI/AAAAAAAABuA/snQZREq7n70/s400/Bild002+Kopie.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410809973549337938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;So richtig gut kennt mich mein Supermarkt eben auch wieder nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1081304326609630980?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1081304326609630980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/prost-weihnacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1081304326609630980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1081304326609630980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/12/prost-weihnacht.html' title='Prost Weihnacht'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxcPANSMjVI/AAAAAAAABuA/snQZREq7n70/s72-c/Bild002+Kopie.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4610176549869425126</id><published>2009-11-30T18:22:00.000-08:00</published><updated>2009-11-30T20:47:39.490-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><title type='text'>Korrekt gekleidet im Dienste des Friedens</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxSd3PJ3tjI/AAAAAAAABtg/16Gpauq6bkY/s1600/16488720.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 256px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxSd3PJ3tjI/AAAAAAAABtg/16Gpauq6bkY/s400/16488720.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410122624665105970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wer so schöne Spitzenkleidchen und rote Schuhe trägt, bekommt na­tür­lich nur ungern Konkurrenz von weiblichen Besuchern. Deswegen hat­ten sich Cristina Fernández und Michelle Bachelet für ihre Papstvisite am Samstag in pro&amp;shy;to&amp;shy;kol&amp;shy;la&amp;shy;risch-züchtiges Schwarz gehüllt, Bachelet als be­ken­nen­de Agnostikerin ver&amp;shy;zich&amp;shy;te&amp;shy;te aber im Gegensatz zu Fernández auf eine Verschleierung. Der &lt;a href="http://www.mer.cl/modulos/catalogo/Paginas/2009/11/29/MERSTNA002CC2911.htm"&gt;Besuch im Vatikan&lt;/a&gt; diente der Erinnerung an den vor 25 Jahren hier unterzeichneten "Freundschafts- und Frie­dens­ver­trag" zwischen Argentinien und Chile, der die endgültige Beilegung des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beagle-Konflikt"&gt;Beagle-Konflikts&lt;/a&gt; bedeutete. Benedikts Vorgänger Johannes Paul und der italienische Kardinal Antonio Samorè hatten seit 1979 zwischen den verfeindeten Militärjuntas vermittelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nachdem Bachelet und Fernández jeweils eine Viertelstündchen mit dem Papst geplaudert und in den einstigen Verhandlungsräumen eine Ge­denk­ta­fel enthüllt hatten, auf denen sie - offenbar latinisiert - als "Mi­cha­ela" und "Christina" verewigt worden waren, gab die chilenische Prä­si­den­tin der Presse zu Protokoll, dass "Chile ein Land ist, welches bei Auseinandersetzungen mit seinen Nachbarn immer dem Dialog und fried­li­chen Konfliktlösungsmechanismen Vorrang einräumt". Das sieht Perus Präsident Alan García, der  am heutigen Montag zur Audienz beim Papst ist, anders: Er wirft Chile seit langem eine mehr oder minder verdeckte Aufrüstung vor, die gegen sein Land gerichtet sei. Tatsächlich sind die &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/kaum-pazifistische-toene/"&gt;Pro-Kopf-Militärausgaben Chiles&lt;/a&gt; in Lateinamerika &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/kaum-pazifistische-toene/"&gt;absolute Spitze&lt;/a&gt;, und daran wird voraussichtlich auch ein &lt;a href="http://www.lanacion.cl/ley-reservada-del-cobre-vive-sus-ultimos-dias/noticias/2009-09-09/020001.html"&gt;Gesetz&lt;/a&gt; wenig ändern, das die exklusive Ver­wen­dung von 10 Prozent des Erlöses der staatlichen Kup­fer­un­ter­neh­mens Codelco durch die Streitkräfte aufheben soll und ge­ra­de im Parlament verhandelt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;García, der in den vergangenen Wochen Chile wegen eines mut­maß­li­chen Spio&amp;shy;na&amp;shy;ge&amp;shy;falls &lt;a href="http://www.rpp.com.pe/2009-11-17-canciller-de-chile--no-nos-sentimos-una-republiqueta-noticia_223066.html"&gt;verbal aufs Schärfste angegriffen&lt;/a&gt; hatte, wird Ba­che­let später auf dem &lt;a href="http://www.segib.org/"&gt;Iberoamerikanischen Gipfel&lt;/a&gt; in Portugal be­geg­nen. Mal sehen, ob der päpst&amp;shy;liche Segen dann ein erneutes Ver­söh­nungs­wun­der bewirkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxSd3s3dgyI/AAAAAAAABto/ddv27PN80Co/s1600/Unbenannt-1+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 56px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxSd3s3dgyI/AAAAAAAABto/ddv27PN80Co/s400/Unbenannt-1+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410122632640955170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: dpa&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4610176549869425126?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4610176549869425126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/korrekt-gekleidet-im-dienste-des.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4610176549869425126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4610176549869425126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/korrekt-gekleidet-im-dienste-des.html' title='Korrekt gekleidet im Dienste des Friedens'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SxSd3PJ3tjI/AAAAAAAABtg/16Gpauq6bkY/s72-c/16488720.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8443703856098816853</id><published>2009-11-28T09:49:00.000-08:00</published><updated>2009-11-28T09:54:07.864-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Eine linke Handbewegung</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Alejandro Goic, Regisseur und Schauspieler sowie seit den Sieb­zi­ger­jah­ren be­ken­nen­der Sozialist, unterstützt im Wahlkampf &lt;a href="http://www.arratepresidente.cl/"&gt;Jorge Arrate&lt;/a&gt;. Vor­her hat­te er sich für die Kandidatur von Alejandro Navarro ins Zeug ge­legt, bis der Senator aufgab und Marco Enríquez-Ominami zur neuen lin­ken Hoff­nung kürte. Das &lt;a href="http://www.lanacion.cl/-marco-responde-a-un-paradigma-liberal-de-derecha-/noticias/2009-10-18/011004.html"&gt;hält Goic für einen schlechten Scherz&lt;/a&gt;: "MEO instrumentalisiert das Erbe derer, die sich unter der Diktatur aufgeopfert haben, solidarisch waren, sich für die Armen und die Würde der Arbeiter eingesetzt haben. Dieses Erbe, diese Tradition verunglimpft er. Er ist der Prototyp des Yuppie, des rechten Liberalen. Als Unternehmer gehorcht er diesem kulturellen Paradigma."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Dass "MEO" von vielen Chilenen als De-facto-Rechter betrachtet wird, liegt auch an manch un­durch­sich­ti­ger Figur in dessen Wahl­kampf­kom­man­do: etwa &lt;a href="http://miguelpaz.blogspot.com/2004/03/reportaje-max-marambio.html"&gt;Max Marambio&lt;/a&gt;, einst Mitglied der politischen Leibwache Allendes (der GAP), der später auf und mit Kuba äußerst lukrative Geschäfte machte und Carlos Cardoen dort einführte, einen Mann, der sich unter Pinochet mit der Herstellung von Streubomben und anderen Rüstungsgütern hervortat. Oder &lt;a href="http://www.revistanos.cl/2007/07/18/rodrigo-danus-empresario-full-time/"&gt;Rodrigo Danús&lt;/a&gt;, ein umtriebiger Un­ter­neh­mer im Medien- und Energiebusiness, der sich heute liberal gibt, aber Anfang der Achtziger einer &lt;a href="http://www.theclinic.cl/2009/05/22/pinera-muchas-veces-ha-sido-brutal/comment-page-3/"&gt;ultrarechten Studenten-Gruppe&lt;/a&gt; an&amp;shy;ge&amp;shy;hör&amp;shy;te, die Pinochets Regime gegen aufrührerische Kommilitonen verteidigen woll&amp;shy;te. MEOs Anhänger drehen das natürlich ins Positive: Wer, wenn nicht Marco, so fragen sie, brächte Menschen zusammen, die früher ultimativ verfeindeten La&amp;shy;gern angehörten? Aber das ist Schönfärberei, und Leute wie Marambio und Da&amp;shy;nús haben heute ohnehin genug Gemeinsamkeiten, z. B. die Liebe zum Por&amp;shy;sche&amp;shy;fah&amp;shy;ren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/azMAtwowfsE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/azMAtwowfsE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;a class="oukbzkfnbfsihezylgfd" href="http://www.youtube.com/v/azMAtwowfsE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="oukbzkfnbfsihezylgfd" href="http://www.youtube.com/v/azMAtwowfsE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="oukbzkfnbfsihezylgfd" href="http://www.youtube.com/v/azMAtwowfsE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht um sein in dieser Hinsicht kippelndes Image wieder ein wenig nach links zu tarieren, hat Enríquez-Ominami jetzt auch Angehörige von verschleppten und ermordeten Diktaturopfern in seine Spots geholt. Auch biografische Schnipsel verweisen auf die linke Sozialisation des Kan­di­da­ten. Was hier sehr merkwürdig ins Auge fällt, ist die Duplizität einer simplen Geste: Wie sein von Pinochets Killern erschossener Vater, der MIR-Gründer &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Miguel_Enr%C3%ADquez"&gt;Miguel Enríquez&lt;/a&gt;, streicht Marco sich gerne die glatten schwarzen Haare zurück - eine Handbewegung, die im Rahmen seiner Kampagne einen selbstironisch-ikonischen Charakter erlangt hat. Aber unabhängig davon, ob das Durch-die-Haare-Fahren genetisch bedingt ist, ob MEO eine Geste seines Erzeugers kopiert hat oder ob Miguel Enríquez sich gar nicht so leidenschaftlich wie sein Sohn das Haupthaar glättete und der im Werbspot ausgestrahlte Filmschnipsel ein Zufallsfund ist - die Parallele wird bewusst hergestellt. Politisch-ideologisch gibt es aber herzlich wenig Gemeinsamkeiten zwischen den beiden. Mit diesem Bild eine wie auch immer geartete "Nachfolge" des legendären Vaters zu suggerieren, ist daher einfach nur dreiste Taktik von MEOs Managern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/11/meo2.jpg"&gt;&lt;img src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/11/meo2.jpg" alt="" class="aligncenter size-full wp-image-521" height="214" width="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/11/meo3.jpg"&gt;&lt;img src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/11/meo3.jpg" alt="" class="aligncenter size-full wp-image-522" height="214" width="420" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Screenshots von &lt;a href="http://www.youtube.com/user/marcoenriquezominami"&gt;youtube&lt;/a&gt;: Claudius Prößer&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8443703856098816853?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8443703856098816853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/alejandro-goic-regisseur-und.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8443703856098816853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8443703856098816853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/alejandro-goic-regisseur-und.html' title='Eine linke Handbewegung'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1844351114812044695</id><published>2009-11-23T17:50:00.000-08:00</published><updated>2009-11-25T21:46:22.017-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kino'/><title type='text'>Der 200-Jahr-Köter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwtE-vC8FdI/AAAAAAAABtA/Zyquyfj0jOw/s1600/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 292px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwtE-vC8FdI/AAAAAAAABtA/Zyquyfj0jOw/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407491622159783378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sws9cjOi1zI/AAAAAAAABsw/QxVkqiAPnR4/s1600/cuatro.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sws9cjOi1zI/AAAAAAAABsw/QxVkqiAPnR4/s400/cuatro.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407483338290288434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sws9b8qHXaI/AAAAAAAABsg/WC9ERxXsYdo/s1600/16.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sws9b8qHXaI/AAAAAAAABsg/WC9ERxXsYdo/s400/16.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407483327936945570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Von den unzähligen Hunden, die auf den Straßen von Puerto Montt leben, war &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/10/hunde_07.html"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; schon die Rede. Aber auch jenseits der Anden, in Argentinien, gibt es eine kläffende Parallelgesellschaft, namentlich in Ushuaia, ganz unten auf Feuerland. Davon erfahren haben wir am Wochenende bei einem Miniatur-Filmzyklus, den das argentinische Konsulat im Kulturhaus veranstaltete. Der Film &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.gordo-derfilm.de/"&gt;"Gordos Reise ans Ende der Welt"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; hat einen deutschen Regisseur und erzählt die Geschichte eines Schoßhunds aus Buenos Aires, das aus Versehen in einen Lastwagen gerät und nach Ushuaia mitgenommen wird - wo er sich mehr schlecht als recht durch­schlägt, bis ihn am Ende doch noch ein gutmeinender Mensch aufgabelt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das klingt ein bisschen einfältig, aber der Film beeindruckt trotzdem, weil die meisten Aufnahmen gleichzeitig dokumentarischen Charakter haben und das Stra­ßenhundeleben mit allen pikanten Details nachzeichnen: Wahrscheinlich handelt es sich um den weltweit ersten Kinderfilm (in der deutschen Fassung spricht Peter Lustig den Off-Kommentar), der ganz freimütig kopulierende Hunde zeigt. Auch sonst fehlt nichts: weder das Anbetteln der Kreuzfahrt-Touristen, noch der Live-Wurf zwischen Kisten und Gerümpel, noch das waghalsige Spiel der Reifenbeißer. Die gibt es übrigens auch in unserer Straße: zwei Köter, die den lieben langen Tag und nach einem unbekannten Auswahlprinzip vorbeifahrende Autos verfolgen und nach deren Rädern schnappen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die eigentümliche Beziehung der Chilenen zu ihren Straßenhunden, die zwischen Abneigung, Mitleid und Sympathie oszilliert, fängt jetzt auch ein Fotowettweberb auf: &lt;a href="http://www.chilebicentenario.cl/frmNoticia.aspx?idArticulo=539"&gt;El Quiltro del Bicentenario&lt;/a&gt;, der Zweihundertjahrfeier-Köter, ist Teil einer Reihe von künstlerischen Wettbewerben anlässlich des 200. Jubiläums der Republik im kommenden Jahr. Ich habe mich entschlossen auch teilzunehmen (in Chile lebende Ausländer sind zugelassen) - mit dem Bild unten. Dieses in einer leeren &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baumscheibe"&gt;Baumscheibe&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; friedlich schlafende Tier versinnbildlicht für mich die Neh­mer­qua­litäten der chilenischen Straßenhunde: Auch unter widrigsten Be­ding­ungen verlieren sie nicht die Nerven.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwtPUgeX0zI/AAAAAAAABtI/a4tWNhrHONY/s1600/foto.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 292px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwtPUgeX0zI/AAAAAAAABtI/a4tWNhrHONY/s400/foto.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407502991321715506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nachtrag: Nach einer aktuellen Recherche der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.lanacion.cl/alcaldes-piden-financiamiento-para-terminar-con-perros-vagos/noticias/2009-11-24/014057.html"&gt;Nación&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; gibt es allein in Santiago de Chile &lt;a href="http://www.lanacion.cl/alcaldes-piden-financiamiento-para-terminar-con-perros-vagos/noticias/2009-11-24/014057.html"&gt;250.000 "echte" Straßenhunde&lt;/a&gt; und ebenso viele, die zwar einen Besitzer haben, aber die meiste Zeit auf der Straße verbringen. In ganz Chile sollen es anderthalb Millionen frei lebende Hunde sein. Natürlich haben die Behörden das Problem als solches erkannt - nur die Maßnahmen sind umstritten. In dieser Woche gab es ein Arbeitstreffen des Verbands der chilenischen Stadtverwaltungen. Am Ende einigte man sich auf folgende Grobziele: verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die Hundebesitzer zu verantwortlicher Haltung bewegen soll, und mehr Geld für Ste&amp;shy;ri&amp;shy;li&amp;shy;sie&amp;shy;rungs&amp;shy;kam&amp;shy;pag&amp;shy;nen. Zwar ist eine Sterilisierung nicht allzu teuer (der Preis be&amp;shy;wegt sich zwischen umgerechnet 12 bis 20 Euro), angesichts der großen Zahl von Tieren können sich die betroffenen Städte das aber kaum leisten. Interessant ist, dass trotzdem fast niemand eine Tötung der Hunde in Erwägung zieht. Le&amp;shy;dig&amp;shy;lich der Tierärzteverband schlägt das als letztes Mittel vor, wenn sich ein Tier gar nicht anders unterbringen lasse.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1844351114812044695?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1844351114812044695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/der-200-jahr-koter.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1844351114812044695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1844351114812044695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/der-200-jahr-koter.html' title='Der 200-Jahr-Köter'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwtE-vC8FdI/AAAAAAAABtA/Zyquyfj0jOw/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4971049673938861927</id><published>2009-11-22T16:53:00.000-08:00</published><updated>2009-11-22T18:35:40.217-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Wenn Männer Händchen halten</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nun hat er es doch getan: Sebastián Piñera, der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat der rech&amp;shy;ten Opposition in Chile, &lt;a href="http://www.mer.cl/modulos/catalogo/Paginas/2009/11/21/MERSTNA004CC2111.htm"&gt;zeigt&lt;/a&gt; für ein paar Se­kun­den in einem seiner TV-Spots &lt;a href="http://www.mer.cl/modulos/catalogo/Paginas/2009/11/21/MERSTNA004CC2111.htm"&gt;ein schwules Paar&lt;/a&gt;. Einer der beiden Händ­chen hal­ten­den jungen Männer flüstert Piñera etwas ins Ohr, so wie es im sel­ben Clip weitere Repräsentanten ge&amp;shy;sell&amp;shy;schaftlicher Randgruppen tun - eine Mapuche, ein Kind mit Down-Syndrom, ein alter Mann, eine Seh­be­hin­der­te usw. usf. Woraufhin sich der Kandidat (Achtung, Me­ta­pher!) zur de­ren Stimme macht. Im Fall der beiden &lt;em&gt;gays&lt;/em&gt; sagt er sinn­ge­mäß: "Unsere Mitmenschen akzeptieren uns schon - jetzt wollen wir, dass uns auch der Staat respektiert."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=iUPd_sLPZ5g"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-504" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/11/pinera-kopie.jpg" alt="" height="200" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Drei Männer, zwei Schwule, ein Kandidat (um den Clip zu sehen: Bild anklicken)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wie soll man diese Geste einschätzen? Einerseits ist es gerade für ei­nen rechten Politiker in Chile ein Wagnis, Schwule als das zu zeigen, was sie sind: ganz normale Menschen. So richtig akzeptiert werden sie nämlich noch lange nicht, und schon gar nicht von den vielen Hardlinern in den eigenen Reihen. Als der Inhalt des Spots vor ein paar Wochen durchgesickert war, hatten Politiker beider rechten Parteien (der ul­tra­ka­tholischen UDI und der eher traditionell-oligarchisch geprägten RN) &lt;a href="http://www.emol.com/noticias/nacional/detalle/detallenoticias.asp?idnoticia=383585"&gt;hef­tig protestiert&lt;/a&gt; und zum Teil mit ihrem Ausstieg aus der Piñera-Kampagne gedroht. So betrachtet hat der Kandidat Mut bewiesen. Umgekehrt wird eine Mogelpackung draus: Mag Piñera sich noch so tolerant zeigen - am Ende wird er, wenn er denn regiert, auf Minister und Abgeordnete an­ge­wie­sen sein, denen alles Gleichgeschlechtliche ein Gräuel ist. Was sol­len sich Homosexuelle von einer solchen Regierung versprechen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daran, dass Homosexualität irgendwie auch zum Leben gehört, wird sich die Ultrarechte aber gewöhnen müssen, und der Piñera-Spot ist vielleicht ein kleiner Schritt auf dem Weg dahin. Wie auch zu erfahren war, handelt es sich bei einem der beiden schwulen Männer um &lt;a href="http://www.elmostrador.cl/index.php?/noticias/articulo/homosexual-que-participa-en-la-franja-de-pinera-es-hijo-del-subdirector-del/"&gt;Luis Larraín Stieb&lt;/a&gt;, den Sohn von Luis Larraín Arroyo, Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler an der Universidad Católica und stell­ver­tre­ten­der Leiter des UDI-Thinktanks &lt;a href="http://www.lyd.cl/"&gt;Libertad y Desarrollo&lt;/a&gt;. Das vermeintliche Pro&amp;shy;b­lem tritt also durchaus in den eigenen Reihen auf, und das ist bekanntermaßen auch gut so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4971049673938861927?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4971049673938861927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/nun-hat-er-es-doch-getan-sebastian.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4971049673938861927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4971049673938861927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/nun-hat-er-es-doch-getan-sebastian.html' title='Wenn Männer Händchen halten'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-5134582390411392930</id><published>2009-11-18T20:29:00.000-08:00</published><updated>2009-11-18T22:28:33.089-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprache'/><title type='text'>Onkel, Tante, Nachbar</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eine höchst erfreuliche Eigenart des Spanischen ist das umfangreiche Arsenal an Anredeformen, mit denen man nie in Verlegenheit gerät. Vielleicht ist es auch gar kein Privileg des Spanischsprachigen, sondern nur umgekehrt ein deutsches Problem - jenes merkwürdige, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;seit Jahrzehnten grassier&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ende Anredesterben. Womit nicht das Verschwinden obsoleter Unterwürfigkeitsfloskeln gemeint ist, sondern die peinliche Unfähigkeit, sich verbal an Menschen zu richten, die man nicht mit Namen kennt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Klassiker in Deutschland: Wie rufe ich nach der Bedienung in Café, Bar, Res&amp;shy;taurant? Der "Ober" ist zumindest im urbanen Kontext genau so obsolet wie das "Frollein", und weil an deren Stelle nichts anderes getreten ist, behilft man sich mit einem stotternden "Äh, hallo", das allerdings genausogut einem anderen Gast oder dem eigenen Handy gelten könnte und oft ungehört verhallt. Hierzulande tun es ein simples &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;señor&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, eine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;señora&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; oder auch eine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;señorita&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Wenn man bezahlen möchte (wozu jeder chilenische Kellner immer erst eine Rechnung vom separat agierenden Kassenwart holen muss), reicht auch eine Geste, die noch aus großer Entfernung verstanden wird: ein horizontales In-die-Luft-Kritzeln, das für schriftliches Ad&amp;shy;die&amp;shy;ren oder aber für die Unterschrift auf einem Scheck stehen könnte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das ist aber noch nicht alles. Genauso unkompliziert ist die Anrede fremder Menschen auf der Straße, wo man in Chile aus dem &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;señor&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; nach Belieben einen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;caballero&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; machen kann (aber, warum auch immer, aus der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;señora&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; nie eine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;dama&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;). Gleichaltrige, informell gekleidete Menschen darf man ruhig auch als &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;amigo&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; bezeichnen, ohne dass die sich gleich belästigt fühlen. Jeden Nachbarn kann man einfach als "Nachbar" (&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;vecino&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;) adressieren - und wenn man den Menschen, der einen vor der Haustür oder an der Supermarktkasse als &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;vecino&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; anspricht, noch nie bewusst gesehen hat, weiß man spätestens dann, woher man ihn eigentlich kennen müsste.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Das sind nur Details, aber sie erleichtern den Alltag. Auch Kinder haben eine praktische Anrede in petto, die die Älteren möglicherweise auch im deutschen Sprachraum noch erlebt haben: den Onkel und die Tante. Ausnahmslos jeder Erwachsene, sei es der Vater des Klassenkameraden oder die Zei&amp;shy;tungs&amp;shy;verkäuferin, heißt im Kindermund &lt;span style="font-style: italic;"&gt;tío &lt;/span&gt;bzw. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;tía&lt;/span&gt;, und das klingt nicht nach Knicks und Diener, sondern ganz normal und unbekümmert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;In der E-Mail-Kommunikation unter Menschen mit vergleichbarem sozialen Status gibt es jetzt sogar eine neue Anredeform. Wem ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Querido XY&lt;/span&gt; ("lieber XY") zu intim, ein &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Estimado XY&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; ("sehr geehrter XY") aber übertrieben scheint, beginnt die Mail einfach mit "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Estimado:&lt;/span&gt;", ohne Namen. Das schafft eine Art legerer, au&amp;shy;gen&amp;shy;zwin&amp;shy;kern&amp;shy;der Distanz, und man darf dann trotzdem duzen, ohne umständlich um Erlaubnis zu bitten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-5134582390411392930?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/5134582390411392930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/onkel-tante-nachbar.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5134582390411392930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5134582390411392930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/onkel-tante-nachbar.html' title='Onkel, Tante, Nachbar'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8718348799132371709</id><published>2009-11-16T15:48:00.000-08:00</published><updated>2009-11-16T15:53:11.803-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kino'/><title type='text'>Böses Blut im Kino</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das hat bislang noch kein chilenischer Film geschafft: &lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/09/28/apathische_revolutionaere_abgruendige_dienstmaedchen/"&gt;"La Nana"&lt;/a&gt; von Se­bas­tián Silva wurde nicht nur beim Sundance Festival 2009 prämiert, sondern hatte in den USA bis Anfang November bereits knapp 150.000 Dollar &lt;a href="http://www.cooperativa.cl/la-nana-se-convirtio-en-la-pelicula-chilena-mas-vista-en-estados-unidos/prontus_nots/2009-11-03/115616.html"&gt;eingespielt&lt;/a&gt;. Schon deswegen fand Regisseur Silva, sein Werk habe verdient, als chilenischer Kandidat für den besten ausländischen Film der Oscar-Akademie ins Rennen zu gehen. Aber die zuständige Jury &lt;a href="http://latercera.com/contenido/726_196414_9.shtml"&gt;nominierte&lt;/a&gt; Miguel Littins "Dawson - Isla 10", und seitdem gibt es viel böses Blut unter Chiles Cineasten.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Silva versuchte Littin mit einem nächtlichen Telefonat davon zu über­zeu­gen, seinen Film zurückzuziehen, der war selbstverständlich &lt;a href="http://www.vmasv.cl/cultura-y-espectaulos/cultura/10235-miguel-littin-me-gustaria-mucho-que-sebastian-silva-me-amenazara-personalmente.html"&gt;tief ge­kränkt&lt;/a&gt;, und mancher unterstellte der Jury, sich vor einen politischen Kar­ren spannen zu lassen. Dabei bedurfte es gar keiner Einflussnahme von oben, um "Dawson" durchzusetzen, den Film, der von dem Lager erzählt, das die Militärs nach dem Putsch von 1973 für hochrangige Politiker der Unidad Popular auf einer patagonischen Insel einrichteten. Der Film ist &lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/09/28/apathische_revolutionaere_abgruendige_dienstmaedchen/"&gt;alles andere als herausragend&lt;/a&gt;, aber Oscar-Juroren sind eben leichter mit groß angelegten Dramen und Durchhaltegeschichten zu beeindrucken, als mit kleinen, psychologisch exakten Gesellschaftsstudien.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwHlalEAXkI/AAAAAAAABsI/mmCSJaJjyNE/s1600/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 251px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwHlalEAXkI/AAAAAAAABsI/mmCSJaJjyNE/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5404853272609578562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Wie auch immer - an dieser Stelle sei jedenfalls eine schöne neue Web­site emp­fohlen: &lt;a href="http://www.cinechile.cl/"&gt;"Cine Chile"&lt;/a&gt;, die "Enzyklopädie des chilenischen Films" hat sich zur Aufgabe gemacht, ein möglichst komplettes und über­sicht­li­ches Archiv aus technischen Daten, Kritiken, Interviews und Trai­lern bereitzuhalten. Das hat der chilenische Film auch längst verdient, der in den vergangenen beiden Jahrzehnten mehrere Dutzend Premieren junger Regisseure erlebte - auch dank vergleichsweise üppiger Förderung durch die staatliche BancoEstado. Darunter war viel Seichtes und auch hand­werk­lich Schlechtes, aber mit der Zeit kristallisieren sich Namen und Ge­sich­ter heraus, die eine spannende eigene Sprache sprechen. Wer sich für den chilenischen Film interessiert, für den ist "Cine Chile" ganz gro­ßes Kino.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8718348799132371709?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8718348799132371709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/das-hat-bislang-noch-kein-chilenischer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8718348799132371709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8718348799132371709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/das-hat-bislang-noch-kein-chilenischer.html' title='Böses Blut im Kino'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SwHlalEAXkI/AAAAAAAABsI/mmCSJaJjyNE/s72-c/a1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2628364652901505348</id><published>2009-11-14T06:51:00.001-08:00</published><updated>2009-11-14T07:25:17.419-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Politik mit Streifen</title><content type='html'>&lt;div  align="justify" style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Einen Monat vor den chilenischen Präsidenten- und Parlamentswahlen am 13. De&amp;shy;zem&amp;shy;ber darf im Wahlkampf endlich geworben werden. Nach­dem verfrühte Pla&amp;shy;ka&amp;shy;te diesmal recht konsequent abgehängt wurden, ta­pe­zieren die Teams der Kan&amp;shy;di&amp;shy;da&amp;shy;ten und Parteien seit Freitagmorgen Straßen und Plätze. Mit echter Span&amp;shy;nung dagegen haben die Chilenen die &lt;em&gt;franja electoral&lt;/em&gt; erwartet, die epischen &lt;a href="http://www.lanacion.cl/frei-arrate-meo-y-pinera-estrenaron-franja-televisiva/noticias/2009-11-13/222731.html"&gt;TV-Spots&lt;/a&gt;, die ab jetzt Tag für Tag aus­ge­strahlt werden, und in die die jeweiligen Teams viel Kreativität und noch mehr Geld investieren. Die Popularität der &lt;em&gt;franja&lt;/em&gt; geht auf das Jahr 1988 zurück, als das Plebiszit über die Verlängerung der Pinochet-Herr­schaft den Chilenen zum ersten Mal in ihrer Geschichte politische Fern­seh­wer­bung be&amp;shy;scher&amp;shy;te - die im Fall des "No" so gut gemacht war, dass der Erfolg der An&amp;shy;ti-Pinochet-Kampagne zum Teil auch auf ihr Konto ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier die ersten vier je fünfminütigen "Streifen" zur anstehenden Wahl: Op&amp;shy;po&amp;shy;si&amp;shy;tions&amp;shy;kandidat Sebastián Piñera, der in den Umfragen mit knapp vierzig Prozent führt, hat sich kurzerhand die Farben und Ideen der regierenden Concertación angeeignet, die seinerzeit einen Regenbogen im Logo führte. Bei Piñera ist es ein hübscher bun&amp;shy;ter Stern aus Blumen oder Häkelgarn, der die behauptete Diversität seiner Re&amp;shy;gie&amp;shy;rung unterstreichen soll, den Soundtrack liefern Straßenmusikanten. Der Rest ist Inszenierung: Piñera zutiefst nachdenklich im Kreise seiner Think-Tanker, Piñera oba&amp;shy;ma-gleich als Redner vor Tausenden, der mit einem Blick gen Himmel um "Gottes Hilfe" für sein Projekt bittet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nXRHLtx77Oc&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/nXRHLtx77Oc&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Konkurrent Eduardo Frei (Concertación) macht eine rührende Ge­schich­te den Anfang: von einer jungen Frau, die als Schülerin schwan­ger wird, die Schule abbrechen muss und dann, als Prä­ze­denz­fall, doch noch ihre Ausbildung beenden darf. Was wohl als Exem­pel dafür herhalten soll, dass Chile unter der Con&amp;shy;cer&amp;shy;ta&amp;shy;ción immer so­zia­ler wird und die Politik immer nah an den Menschen bleibt. Auch Freis Kampagne spielt mit bunen Farben, hier in Form eines Pfeils, der in den un­ter­schied­lichs­ten Zusammenhängen auftaucht - sogar beim Vorspiel eines Lie­bes­paars. Solche Einfälle sollen das dröge Image Freis aufpeppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="340" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uq_COmDwqzE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/uq_COmDwqzE&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Marco Enríquez-Ominami ("MEO"), dem abtrünnigen &lt;em&gt;concertacionista&lt;/em&gt; und Ex-Sozialisten, merkt man, wie schwierig es ist, mit Spaß, aber wenig Geld einen 5-Minuten-Spot kohärent zu füllen. Lustig: MEO lässt sich von einem "Wis&amp;shy;sen&amp;shy;schaftler" im Rahmen eines "Experiments" ohr­fei­gen. Peinlich: die tragende Rol&amp;shy;le von MEOs Frau, der deutsch­stäm­mi­gen Fernsehmoderatorin Karen Dog&amp;shy;gen&amp;shy;wei&amp;shy;ler, die für den Gla­mour-Effekt sorgen soll. Tenor insgesamt: Ich, Ich, Ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="340" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8uu0_eN1thI&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/8uu0_eN1thI&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sympathisch und unprätentiös schließlich die &lt;em&gt;franja&lt;/em&gt; von Jorge Arrate, dem Kan&amp;shy;di&amp;shy;da&amp;shy;ten der außerparlamentarischen Linken. Arrate selbst darf gentlemanlike vor sei&amp;shy;nen häuslichen Bücherwänden sitzen und über Vaterlandsliebe rä&amp;shy;so&amp;shy;nie&amp;shy;ren, ein paar bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen machen Kla&amp;shy;mauk für ihn, unter an&amp;shy;de&amp;shy;rem im Rahmen einer fiktiven Telenovela.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8PNmdUqeigk&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/8PNmdUqeigk&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den kommenden Wochen werden diese Spots immer weitergesponnen werden, die Strategen der einzelnen Kommandos werden ihre Tage damit verbringen, die Produkte der Konkurrenz zu analysieren und an allen verfügbaren Schräubchen des eigenen zu drehen. Ob und wie sehr die &lt;em&gt;franja&lt;/em&gt; den Wahlausgang beeinflusst, ist offen - dass die Chilenen unbändig neugierig auf ihre "Streifen" sind, kann keiner verhehlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2628364652901505348?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2628364652901505348/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/einen-monat-vor-den-chilenischen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2628364652901505348'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2628364652901505348'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/einen-monat-vor-den-chilenischen.html' title='Politik mit Streifen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4207823215852596923</id><published>2009-11-08T17:03:00.000-08:00</published><updated>2009-11-08T17:11:36.083-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>Glos und die Generäle</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SvdrLIw9WvI/AAAAAAAABr4/t2PlUmQa4JU/s1600-h/glos.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SvdrLIw9WvI/AAAAAAAABr4/t2PlUmQa4JU/s400/glos.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5401904117129763570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Michael Glos hält den "Bolivarismus" von Hugo Chávez für eine Be­dro­hung - nicht, weil Chávez gerade erklärt hat, dass er &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=cPxfzRZMfCc"&gt;nur drei Mi­nu­ten zum Duschen&lt;/a&gt; braucht, sondern weil er "seine Ideen auch in anderen la­tein­ame­ri­kanischen Län­dern finanziert". Der ehemalige Bun­des­wirt­schafts­minister ist gerade mit einer De­le­ga­tion der &lt;a href="http://www.hss.de/"&gt;Hanns-Seidel-Stiftung&lt;/a&gt; zu Besuch in Chile. Dem &lt;a href="http://www.mer.cl/modulos/catalogo/Paginas/2009/11/07/MERSTIN008AA0711.htm?idnoticia=C21802820091107"&gt;Mercurio&lt;/a&gt; hat er ein kleines Interview gegeben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;El Mercurio: Und wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in der Region?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michael Glos: Was das betrifft, ist Chile ein vorbildliches Land. Ich weiß, dass die Generäle sich selbst in wirtschaftlichen Dingen für nicht allzu kompetent hielten und deshalb Experten ins Land geholt haben. Das hat dazu geführt, dass die Wirtschaft hier eine sehr positive Entwicklung durchgemacht hat, dass Chile in der Region führend ist. Natürlich ent­schuldigt das nicht, dass es in diesem Land Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen gegeben hat. Aber es ist auch eine Tat­sa­che, dass hier die Basis dafür gelegt wurde, dass Chile heute eine Vor­bild­funk­tion für die gesamte Region innehat.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Merke: Nicht nur die Chicago Boys haben den Generälen seinerzeit unter die Arme gegriffen, sondern auch die Hanns-Seidel-Stiftung, für die der Staatsrechtler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Blumenwitz"&gt;Die­ter Blumenwitz&lt;/a&gt; nach 1979 Chile reiste. Er leistete den Generälen Schüt­zen­hilfe bei der Ausarbeitung der am 11. September 1980 mit einem frag­wür­di­gen &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Plebiscito_Nacional_de_1980_%28Chile%29"&gt;Ple­bis­zit&lt;/a&gt; verabschiedeten und (mit Mo­di­fi­ka­tionen) bis heute gül­ti­gen &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Constituci%C3%B3n_Pol%C3%ADtica_de_la_Rep%C3%BAblica_de_Chile_de_1980"&gt;Verfassung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4207823215852596923?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4207823215852596923/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/michael-glos-halt-den-bolivarismus-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4207823215852596923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4207823215852596923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/michael-glos-halt-den-bolivarismus-von.html' title='Glos und die Generäle'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SvdrLIw9WvI/AAAAAAAABr4/t2PlUmQa4JU/s72-c/glos.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6722736600572621047</id><published>2009-11-05T20:24:00.001-08:00</published><updated>2009-11-05T21:20:58.600-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><title type='text'>Alerce Andino</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" height="300" width="400"&gt; &lt;param name="flashvars" value="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622743816642%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622743816642%2F&amp;amp;set_id=72157622743816642&amp;amp;jump_to="&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"&gt; &lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622743816642%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622743816642%2F&amp;amp;set_id=72157622743816642&amp;amp;jump_to=" height="300" width="400"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;a class="etuefmzllfdeetlzizqb" href="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Alerce, der namensgebende Baum des 20 Kilometer östlich von Puerto Montt gelegenen Nationalparks &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.gochile.cl/spa/guide/chilenationalparks/alerceandino/alerce-andino-1.asp"&gt;Alerce Andino&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, ist keine Lärche, wie der Name andeutet, den europäische Botaniker ihr einst gaben. "&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Patagonische_Zypresse"&gt;Patagonische Zypresse&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;" ist die korrektere deutsche Bezeichnung des riesigen, sehr langsam wachsenden Baumes, der bis zu 50 Meter hoch und - aufgepasst! - über 3000 Jahre alt werden kann.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Chile findet man ihn nur noch in Nationalparks und abgelegenen Bergregionen, sein rötliches, feinmaseriges Holz, das sehr feuchtigkeitsunempfindlich ist, war einfach zu begehrt. Jetzt steht die Alerce neben einer Handvoll anderer Baumarten im Anhang I des &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.cites.org/"&gt;CITES&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;-Artenschutz-Abkommens: Jeglicher kommerzielle Handel ist streng verboten. Auch in Chile darf niemand eine Alerce fällen - wie man hört, verleiten die astronomischen Preise, die sich mit dem Holz erzielen lassen, manche Menschen dennoch dazu. Eine effektive Kontrolle durch den Staat ist aufgrund der Weitläufigkeit und Unzugänglichkeit des Verbreitungsgebiets kaum möglich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Um die erste große Alerce in "unserem" Nationalpark zu Gesicht zu bekommen, muss man mehrere Kilometer weit über eine schmale Holperpiste fahren und dann noch eine Stunde laufen. Die nächsten lebenden Exemplare finden sich erst viel weiter oben zwischen den Bergen. Aber auch sonst gibt es unzählige endemische Pflanzen des &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Valdivian_temperate_rain_forests"&gt;Valdivianischen Regenwalds&lt;/a&gt; zu bestaunen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6722736600572621047?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6722736600572621047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/alerce-andino.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6722736600572621047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6722736600572621047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/11/alerce-andino.html' title='Alerce Andino'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1040637259708736454</id><published>2009-10-29T18:54:00.001-07:00</published><updated>2009-10-29T21:29:31.215-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fernsehen'/><title type='text'>Meine Zeit mit Elisa</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4by1E5I/AAAAAAAABrY/VS1xfKs0jaU/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4by1E5I/AAAAAAAABrY/VS1xfKs0jaU/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398211635774296978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4iutg4I/AAAAAAAABrg/uJg7tT3FkXE/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4iutg4I/AAAAAAAABrg/uJg7tT3FkXE/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398211637636072322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4waXrqI/AAAAAAAABro/KcCEGvBaYLs/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4waXrqI/AAAAAAAABro/KcCEGvBaYLs/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398211641308851874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Uff. Jetzt ist er doch tot, mausetot. Mit Schlafmittel betäubt und dann ein Schuss in den offenen Mund. Dabei wollte Bruno Alberti sich doch zusammen mit Consuelo, seiner Frau, der Polizei stellen. Dumm nur, dass Consuelo ihn im Verdacht hatte, seine Haut als Kronzeuge gegen sie retten zu wollen. Schließlich hatte sie ihre Nichte Elisa erschossen und nicht Bruno, der erst eine Affäre mit der Min&amp;shy;der&amp;shy;jäh&amp;shy;ri&amp;shy;gen anfing und sie dann wochenlang in einem abgelegenen Som&amp;shy;mer&amp;shy;haus gefangen hielt. Gestorben wäre Alberti in dieser Nacht aber allemal, denn sein rachsüchtiger Schwager Raimundo, Elisas Vater, und Nicolás, Raimundos Freund und Geschäftspartner, wollten ihn ebenfalls töten. Letzterer, weil er in Bruno den Mörder seiner Freundin Juanita zu erkennen glaubte, derselben Juanita, mit der Raimundo kurz zuvor seine Frau Francisca betrogen hatte, die dafür eine heimliche Beziehung mit Camilo einging, dem Kriminalkommissar, der schließlich die sterbende Elisa fand.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Kompliziert? Ja, aber nur ein winziger Ausschnitt von &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://teleseries.tvn.cl/dondeestaelisa/2009/"&gt;"¿Dónde está Elisa?"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, meiner &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;telenovela&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Meiner &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;novela!&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Als eine von S. Kolleginen im vergangenen Mai nach Deutschland zurückging, hinterließ sie uns ihren Fernseher. Kurz darauf begann mein heroischer Selbstversuch: eine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;telenovela&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; von Anfang bis Ende durch&amp;shy;zu&amp;shy;ste&amp;shy;hen. Genau genommen habe ich den Anfang verpasst, aber das macht nichts, denn "¿Dónde está Elisa?" hatte bis jetzt um die hundert Folgen. Von Montag bis Donnerstag, pünktlich um 22 Uhr, gab es eine halbe Stunde Intrigen, Leidenschaft, Geheimnisse und Gewalt, zuzüglich Werbepausen. Und einen Plot, der sich, dem Genre entsprechend, wie ein riesiger Kaugummi in die Länge zog. Handlungsstränge, die auf falsche Fährten führten, im Nichts endeten, nach Wochen wieder aufgenomen wurden, Nebendarsteller, die plötzlich autauchten, um ebenso plötzlich wieder zu verschwinden. Die Frage, wo Elisa wohl sei, war nach der Hälfte schon beantwortet, aber nicht die Frage nach dem Täter und unendlich viele Fragen mehr.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dass ich trotzdem durch&amp;shy;ge&amp;shy;hal&amp;shy;ten habe, hat mehrere Gründe. Zuallererst eine Por&amp;shy;tion Narzissmus: Wenn man als Ausländer zu verstehen gibt, dass man die derzeit beliebteste &lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;novela&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; regelmäßig sieht&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, wenn man mit Detailwissen und Theorien über die weitere Entwicklung der Handlung aufwarten kann, schlägt einem Un&amp;shy;gläu&amp;shy;big&amp;shy;keit, aber auch Bewunderung entgegen. Vielleicht hat mancher mich auch für verrückt gehalten, aber das war es wert. Denn man kann die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;novela&lt;/span&gt; ja auch auf einer Metaebene als Spiegelbild der Gesellschaft lesen, in die man da eintaucht. Nicht als reales Spiegelbild, sondern als eines, das die kollektive Selbst&amp;shy;wahrnehmung, aber auch Mythen über die eigene Identität repräsentiert. Spä&amp;shy;tes&amp;shy;tens wenn man mit Chilenen die vergangenen Folgen, die Charaktere und die Glaubwürdigkeit der Story analysiert, ist ohne Belang, ob das Ding ein halbindustrielles Erzeugnis zur Schaffung eines erstklassigen Werbeumfelds ist. Sag mir, was du über "Elisa" denkst, und ich weiß schon eine ganze Menge über dich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Und dann dieser Lindenstraßen-Effekt. "¿Dónde está Elisa?", eine Produktion des staatlichen Senders &lt;a href="http://www.tvn.cl/"&gt;TVN&lt;/a&gt; mit preisgekröntem Drehbuchautor, begabten Schau&amp;shy;spie&amp;shy;lern und experimentierfreudigen Regisseuren, hat ein paar Themen in Um&amp;shy;lauf gebracht, über die man in Deutschland vielleicht lächeln würde - zu Un&amp;shy;recht, denn der erste schwule Kuss in einer deutschen TV-Produktion ist auch noch keine zwanzig Jahre alt. "Elisa" hat nun unter anderem das Verdienst, erstmals Schwule als ganz normale Menschen zu zeigen (auch wenn ihr Leben nur aus Problemen besteht, denn Ignacio, der Ehemann von Olivia, Raimundos Schwester, hat sich nie geoutet und musste sich ausgerechnet in Javier verlieben, Olivias Ex aus Studentenzeiten, der nach einem längeren Aufenthalt in New York als offener &lt;span style="font-style: italic;"&gt;gay &lt;/span&gt;zurückgekehrt ist). Keine affektierten Tunten mit abgespreizten Fingern, die bislang das offizielle Abbild des gewöhnlichen Homosexuellen im Fernsehen waren, dafür ein Kuss in einer Schwulendisco an Heiligabend. Nicht übel.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Überhaupt kann man Hoffnung haben, dass das relativ neue Genre der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;telenovela nocturna,&lt;/span&gt; der anspruchsvolleren Schwester jener seichten Nachmittagsserien, die längst auch in ARD und ZDF Einzug gehalten haben, irgendwann die Plastikwelt der Schönen und Reichen verlässt, in der sie jetzt noch zuverlässig angesiedelt ist. Das wäre wirklich eine spannende Entwicklung - wenn sich die Chilenen allabendlich selbst zu Gesicht bekämen und nicht nur Menschen wie den "Vorsitzenden eines der bedeutendsten Konzerne des Landes" (die Figur Raimundo laut TVN). Für die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;novela&lt;/span&gt;, die "Elisa" nahtlos ablösen wird, gilt das nicht, es handelt sich um eine Vampirsaga, die im ländlichen Chile des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist. Darin geht es um - klar: Intrigen, Leidenschaft, Geheimnisse und Gewalt. Ich für meinen Teil schalte dann mal ab.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1040637259708736454?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1040637259708736454/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/meine-zeit-mit-elisa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1040637259708736454'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1040637259708736454'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/meine-zeit-mit-elisa.html' title='Meine Zeit mit Elisa'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SupM4by1E5I/AAAAAAAABrY/VS1xfKs0jaU/s72-c/a2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7290515717573325716</id><published>2009-10-24T22:10:00.000-07:00</published><updated>2009-10-26T07:30:07.359-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Feinste Unterschiede</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eigentlich unterscheiden wir uns überhaupt nicht voneinander. Trotz der gewaltigen Entfernung, trotz Sprache und Geschichte und aller weiteren kulturellen Nuancen, die wir nicht teilen, fällt es kaum einem Deutschen schwer, sich in Chile zurechtzufinden. Man isst hier weder Hunde noch Insekten, niemand muss sich das Gesicht verhüllen, und wer den Kopf schüttelt, meint tatsächlich "nein".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Trotzdem stößt man immer wieder mal auf kleinste Differenzen, die signalisieren: Hier tickt dieses Land ein bisschen anders, hier hat sich eine abweichende Kulturtechnik etabliert. Glücklicherweise besitzen diese Dinge nicht genügend Tiefgang, um die gegenseitige Toleranz ernsthaft auf die Probe zu stellen. Kleinere Reibungsverlsute sind dennoch nicht ausgeschlossen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Und ich hatte so einen Hunger", stöhnt S., als sie von einer Einladung zum Kuchen bei einer Kollegin zurückkommt. Dass das Gebäck, das dank teutonischer Einwanderung tatsächlich "Kuchen" heißt, selten so schmeckt wie daheim in Deutschland - geschenkt. Rätselhaft für unsereins ist dagegen die Sitte, Gäste eine gefühlte Ewigkeit mit Smalltalk hinzuhalten, obwohl die Kaffeetafel längst gedeckt im Nebenraum wartet. A propos gedeckt: Beim Frühstück oder am Nachmittag steht in Chile die Tasse vorne und der Teller hinten, also weiter weg vom Essenden (wenn statt Tassen Gläser gedeckt sind, etwa auf dem Mittagstisch, ist dagegen alles "normal"). Warum das so ist, konnte uns bislang noch niemand erklären. Vielleicht mögen Chilenen lieber Krümel im Tee als Tropfen auf dem Brötchen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auch auffällig bei gegenseitigen Besuchen ist nicht etwa die Unpünktlichkeit (eine Disziplin, in der viele Deutsche inzwischen locker mithalten können), sondern die Sache mit den Schuhen. In Deutschland gehört es mittlerweile fast zum guten Ton, sich gleich hinter der fremden Wohnungstür seiner Treter zu entledigen - oder das zumindest anzubieten. In Chile würde man freiwilliges Schuheausziehen unter der Rubrik "Grober Unfug" verbuchen. Weil Füße eben unangenehm riechen, wie man mir auf Nachfrage kategorisch erklärte. Deshalb traut sich auch niemand, auf einer Nachtfahrt im Überlandbus die Zehen frische Luft schnuppern zu lassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Besonders auffällig sind die kleinen Unterschiede im Straßenverkehr. Ein lediglich kurioses Detail: Wer langsamer fahren will als der Hintermann, deutet diesem mit dem Blinker an, er möge doch bitte überholen. Genau wie in Deutschland - nur blinkt man hier links und nicht rechts. Also: "Da sollst du an mir vorbeiziehen" und nicht "Ich bleib hier schön am Rand". Unangenehmer für den Zugewanderten ist die Tatsache, dass man in Chile das Reißverschlussverfahren nicht kennt. Und zwar im Wortsinn: Man kennt das Konzept einfach nicht, dem Verkehrsteilnehmer von der Nebenspur, die etwa an einer Baustelle endet, das Einfädeln zu ermöglichen. Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Sollte es daran liegen, dass hohe Verkehrsaufkommen in Chile noch ein recht junges Phänomen sind? Vielleicht muss nur mal jemand den entsprechenden Begriff in Umlauf bringen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es gibt noch ein paar solcher Kleinigkeiten. Etwa die Art, mit den Fingern zu zählen. Hier fängt niemand bei "eins" mit dem Daumen an - es gibt die Variante "Vom kleinen Finger aufwärts", die gerne unter Zuhilfenahme der anderen Hand gebraucht wird, sowie eine zweite, komplexere, die mit dem Zeigefinger beginnt. Und (das geht dann doch schon in Richtung "Kopfschütteln") um jemanden heranzuwinken, schaufelt man sich nicht Luft ins Gesicht, sondern streckt die Hand aus, Innenseite nach unten, und macht mit den Fingern eine kratzende Bewegung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mir passierte letztens folgendes: &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/01/mein-freund-chany.html"&gt;Mein Freund Chany&lt;/a&gt;, der zurzeit in Santiago bei einem Institut arbeitet, das Methoden der Schul- und Berufsbildung evaluiert, hatte mich gebeten, stellvertretend für ihn auf einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrer in Puerto Montt eine schriftliche Umfrage zu machen. Eigentlich ging es nur darum, Fragebögen zu verteilen und wieder einzusammeln. Das tat ich auch - und verstand nicht, weshalb die Seminarleiterin, eine ältere Dame, so pikiert war. Irgendetwas hatte ich falsch gemacht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nach eingehender Selbstprüfung und Rücksprache mit Santiago fand ich die Lösung. Es war so: Weil man mir den Fragebogen erst kurz vor dem vereinbarten Termin mailte und ich ihn außerdem in großer Zahl kopieren musste, war keine Zeit gewesen, je vier Blätter aneinanderzuheften. Deshalb hatte ich die in einem Konferenzraum versammelten Lehrer gebeten, die vier Stapel durch die Reihen gehen zu lassen und sich jeweils ein Blatt zu nehmen - eine Technik, die man in Deutschland spätestens seit der siebten Klasse beherrscht. Aber hier nicht: "Wir sind da sehr paternalistisch eingestellt", sagt eine chilenische Freundin, "wir erwarten, dass jemand durch den Saal geht und jedem genau das in die Hand drückt, was er braucht."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Deshalb hatte das Verteilen so lange gedauert, hatten manche Teilnehmer so verwirrt gewirkt, hatte ich die Seminarleiterin dabei beobachtet, wie sie, leise fluchend, Blätter austeilte und immer wieder fragte, wem noch dieses oder jenes fehle. Mein Verhalten dagegen war - aus ihrer Sicht - leicht unverschämt: Platzt in die Veranstaltung und lässt andere seine Zettel austeilen. Glücklicherweise beinhaltete der Arbeitsauftrag noch ein längeres mündliches Interview mit mehreren Lehrern, was auch hervorragend funktionierte. Wenn man drüber spricht, geht eben alles.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7290515717573325716?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7290515717573325716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/feinste-unterschiede_24.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7290515717573325716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7290515717573325716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/feinste-unterschiede_24.html' title='Feinste Unterschiede'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7495090031499444093</id><published>2009-10-23T08:16:00.000-07:00</published><updated>2009-10-23T08:33:37.709-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wetter'/><title type='text'>Wetter aktuell</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SuHLIgK8ZhI/AAAAAAAABrA/GX46Ab7Oy5w/s1600-h/screen+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SuHLIgK8ZhI/AAAAAAAABrA/GX46Ab7Oy5w/s400/screen+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5395817175501792786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Endlich hat der Neid ein Ende.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7495090031499444093?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7495090031499444093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/wetter-aktuell.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7495090031499444093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7495090031499444093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/wetter-aktuell.html' title='Wetter aktuell'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SuHLIgK8ZhI/AAAAAAAABrA/GX46Ab7Oy5w/s72-c/screen+Kopie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7950553730463274773</id><published>2009-10-16T19:43:00.000-07:00</published><updated>2009-10-16T22:08:59.436-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kino'/><title type='text'>Musikalische Momente</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object height="225" width="400"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6677976&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=&amp;amp;fullscreen=1"&gt;&lt;embed 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style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gemein wäre es, &lt;a href="http://www.eduardogatti.scd.cl/"&gt;Eduardo Gatti&lt;/a&gt; als One-Hit-Wonder zu bezeichnen, weil kaum jemand ein anderes Lied von ihm kennt als "Los Momentos". Schließlich ist Gatti seit den Sechzigerjahren und bis heute musikalisch aktiv, seinerzeit als Mitglied der legendären &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Los_Blops"&gt;Blops&lt;/a&gt;, einer 1970 gegründeten Progrock-Exklave der &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Nueva_Canci%C3%B3n_Chilena"&gt;Nueva Canción Chilena&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die melancholischen "Momentos" aber trällern chilenische Jugendliche noch heute an jedem Lagerfeuer. Mit einer Coverversion neu belebt haben den Song Philippe Boisier (&lt;a href="http://www.new.facebook.com/pages/icalma/28306919208"&gt;Icalma&lt;/a&gt;) und Daniel Riveros AKA &lt;a href="http://www.myspace.com/gepe"&gt;Gepe&lt;/a&gt;, zwei Vertreter der jungen Musikszene Santiagos, die irgendwo auf dem weiten Feld zwischen Elektromusik und Neofolklore herumexperimentieren. Sie haben "Los Momentos" für den Sound&amp;shy;track von &lt;a href="http://www.turistaslapelicula.cl/"&gt;"Turistas"&lt;/a&gt; eingespielt, den zweiten Spielfilm von Alicia Scher&amp;shy;son, der gerade auf dem &lt;a href="http://www.filmfest-hamburg.de/de/programm/film/Tourists/1974"&gt;Filmfest Hamburg&lt;/a&gt; zu sehen war und heute in Chile angelaufen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7950553730463274773?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7950553730463274773/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/musikalische-momente.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7950553730463274773'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7950553730463274773'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/musikalische-momente.html' title='Musikalische Momente'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7815796295760298097</id><published>2009-10-15T20:49:00.000-07:00</published><updated>2009-10-15T21:50:58.849-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><title type='text'>Auffrischungsarbeiten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv8SZcoZI/AAAAAAAABqQ/yK__4GjT4YA/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv8SZcoZI/AAAAAAAABqQ/yK__4GjT4YA/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5393042897809219986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv8iUTw2I/AAAAAAAABqY/X8vi0zHMNeQ/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv8iUTw2I/AAAAAAAABqY/X8vi0zHMNeQ/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5393042902082634594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv9PbQo-I/AAAAAAAABqg/YXy74azBov0/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv9PbQo-I/AAAAAAAABqg/YXy74azBov0/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5393042914191385570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Puerto Montt stehen die Zeichen auf Frühjahrsputz. Im November legen die ers&amp;shy;ten Kreuzfahrtschiffe an, und auch wenn die Stadt den Touristen aus USA und Europa nicht viel zu bieten hat - aufgeräumt soll's wenigstens sein. Hier und da wird an Dächern und Fassaden das Makeup aufgefrischt, und auch die gelben Straßenränder zieht ein städtisches Expertenteam nach. Der bunte Straßen-Strich erfüllt in Chile einen simplen Zweck: Er markiert auf die einfachste und dabei of&amp;shy;fen&amp;shy;sichtlichste Weise ein Parkverbot. Dass die Spritzmaschine mal ein bisschen da&amp;shy;ne&amp;shy;ben&amp;shy;kleckert, damit muss man leben. Hauptsache, die Farbe ist trocken, wenn die Besucher kommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7815796295760298097?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7815796295760298097/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/auffrischungsarbeiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7815796295760298097'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7815796295760298097'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/auffrischungsarbeiten.html' title='Auffrischungsarbeiten'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Stfv8SZcoZI/AAAAAAAABqQ/yK__4GjT4YA/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6642279062492056434</id><published>2009-10-15T13:07:00.000-07:00</published><updated>2009-10-16T15:29:44.011-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sport'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><title type='text'>¡Santo Ya!</title><content type='html'>&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit dem heutigen &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/1093_191921_9.shtml"&gt;1:0 gegen Ecuador&lt;/a&gt; hat sich die bereits für die WM-Teil­nahme qualifizierte chilenische Nationalmannschaft noch einen run­den Abschluss der &lt;em&gt;eliminatorias &lt;/em&gt;gegönnt. Auf Platz zwei der Liste hat sich die &lt;em&gt;Roja &lt;/em&gt;hochgearbeitet, nur ein hauchdünner Punkt trennt sie von den Brasilianern. Nach zwölf Jahren endlich wieder vom Weltmeistertitel träumen! Natürlich wird jetzt gefeiert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/10/estampa.jpg"&gt;&lt;img src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/10/estampa.jpg" alt="" class="alignnone size-full wp-image-471" height="530" width="361" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Einer, der nach Ansicht vieler Chilenen ein gerüttelt Maß an Ver­ant­wor­tung für diesen Erfolg trägt, ist Trainer Marcelo Bielsa. Dieser Ta­ge dürfte sich der Argentinier kaum auf die Straße wagen: Man würde ihm am liebsten ununterbrochen die Füße küssen dafür, eine junge Mannschaft ohne Stars wie Marcelo Salas oder Iván Zamorano mit liebevoller Strenge und bedingungsloser Hingabe an den Fußball zu einem Team aufgebaut zu haben, das verblüffend gut funktioniert. So groß ist die Hingabe des &lt;em&gt;rosarino,&lt;/em&gt; wie ihn die Presse nach seiner Heimatstadt Rosario gerne nennt, dass man ihn seit August 2007, als er die &lt;em&gt;selección&lt;/em&gt; von Nelson Acosta übernahm, ausschließlich im Trainingsanzug gesehen hat.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jetzt hatten ein paar Fußballfanatiker die hübsche Idee, den &lt;em&gt;Loco Bielsa,&lt;/em&gt; so sein eigentlicher Spitzname, gebührend zu ehren: Sie wollen ihn vom Vatikan zu &lt;a href="http://www.prendeleunavela.cl/"&gt;Chiles Fußballheiligem&lt;/a&gt; erheben lassen. Aber das geht be­kann­termaßen nicht so ohne weiteres, sondern nur unter Vorlage von min­destens drei Wundern. Eines - die Qualifizierung - ist ja schon voll­bracht. Wenn nun (Nr. 2) Chile die Vorrunde übersteht und an­schlie­ßend (Nr. 3) die Weltmeisterschaft für sich entscheidet, kann eigentlich auch der Papst nichts mehr gegen die Kanonisierung vorbringen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aber wenn die Latte so hoch liegt, hat Marcelo Bielsa eigentlich doch nichts zu befürchten. Aber schön gemacht ist die &lt;a href="http://www.prendeleunavela.cl/"&gt;Seite&lt;/a&gt;, auf der die einfachen Ballgläubigen ihrem Idol eine Kerze im Halbdunkel entzünden und ein paar Worte des Dankes - &lt;em&gt;gracias por favor concedido&lt;/em&gt; - widmen können. Die ganz reale &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/688_191919_9.shtml"&gt;Gesetzesinitiative einiger Abgeordneter&lt;/a&gt;, mit der Bielsa im Eilverfahren die chilenischen Staats&amp;shy;bürgerschaft verliehen werden sollte, wurde von ihren Autoren gestern klein&amp;shy;laut wieder zu­rück­gezogen - zu viele Kollegen hatten für derartigen Op&amp;shy;por&amp;shy;tu&amp;shy;nismus nur Spott übrig gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="hepdrtmuxpgpwdgtwhxt" href="http://www.youtube.com/v/bxNU-scsyTc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6642279062492056434?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6642279062492056434/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/santo-ya.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6642279062492056434'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6642279062492056434'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/santo-ya.html' title='¡Santo Ya!'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7099716889240575033</id><published>2009-10-09T22:01:00.000-07:00</published><updated>2009-10-10T08:24:38.095-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><title type='text'>Zeit der Überraschungen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der chilenische Wahlkampf läuft inzwischen auf Hochtouren und bringt manche Überraschung mit sich. Etwa die, dass nach einhelliger Meinung der meisten Be&amp;shy;ob&amp;shy;ach&amp;shy;ter &lt;a href="http://www.jorgearrate.cl/"&gt;Jorge Arrate&lt;/a&gt;, der Kandidat der außerparlamentarischen Linken, die erste Fern&amp;shy;seh&amp;shy;de&amp;shy;bat&amp;shy;te der verbliebenen vier Kandidaten eindeutig für sich entschieden hat. Das wird dem silberhaarigen Ex-Sozialisten zwar nicht in den Prä&amp;shy;si&amp;shy;den&amp;shy;ten&amp;shy;pa&amp;shy;last verhelfen - die besten Umfragewerte für ihn liegen bei vier Prozent der Stimmen -, aber der linken Sache schadet es gewiss nicht. Arrate, der von den Kommunisten und den "allendistischen" Sozialisten unterstützt wird, punktete mit sicherem, entspanntem und humorvollem Auftreten, aber auch mit glasklaren Aussagen zum größten Skandalon im Chile von heute: der abgrundtiefen sozialen Ungleichheit, die allen löblichen Gesundheits- und Rentenreformen zum Trotz das Land spaltet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-0_QooFGYeA&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/-0_QooFGYeA&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Im Mittelfeld bewegten sich &lt;a href="http://www.marco2010.cl/"&gt;Marco Enríquez-Ominami&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/meo-macht-ernst.html"&gt;Querschläger&lt;/a&gt; aus den Reihen der Sozialistischen Partei, dessen jugendlich-rebellisches Image unter dem stark reglementierten TV-Format litt, und Ex-Präsident &lt;a href="http://www.efrei.cl/"&gt;Eduardo Frei&lt;/a&gt;, Kandidat der regierenden Concertación, bei dem man nicht genau weiß, ob man seinen Habitus als empathiearm oder cool bezeichnen soll. Vermutlich wüsste er es selbst nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Aus Sicht der Zuschauer klarer Verlierer war hingegen &lt;a href="http://pinera2010.cl/"&gt;Sebastián Piñera&lt;/a&gt;, der für die rechte Alianza por Chile Präsident werden und das rechte Trauma überwinden will, seit 50 Jahren keine Wahl mehr gewonnen zu haben. "Sebastián Piñera, Presidente 2010-2014" steht über seiner Kampagnenwebsite, aber so sicher kann er sich des Erfolgs nicht sein, allen Abnutzungserscheinungen der Concertación zum Trotz. Piñera war schlecht gekleidet, drosch Phrasen und zeigte Nerven. Letzteres hatte auch damit zu tun, dass Transparency International am selben Tag seinen "Global Corruption Report 2009" vorgestellt hatte, und er selbst, also Piñera, im von &lt;a href="http://www.chiletransparente.cl/index.html"&gt;Chile Transparente&lt;/a&gt; (CT) verfassten Länderkapitel namentlich auftauchte - als Unternehmer, der 2006 ein dickes Aktienpaket der Flug&amp;shy;ge&amp;shy;sell&amp;shy;schaft LAN möglicherweise auf der Grundlage von Insiderinformationen gekauft hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Frei schmierte das seinem Konkurrenten ungerührt aufs Brot - direkt vor dem Werbeblock. Der Geschmähte konnte sich erst viel später verteidigen, und auch das gelang ihm nur mit Mühe. Für Chile Transparente hatte die Geschichte freilich ein Nachspiel: Piñera schoss in den Folgetagen aus allen Rohren zurück, und der Vorstand von CT entschied schließlich nach einer Sondersitzung, sich von den Aussagen des eigenen Berichts teilweise zu distanzieren. Begründung: Für den Text seien allein dessen Autoren verantwortlich. Alles in allem ein eher undurchsichtiger Vorgang und insofern kein Ruhmesblatt für die NGO.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Inzwischen hat sich Sebastián Piñera freilich als wahrer Erbe des Widerstands gegen Pinochet geoutet. In einem Video auf seinem Youtube-Kanal be&amp;shy;glück&amp;shy;wünsch&amp;shy;te er sich und seine Mitbürger zu 21 Jahren "No" - am 5. Oktober 1988 war Pinochet daran gescheitert, sich per Plebiszit acht weitere Jahre an der Macht zu halten. Richtig ist, dass Piñera aus einer zutiefst christdemokratischen Familie kommt, genauer: Sein Vater José war einer der Gründer der chilenischen Christdemokraten. Richtig ist auch, dass Sebastián damals offen bekannte, gegen die Fortführung der "Militärregierung" zu stimmen. Dennoch ist die Verklärung seiner Vergangenheit, die der Kandidat der Rechten betreibt, doppelt absurd. Links von ihm nimmt sie ihm keiner ab, rechts von ihm (wo noch viel Raum bis zum Ende des Spektrums ist), rümpft man die Nase.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Vollends absurd wird es, wenn Piñera als Beweis seiner Affinität zum "No" ein wenige Sekunden langes Video zeigt, auf dem er am Rande einer Demonstration zu sehen ist. Um was für eine Demo es sich genau handelt, erfährt man nicht, auch nicht, warum der junge Mann sich entgegen den anderen De&amp;shy;mons&amp;shy;tra&amp;shy;tions&amp;shy;teil&amp;shy;nehmern bewegt, und schon gar nicht, warum er ein so gänzlich un&amp;shy;op&amp;shy;po&amp;shy;si&amp;shy;tio&amp;shy;nel&amp;shy;les Outfit zur Schau trägt (weißes Hemd und Blouson, Kurz&amp;shy;haar&amp;shy;schnitt und Sonnenbrille). So liefen damals doch Spitzel herum, sagen alle unisono, und auch wenn man das Piñera nicht unterstellen möchte - vielleicht ist es ein Augenzwinkern in Richtung seiner rechten Unterstützer, die subtile Andeutung, seine Rolle könnte damals ja, rein theoretisch natürlich, eine ganz andere gewesen sein? Wer weiß.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jk-vxARoZh0&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/jk-vxARoZh0&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7099716889240575033?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7099716889240575033/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/zeit-der-uberraschungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7099716889240575033'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7099716889240575033'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/zeit-der-uberraschungen.html' title='Zeit der Überraschungen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4555528783982842283</id><published>2009-10-04T21:41:00.000-07:00</published><updated>2009-10-04T21:44:09.115-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Cantora</title><content type='html'>&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als in diesem Jahr der zweite Teil ihres Doppelalbums &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Cantora"&gt;"Cantora"&lt;/a&gt; he­raus­kam, ging es der &lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/dank-an-das-leben/"&gt;gestern verstorbenen Mercedes Sosa&lt;/a&gt; ge­sund­heit­lich schon lange nicht mehr gut. Vielleicht war ihr bewusst, dass die 35 Studioaufnahmen ihre letzten sein würden. Jeden Titel hat sie ge­mein­sam mit einem oder mehreren befreundeten Künstlern produziert - ein Tribut an die jüngeren Generationen und gleich­zei­tig deren Lie­bes­er­klä­rung an die große Sängerin aus Tucumán.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Deren letzte Version von Silvio Rodríguez' Lied "La Maza" ist (nach dem Original) vielleicht die beste. Sosa singt zusammen mit Shakira: zwei denk­bar ungleiche Frauen, zwei Stimmen, zwischen denen hörbar Jahr­zehn­te liegen - eine Kombination, die Gänsehaut macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QS092IK35KA&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/QS092IK35KA&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4555528783982842283?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4555528783982842283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/cantora.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4555528783982842283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4555528783982842283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/cantora.html' title='Cantora'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8727194598989354281</id><published>2009-10-01T21:22:00.001-07:00</published><updated>2009-10-01T22:54:20.306-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><title type='text'>Dumm gebohrt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SsWFhUdcFfI/AAAAAAAABpo/3Z8X64xdTQ4/s1600-h/tatio.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 267px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SsWFhUdcFfI/AAAAAAAABpo/3Z8X64xdTQ4/s400/tatio.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5387859336693028338" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Geysirfeld El Tatio in der Atacamawüste ist von lunarer Schönheit. Aus vielen kleinen Kratern brodelt oder schießt heißes Wasser in die Höhe. Manche Geysire sind ständig aktiv, manche unregelmäßig, andere brechen mit großer Pünktlichkeit im Abstand von wenigen Minuten aus. Seit zwei Wochen hat die auf über 4.000 Metern gelegene Touristenattraktion etwas ganz Spektakuläres im Angebot: eine 60 Meter hohe und an der Austrittsstelle zwei Meter breite Dampffontäne.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;So richtig froh ist freilich niemand über den Riesen, denn der erzeugt viel Krach und lässt die übrigen Geysire versiegen. Und er ist menschengemacht: Die Dampfsäule tritt aus einer Probebohrung des Unternehmens Geotérmica del Norte (GDN) aus, an dem vor allem der italienische Energiekonzern ENEL und die staatliche chilenische Ölfördergesellschaft ENAP beteiligt sind. GDN experimentiert seit Ende 2008 trotz aller Proteste von Umweltaktivisten und Bewohnern der Atacama in unmittelbarer Nähe des Geysirfeldes herum. Geplant ist die Errichtung eines Geothermiekraftwerks, das rund 40 Megawatt erzeugen soll.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auch wenn die Verantwortlichen für das ökologische und touristische Desaster dessen Tragweite kleinreden - die öffentliche Akzeptanz geht inzwischen gegen Null. Der Consejo de Pueblos Atacameños, in dem die indigenen Bewohner der umgebenden Dörfer organisiert sind, will &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://lanacion.cl/noticias/site/artic/20090929/pags/20090929213311.html"&gt;rechtliche Schritte&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; gegen das Unternehmen einleiten. Der Rat der Ureinwohner spricht von einem "Attentat auf das Leben", Flora und Fauna  des einzigartigen Ökosystems seien gefährdet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am Donnerstag hat die regionale Umweltkommission (Corema) die sofortige und unbefristete Einstellung der Probebohrungen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.latercera.com/contenido/680_188409_9.shtml"&gt;gefordert&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Die GDN soll bis Mitte Oktober eine Lösung für das von ihr geschaffene Problem präsentieren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Flavia Liberona, Direktorin der Umweltstiftung Fundación Terram, lässt selbstredend &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.terram.cl/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=4595"&gt;kein gutes Haar&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; an dem Projekt und seinen dampfenden Kol­la­te­ral­schä­den - vor denen nicht wenige vergeblich gewarnt hatten. Natürlich hat sie Recht. Problematisch ist allerdings, wenn sie betont, alle zuständigen Behörden ließen sich "für nur 40 MW" Leistung kleinkriegen. Denn normalerweise kritisieren Organisationen wie Terram oder Greenpeace Chile genau das Gegenteil, nämlich Megaprojekte wie die geplanten &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/02/kulturlandschaften.html"&gt;Staudämme &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;in &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/oko-kolonialismus.html"&gt;Patagonien&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Da wird dann gerne argumentiert, Chiles Energiebedarf müsse durch viele kleine, dezentrale Projekte gedeckt werden. Auch wenn sich das Tatio-Debakel nicht rechtfertigen lässt - man muss seine eigenen strategischen Aussagen auch ernst nehmen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hier noch ein paar Tatio-Bilder aus dem eigenen Fundus:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="300" width="400"&gt; &lt;param name="flashvars" value="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622373917643%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622373917643%2F&amp;amp;set_id=72157622373917643&amp;amp;jump_to="&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"&gt; &lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622373917643%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157622373917643%2F&amp;amp;set_id=72157622373917643&amp;amp;jump_to=" height="300" width="400"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;a class="zcyqdolxrdggooejqhql" href="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foto oben: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" rel="cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/efrei/"&gt;http://www.flickr.com/photos/efrei/&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; / &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/"&gt;CC BY 2.0&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8727194598989354281?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8727194598989354281/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/g-g-g.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8727194598989354281'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8727194598989354281'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/10/g-g-g.html' title='Dumm gebohrt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SsWFhUdcFfI/AAAAAAAABpo/3Z8X64xdTQ4/s72-c/tatio.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-5841530053421685989</id><published>2009-09-26T22:12:00.000-07:00</published><updated>2009-09-27T20:56:20.012-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kino'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Apathische Revolutionäre, abgründige Dienstmädchen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Schade. &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.dawsonlapelicula.cl/es_home.php"&gt;"Dawson - Isla 10"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, Miguel Littíns Film über das Konzentrationslager, das Pinochets Junta für hochrangige Politiker der Unidad Popular auf einer patagonischen Insel einrichtete, enttäuscht die Erwartungen. Und die waren hoch, denn noch gibt es nicht viele Filme, die die dramatischen Ereignisse rund um den Putsch von 1973 erzählen. Außerdem ist Littín so etwas wie der Altmeister des chilenischen Films und ein einsamer dazu - zwischen ihm und den vielen Jungfilmern, die heute dank einer vergleichsweise generösen Förderung ein Debüt nach dem anderen abliefern, klafft eine große, leere Lücke.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sr8CUEhzzkI/AAAAAAAABoc/ippRjkMA4QA/s1600-h/dawson_island.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sr8CUEhzzkI/AAAAAAAABoc/ippRjkMA4QA/s400/dawson_island.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5386026223194590786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Leider ist Littín, was Erzähltechniken und Experimentierfreude angeht, auch irgendwo in den Siebzigern hängen geblieben. "Dawson - Isla 10", der auf dem autobiografischen Buch des ehemaligen Häftlings Sergio Bitar beruht, ist ein Film ohne jede Überraschung, eine Aneinanderreihung von Begebenheiten, die Bitar tagebuchartig aufgeschrieben hat, letztlich ein Kostümfilm, dessen Ende man schon vorher kennt. Langeweile im Kino ist da programmiert, auch wenn viele Chilenen es vielleicht als bewegend empfinden, wenn den großen Namen der Unidad Popular (wie José Tohá, Orlando Letelier, Clodomiro Almeyda) auf der Leinwand neues Leben eingehaucht wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Littín zeigt sorgfältig komponierte, am Originalort gedrehte Bilder, aber es gelingt ihm nicht im Geringsten, eine realistische Stimmung des Lagerlebens zu zeichnen. Da stecken fünfzig Männer in einer Häftlingsbaracke, die gerade eben noch leidenschaftlich Politik gemacht haben, die man gewaltsam aus einer der dramatischsten Phase der chilenischen Geschichte gerissen hat - aber sie schlurfen apathisch, ja autistisch herum, als verbrächten sie schon Jahre in der Isolation. Nur einmal gibt es Streit um irgendeine Lappalie, und plötzlich stehen sich Sozialisten, Kommunisten und Miristas hasserfüllt gegenüber und raufen wie die Schuljungen. Mit einem derart simplen Dreh werden schnell auch noch die ideologischen Verwerfungen innerhalb der verhinderten Revolutionäre abgehakt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Absolut erfreulich und sehendswert ist dagegen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.lananalapelicula.cl/"&gt;"La Nana"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, ein Film von Sebastián Silva, der auf dem &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://festival.sundance.org/2009/film_events/films/maid"&gt;Sundance Festival 2009&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; den Großen Preis der Jury in der Kategorie "World Cinema Dramatic" erhielt. Eine vollkommen verdiente Auszeichnung, denn Silvas psycho- und soziologische Studie setzt neue Maßstäbe des Realismus im chilenischen Film, der traditionell zu Stilisierungen neigt. "La Nana" ("The Maid" auf englisch, obwohl die Bezeichung für die chilenischen Hausmädchen an das englische "Nanny" angelehnt ist) seziert den Alltag einer Hausangestellten, die seit mehr als zwanzig Jahren in einer Familie der chilenischen Upper-Class lebt. Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;nana puertas adentro&lt;/span&gt;, das Dienstmädchen, das mit den Arbeitgebern im selben Haus wohnt, ist auch heute noch häufig in den besseren Vierteln Santiagos anzutreffen - auch wenn immer weniger Chileninnen und immer mehr Peruanerinnen diesen Job erledigen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sr8CToLKUuI/AAAAAAAABoU/-Zd8YqziSiQ/s1600-h/lanana.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sr8CToLKUuI/AAAAAAAABoU/-Zd8YqziSiQ/s400/lanana.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5386026215583404770" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eine Peruanerin wird dann auch zur Verstärkung ins Haus geholt, als Raquel, die die vier Kinder der Valdés' aufzieht, kocht, wäscht, saugt und den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;patrones &lt;/span&gt;morgens das Frühstück ans Bett bringt, gesundheitliche Probleme bekommt. Sie wird von Depressionen und Migränen geplagt, will aber auf keinen Fall ihre vermeintliche Position als zusätzliches Familienmitglied riskieren, denn ein eigenes Leben, das wird bald klar, hat sie längst nicht mehr. Hinter den alltäglichen Verrichtungen im Haushalt, die Silva minutiös abbildet, tut sich ein Abgrund auf, und das Festivalpublikum in den USA soll ständig damit gerechnet haben, dass die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;nana &lt;/span&gt;zum Pürierstab greift und ein tarantineskes Blutbad anrichtet. Genau das passiert aber nicht, der Film endet so unspektakulär wie anrührend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Für die Chilenen wirkt dieser Blick auf ein sehr reales gesellschaftliches Phänomen bestürzend authentisch. Das kommt vielleicht auch daher, dass der 30-jährige Silva die "Nana" stark an seine eigene &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;nana &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;angelehnt hat. Auf alle Fälle ein extrem erhellender, aufklärerischer Film, von dessen Art Chile noch viele braucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Bilder: &lt;a href="http://www.dawsonlapelicula.cl/es_home.php"&gt;Dawson - Isla 10&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://festival.sundance.org/2009/"&gt;Sundance Festival 2009&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-5841530053421685989?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/5841530053421685989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/apathische-revolutionare-abgrundige.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5841530053421685989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5841530053421685989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/apathische-revolutionare-abgrundige.html' title='Apathische Revolutionäre, abgründige Dienstmädchen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sr8CUEhzzkI/AAAAAAAABoc/ippRjkMA4QA/s72-c/dawson_island.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4259256747016847509</id><published>2009-09-25T13:11:00.000-07:00</published><updated>2009-09-25T13:15:12.570-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Superpapa ante portas</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Katholiken alle Länder, aufgehorcht: Chile kann bald einen Weltrekord ver­mel­den - die größte Karol-Wojtyla-Statue aller Zeiten. Errichtet werden soll das 13,5 Meter hohe Ungetüm (7,5 Meter Bronze-Papst, 6 Meter Sockel) ausgerechnet am Rande von Bellavista, dem Künstler- und Bo­he­me­vier­tel von Santiago . Seit die private Initiative vor wenigen Tagen pub­lik wur­de, regt sich freilich allenthalben Protest gegen den &lt;em&gt;&lt;a href="http://blogs.elmercurio.com/columnasycartas/2009/09/17/que-dira-el-santo-padre.asp"&gt;superpapa&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; (so der Pub­li­zist Cristián Warnken im Blog des "Mercurio").&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/09/papabellavista.jpg"&gt;&lt;img class="aligncenter size-full wp-image-454" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/09/papabellavista.jpg" alt="" height="424" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund des Aufstell-Papstes, der einem anderen religiösen Wahr­zei­chen Santiagos, der Marienstatue auf dem Gipfel des &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Cerro_San_Crist%C3%B3bal_%28Chile%29"&gt;San-Cris­tó­bal-Bergs&lt;/a&gt;, Konkurrenz machen wird, ist die Umstrukturierung des Viertels, in dem zwei private Hochschulen ihre Hauptquartiere be­zie­hen werden. Die beiden Universitäten - die &lt;a href="http://www.uss.cl/"&gt;Universidad San Sebastián&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://www.unab.cl/"&gt;Universidad Andrés Bello&lt;/a&gt; - sollen zusammen mit der tra­di­tions­rei­chen &lt;a href="http://www.derecho.uchile.cl/"&gt;Jurafakultät der Universidad de Chile&lt;/a&gt;, die hier seit vielen Jahr­zehn­ten residiert, rund 7.000 Studenten anlocken und neben dem Bar­rio República ein weiteres Hochschulviertel in der Hauptstadt begründen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im städtebaulichen Planungsprozess wurde irgendwann beschlossen, di­rekt gegenüber der Rechtsfakultät ein unterirdisches Parkhaus und oben­drauf eine "Plaza Juan Pablo II" anzulegen. Von einer Statue, ge­schwei­ge denn von einer im Kim-Jong-Il-Maßstab, war damals zu­min­dest nicht öffentlich die Rede. Laut dem Blog &lt;a href="http://www.plataformaurbana.cl/archive/2009/09/22/el-nuevo-simbolo-xl-del-barrio-universitario-%C2%BFjuan-pablo-ii-en-bellavista/"&gt;"Plataforma Urbana"&lt;/a&gt; war der &lt;em&gt;su­per­pa­pa&lt;/em&gt; die Idee von Luis Cordero, einem der Gründer der ul­tra­rech­ten &lt;a href="http://www.udi.cl/"&gt;UDI&lt;/a&gt; und zurzeit Vizerektor der Universidad San Sebastián. Für die Um­set­zung bot sich praktischerweise Corderos Bruder Daniel an, der zu­min­dest handwerklich etwas von Bildhauerei versteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos aus der Werkstatt, wo der JPII-Gigant gefertigt wird, lassen äs­the­tisch das Schlimmste befürchten. Der "Mercurio" hat namhafte chi­le­ni­sche Architekten befragt, die sich allesamt - abgesehen von Cristián Boza, der das Gebäude der San Sebastián und den Papstplatz entworfen hat - erschüttert vor soviel Kitsch und Maßlosigkeit &lt;a href="http://diario.elmercurio.com/2009/09/20/artes_y_letras/_portada/noticias/8634B89B-965C-4CFC-832E-B2CC693238E2.htm?id=%7B8634B89B-965C-4CFC-832E-B2CC693238E2%7D"&gt;abwenden&lt;/a&gt;. Von links kommt natürlich fundamentalere Kritik an dieser katholischen Landnahme mitten in der Stadt, deren Urheber bislang noch nicht einmal die Ge­neh­mi­gung des Nationalen Denkmalrats eingeholt haben. Auf Face­book hat eine &lt;a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=132817404019&amp;amp;ref=search&amp;amp;sid=1175693362.3151881006..1"&gt;Gruppe&lt;/a&gt;, die gegen die Statue protestiert, in wenigen Ta­gen an die 4.000 Mitglieder vereint - darunter sicherlich viele Jura-Studenten der von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9s_Bello"&gt;Andrés Bello&lt;/a&gt; gegründeten Universidad de Chile, einer Hochschule, die sich immer als eine Keimzelle des laizistischen chi­le­ni­schen Staates verstanden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Satirezeitschrift &lt;a href="http://www.theclinic.cl/2009/09/22/encuesta-thecliniccl-tras-el-anuncio-de-la-mega-estatua-de-juan-pablo-ii-%C2%BFcual-sera-el-proximo-gran-proyecto-bicentenario/"&gt;The Clinic&lt;/a&gt; bearbeitet das Dilemma auf ihre Art und macht &lt;a href="http://www.theclinic.cl/2009/09/22/encuesta-thecliniccl-tras-el-anuncio-de-la-mega-estatua-de-juan-pablo-ii-%C2%BFcual-sera-el-proximo-gran-proyecto-bicentenario/"&gt;Vorschläge&lt;/a&gt;, wie man weiteren großen Persönlichkeiten in Chile hul­di­gen könnte, unter anderem:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Reiterstandbild von Genreal Pinochet (Höhe 100 Meter) auf dem Mahn­mal für den ermordeten UDI-Gründer Jaime Guzmán&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Marmorstatue für Nationaltrainer Marcelo Bielsa (51 Meter) vor dem Na­tio­nal­sta­di­on&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Sphinx mit den Gesichtszügen von Präsidentin Michelle Bachelet (22 Me­ter) auf dem Gelände des früheren &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Edificio_Diego_Portales"&gt;Edificio Diego Portales&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Freihandelstatue (540 Meter, aus böhmischem Kristall), aufzustellen an der Bucht von Lota (nach dem Niedergang der Kohleförderung eine der ärms­ten Regionen Chiles), usw.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4259256747016847509?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4259256747016847509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/katholiken-alle-lander-aufgehorcht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4259256747016847509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4259256747016847509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/katholiken-alle-lander-aufgehorcht.html' title='Superpapa ante portas'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3093393521685552644</id><published>2009-09-21T21:54:00.000-07:00</published><updated>2009-09-21T22:34:55.911-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><title type='text'>Eine kleine Schweiz</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha9cWn_gI/AAAAAAAABnk/reqmRX6uJpw/s1600-h/a18.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha9cWn_gI/AAAAAAAABnk/reqmRX6uJpw/s400/a18.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384153366151036418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrhcfJbJJuI/AAAAAAAABoM/kJ-fE-9KhCY/s1600-h/a22.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrhcfJbJJuI/AAAAAAAABoM/kJ-fE-9KhCY/s400/a22.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384155044696893154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-FqBhAI/AAAAAAAABn0/fJOXkka0VFw/s1600-h/a26.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-FqBhAI/AAAAAAAABn0/fJOXkka0VFw/s400/a26.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384153377238254594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-wbBpgI/AAAAAAAABoE/wjSl0n9nPNM/s1600-h/a44.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-wbBpgI/AAAAAAAABoE/wjSl0n9nPNM/s400/a44.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384153388718073346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-nm1K8I/AAAAAAAABn8/pdkTUSNk7mU/s1600-h/a36.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha-nm1K8I/AAAAAAAABn8/pdkTUSNk7mU/s400/a36.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384153386351668162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wenn einem in Puerto Montt der Himmel auf den Kopf fällt, sprich: der Regen nicht mehr zu ertragen ist, flieht man am besten über die Berge nach Argentinien. Villa La Angostura ist ein bezauberndes Touristennest am Nordufer des &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nahuel_Huapi"&gt;Lago Nahuel Huapi&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, umgeben von Wäldern aus riesigen Coigüe-Bäumen und Andenzypressen. Auf der Quetrihue-Halbinsel, deren Flanken steil in den See abfallen, gibt es einen ganzen Wald aus &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Array%C3%A1n"&gt;Arrayanes&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; zu bewundern, Bäume aus der Familie der Myrtengewächse mit einer hauchdünnen, zimtfarbenen Rinde und Früchten, die sich zur Herstellung von Likör eignen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wie das weitaus größere &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bariloche"&gt;Bariloche &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;am Südufer des Nahuel Huapi wurde auch Villa La Angostura im 20. Jahrhundert für den Fremdenverkehr gegründet. Architektonische Anspielungen auf die Schweiz sind gewollt und allgegenwärtig. In den Läden an der Hauptstraße gibt es Wildschweinschinken, Schokolade und Rustikales. Natürlich darf da auch ein Skigebiet nicht fehlen: Mit zehn Sessel- und Schleppliften ist die Infrastruktur auf dem &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.cerrobayoweb.com/"&gt;Cerro Bayo&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; im Vergleich zum &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.catedralaltapatagonia.com/"&gt;Cerro Catedral&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; bei Bariloche bescheiden, aber das Panorama - der tiefblaue See und die verschneite Kordillere  ringsherum - machen das mehr als wett. Die Regenwolken hängen derweil auf der anderen Seite der Berge.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3093393521685552644?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3093393521685552644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/eine-kleine-schweiz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3093393521685552644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3093393521685552644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/eine-kleine-schweiz.html' title='Eine kleine Schweiz'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Srha9cWn_gI/AAAAAAAABnk/reqmRX6uJpw/s72-c/a18.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4223345890975245752</id><published>2009-09-18T17:47:00.000-07:00</published><updated>2009-09-18T18:59:22.353-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><title type='text'>Rhythmisches Schlurfen in blauweißrot</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq1Qs_tHI/AAAAAAAABnM/wGUrAKTro18/s1600-h/a14.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq1Qs_tHI/AAAAAAAABnM/wGUrAKTro18/s400/a14.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5382974549119710322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq1LoJegI/AAAAAAAABnE/ryk_CV7e_nU/s1600-h/a15.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq1LoJegI/AAAAAAAABnE/ryk_CV7e_nU/s400/a15.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5382974547757201922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq0s1SVWI/AAAAAAAABm8/1HwFtIyPVSs/s1600-h/a13.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq0s1SVWI/AAAAAAAABm8/1HwFtIyPVSs/s400/a13.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5382974539490809186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Und wieder &lt;span style="font-style: italic;"&gt;dieciocho&lt;/span&gt;. Vor dem Nationalfeiertag, der für viele Chilenen gleich eine ganze Woche dauert, wird überall blauwei&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;" class="spAutorenzeile"&gt;ß&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;rot geflaggt, in Fenstern und Gärten, an Läden, auf Hochhäusern. Die Kinder haben sich für die Schule verkleidet, J. mit &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-family: arial;"&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Manta_%28rodeo%29"&gt;manta&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;und Strohhut vom letzten Jahr, B. mit nagelneuem &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic; font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Huaso"&gt;huaso&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;-Outfit. Sporen wollte er auch noch tragen, aber irgendwo muss Schluss sein. Im Kindergarten wurden auf dem Elektrogrill &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://es.wikipedia.org/wiki/Anticucho"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;anticuchos&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; gebraten, und S. musste in ihrer Schule einen nicht enden wollenden &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic; font-family: arial;" href="http://es.wikipedia.org/wiki/Cueca"&gt;cueca&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;-Wettbewerb überstehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;A propos &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-family: arial;"&gt;cueca&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; - mir bot man einen Tanzkurs an, und ich lehnte nicht ab. Etwas chilenischeres als den halb gesprungenen, halb gestampften Balz-Tanz gibt es kaum, da kann es nicht schaden, sich ein wenig auszukennen. Für die Tanzstunden hatte man ein paar Freunde zusammengetrommelt, die sich unter Anleitung eines professionellen Folkloretänzers in einem Second-Hand-Modeladen trafen. Schon bei den ersten Schritten zwischen den Kleiderständern lernte ich: 1. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;cueca&lt;/span&gt;-Tanzen ist gar nicht so dröge, wie ich dachte, sondern - je nachdem, wie man es betreibt - recht sexy. 2. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;cueca&lt;/span&gt;-Tanzen ist so schwierig, weil zu dem anspruchsvollen, synkopierten Rhythmus eine Choregrafie gehört, die genauen Regeln folgt und exakt mit der Musik übereinstimmen muss. 3. Viele Chilenen sind beim &lt;span style="font-style: italic;"&gt;cueca&lt;/span&gt;-Tanzen genauso unbeholfen wie unsereiner.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Nach ein paar Stunden ging das halbmond-, schleifen- und kreisförmige Schlurfen und Springen schon ganz gut. Nur das obligatorische Taschentuch zum Herumwedeln hatte ich jedesmal vergessen und musste mal mit einer Strickmütze aus dem Ladenbestand, mal mit einem Tempotaschentuch vorlieb nehmen. Eine interessante Variante: wenn im Eifer des Gefechts die (Papier-)Fetzen fliegen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Diesen Post schreibe ich freilich in Argentinien, wohin wir kurz vor dem Feiertag geflohen sind - nicht vor den vielen Flaggen oder der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;cueca&lt;/span&gt;, sondern vor dem anhaltend schlechten Wetter.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;PS: Etwas Nettes zum &lt;span style="font-style: italic;"&gt;dieciocho &lt;/span&gt;hat sich die Onlineredaktion der &lt;a href="http://www.latercera.com"&gt;"Tercera"&lt;/a&gt; ausgedacht: "Audiofotos", sprich &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;mit O-Tönen unterlegte &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Fotostrecken. Es geht um National-Ikonen wie &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://especiales.latercera.cl/especiales/2009/audiofoto18/index.html"&gt;Papierdrachen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://especiales.latercera.cl/especiales/2009/audiofoto18/index02.html"&gt;Empanadas&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://especiales.latercera.cl/especiales/2009/audiofoto18/index03.html"&gt;Chamantos&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; und das &lt;/span&gt;&lt;span style="text-decoration: underline; font-family: arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://especiales.latercera.cl/especiales/2009/audiofoto18/index05.html"&gt;Rayuela&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;-Spiel. Anklicken lohnt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4223345890975245752?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4223345890975245752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/rhythmisches-schlurfen-in-blauweirot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4223345890975245752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4223345890975245752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/rhythmisches-schlurfen-in-blauweirot.html' title='Rhythmisches Schlurfen in blauweißrot'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SrQq1Qs_tHI/AAAAAAAABnM/wGUrAKTro18/s72-c/a14.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7565089576668091796</id><published>2009-09-14T22:01:00.000-07:00</published><updated>2009-09-16T20:48:56.106-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Die tägliche Dosis Radio</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sq8u_JBH3cI/AAAAAAAABms/pCcVCE8cJdg/s1600-h/desdezero.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 258px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sq8u_JBH3cI/AAAAAAAABms/pCcVCE8cJdg/s400/desdezero.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5381571742018297282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Radiomacher im Kreise diverser Stammgäste, Bild: www.radiozero.cl&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man stelle sich das in Deutschland vor: Jeden Morgen, von Montag bis Freitag, setzen sich drei Menschen um die Mikrophone eines Studios und reden eine Stunde lang drauflos. Einer hat fürs Fernsehen gearbeitet und schreibt jetzt Romane, der andere ist Gründer der Satirezeitschrift "The Clinic", die dritte eine Journalistin, die das Reportagehandwerk von der Pike auf gelernt hat. Politisch könnte man die drei als linksliberal bezeichnen, aber das fällt nicht so ins Gewicht. Das Großartige an diesem Radioformat ist der Drive, den ein Gespräch entwickelt, das sich um alles und nichts dreht, das mal zutiefst ironisch, dann unendlich albern und gleich darauf völlig ernst ist - aber nie gekünstelt. Ein ganz kleines bisschen vielleicht wie die &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/show_royale/index.html"&gt;Show Royale&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, aber doppelt so schnell und mit beiden Füßen im echten Leben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Konzept ist bestechend einfach: Die drei (Rafael Gumucio, Patricio Fernández und Claudia Álamo) lesen sich einfach gegenseitig Schlagzeilen und Nachrichten aus dem Ticker oder der Tagespresse vor - und kom&amp;shy;men&amp;shy;tie&amp;shy;ren das. Vom Vor&amp;shy;schlag der Rech&amp;shy;ten, die Stra&amp;shy;ßen&amp;shy;ge&amp;shy;walt zum Putsch-Jah&amp;shy;res&amp;shy;tag per Aus&amp;shy;gangs&amp;shy;sper&amp;shy;re zu be&amp;shy;kämp&amp;shy;fen, über Silvio Berlusconis Bacchanalien, die Frage, ob große Frauen zu kleinen Männern passen, den Zusammenhang von Geist und Geld in Chile bis zu den Fleischpreisen kurz vor dem Nationalfeiertag. Die drei sprechen auf persönlichste Art und Weise über Sex, Drogen, Alltag, Politik&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und Kunst - und haben außerdem jeden Tag einen Studiogast, der sich meist ohne Umschweife auf diesen Gesprächsstil einlässt. In den seltensten Fällen sondern die eingeladenen Politiker dann noch Sprechblasen ab. Sie reden frei von der Leber weg, und man merkt sofort, wenn sie plötzlich doch noch glauben, gegen ihre persönliche Überzeugung auf irgendeine Parteilinie einschwenken zu müssen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Diese meine tägliche Dosis Radio kann sich &lt;a href="http://www.radiozero.cl/radio/programas/desde-zero/"&gt;hier&lt;/a&gt; als Podcast anhören, wer des chilenischen Spanisch mächtig ist. Live übertragen wird sie zu einer Tageszeit, die mich gewöhnlich schlafend antrifft. Ich ziehe sie deshalb auf den iPod und höre sie beim Bügeln. Zerknitterte T-Shirts und klamme Bettlaken gehören seitdem in unserem Haushalt der Vergangenheit an.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7565089576668091796?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7565089576668091796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/meine-tagsdosis-radio.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7565089576668091796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7565089576668091796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/meine-tagsdosis-radio.html' title='Die tägliche Dosis Radio'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sq8u_JBH3cI/AAAAAAAABms/pCcVCE8cJdg/s72-c/desdezero.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6914819432601673407</id><published>2009-09-11T15:40:00.000-07:00</published><updated>2009-09-11T15:43:06.432-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kino'/><title type='text'>Dawson kommt ins Kino</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Litt%C3%ADn"&gt;Miguel Littin&lt;/a&gt; soll sehr bedauert haben, dass der heutige 11. September, Jah&amp;shy;res&amp;shy;tag des Putsches von 1973, auf einen Freitag fällt. So konnte sein jüngster Film &lt;a href="http://www.dawsonlapelicula.cl/es_home.php"&gt;Dawson - Isla 10&lt;/a&gt; nicht an diesem hochsymbolischen Datum anlaufen, denn auch in Chile wird das Kinoprogramm immer donnerstags erneuert. Bereits am Mittwoch freilich trat sich Chiles Politprominenz bei der Vorpremiere auf die Füße - inklusive Präsidentin Michelle Bachelet und ihrem Minister Sergio Bitar, der sich an diesem Abend selbst auf der Leinwand bewundern durfte. Verkörpert wird er in Littíns Film über das Gefangenenlager, das die Militärs für hochrangige Politiker der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unidad_Popular"&gt;Unidad Popular&lt;/a&gt; auf der patagonischen Dawson-Insel eingerichtet hatten, von &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Vicuna"&gt;Benjamín Vicuña&lt;/a&gt;. Eine schlaue Besetzung, denn Vicuña ist der Shooting-Star des chilenischen Films, und so wird "Dawson - Isla 10" trotz des sperrigen historischen Themas vermutlich auch viele junge Menschen in die Säle locken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" height="344" width="425"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EVPSPhi0VLc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/EVPSPhi0VLc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6914819432601673407?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6914819432601673407/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/dawson-kommt-ins-kino.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6914819432601673407'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6914819432601673407'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/dawson-kommt-ins-kino.html' title='Dawson kommt ins Kino'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4002835164006206462</id><published>2009-09-07T15:53:00.000-07:00</published><updated>2009-09-07T22:14:44.366-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wetter'/><title type='text'>Nasse Tage in Santiago</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP1Rt6G4I/AAAAAAAABmU/izhv-knanBU/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP1Rt6G4I/AAAAAAAABmU/izhv-knanBU/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5378863475415718786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP0pbmmDI/AAAAAAAABmE/4MIbMNT-tNI/s1600-h/a3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP0pbmmDI/AAAAAAAABmE/4MIbMNT-tNI/s400/a3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5378863464601524274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP0SVgNvI/AAAAAAAABl8/cX4YMHkT7WY/s1600-h/a4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP0SVgNvI/AAAAAAAABl8/cX4YMHkT7WY/s400/a4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5378863458401924850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP1A1YFzI/AAAAAAAABmM/d1l7I0h9uKs/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP1A1YFzI/AAAAAAAABmM/d1l7I0h9uKs/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5378863470883641138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWPz0gcLNI/AAAAAAAABl0/Ho9jfNTk8Mg/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWPz0gcLNI/AAAAAAAABl0/Ho9jfNTk8Mg/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5378863450394733778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Da fährt man einmal übers Wochenende nach Santiago, eine Stadt mit geschätzt zehn Regentagen im Jahr, und prompt gießt es wie aus Eimern, geschlagene 48 Stunden lang. Ständig muss man Umwege gehen und gazellenhafte Sprünge machen, weil sich auf den nicht für Dauerregen konzipierten Straßen knöcheltiefe Seen bilden. Den Menschen in Santiago macht das wenig aus, für sie ist es eine willkommene Abwechslung - und ein Anlass, endlich wieder Sägemehl zu ver&amp;shy;streuen. In jeder Fleischerei, jeder Apotheke, jedem Kurzwarenladen wird das Zeug eimerweise auf den Boden gekippt, um die von draußen hereingetragene Feuchtigkeit zu binden. Ob das wirklich sinnvoll ist, sei dahingestellt, aber es gibt der Stadt für kurze Zeit etwas Ländliches.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ganz so harmlos war der Regen am Ende dann doch nicht: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.cooperativa.cl/grupo-de-alta-montana-continuara-con-la-busqueda-de-nina-desaparecida-por-temporal/prontus_nots/2009-09-07/195821.html"&gt;Mehrere Menschen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; kamen am Rand der Hauptstadt durch Schlammlawinen ums Leben. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wird dieses durchaus nicht neue Phänomen dadurch verstärkt, dass sich die Schneefallgrenze im Laufe der globalen Erwärmung langsam nach oben verschiebt. Wenn das stimmt, müssten sich die Chilenen darauf einstellen, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.latercera.com/contenido/683_16958_7.shtml"&gt;solche Bilder&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; noch häufiger zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4002835164006206462?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4002835164006206462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/nasse-tage-in-santiago.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4002835164006206462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4002835164006206462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/nasse-tage-in-santiago.html' title='Nasse Tage in Santiago'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqWP1Rt6G4I/AAAAAAAABmU/izhv-knanBU/s72-c/a1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3681334440642023089</id><published>2009-09-03T22:42:00.000-07:00</published><updated>2009-09-09T17:33:25.828-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Mapuche-Konflikt: Indigene sehen kein Land</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqC_QvxpE2I/AAAAAAAABls/eARisK2qTQs/s1600-h/mapuche.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 281px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqC_QvxpE2I/AAAAAAAABls/eARisK2qTQs/s400/mapuche.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5377508249503863650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Begräbnis des Mapuche-Aktivisten Jaime Mendoza (Bild: dpa)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Über den Konflikt der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mapuche"&gt;Mapuche&lt;/a&gt; mit dem chilenischen Staat habe ich im Blog bisher noch nichts geschrieben. Zum einen, weil dieser Konflikt hier in Puerto Montt nicht ausgetragen wird, zum anderen, weil das Thema unerhört komplex ist und man sich leicht auf vermintes Gelände begibt. Die Fragen, um die es hier geht - Muss Chile seinen Ureinwohnern im großen Maßstab Land zurückgeben? Sollen sich die Mapuche womöglich autonom verwalten? Und: Wer sind überhaupt die Mapuche? - sind brisant und ideologisch extrem aufgeladen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wie schwierig es ist, diesen Konflikt in ein paar Absätzen zu beschreiben, ohne in diverse Fallen zu tappen, zeigt ein jüngst im "Freitag" erschienener &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.freitag.de/politik/0935-chile-mapuche-landbesetzung"&gt;Bericht &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;- an dem manches stimmt und manches leider gar nicht. Richtig ist, dass die Landbesetzungen in der &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/IX_Regi%C3%B3n_de_la_Araucan%C3%ADa"&gt;Araucanía&lt;/a&gt;, dem historischen Haupt-Siedlungsgebiet der Mapuche, in diesem Jahr deutlich zugenommen haben. Allerdings schwelt der Konflikt schon seit Jahren, und seit Jahren kommt es auch immer wieder zu Brandanschlägen oder Baumfällungen auf Ländereien von Forstunternehmen oder privatem Großgrundbesitz. Und nicht erst die Regierung von Michelle Bachelet hat damit begonnen, in der betroffenen Region polizeilich (das heißt in Chile: quasi-militärisch) aufzurüsten. Der am 12. August durch einen Schuss in den Rücken getötete Jaime Mendoza ist bereits das dritte Opfer von Polizeigewalt seit dem Jahr 2002. (&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://especiales.cooperativa.cl/temas/site/edic/base/port/violencia_laaraucania.php"&gt;Hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.latercera.com/contenido/738_11177_4.shtml"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ein anschaulicher Abriss der Auseinandersetzungen.)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Andererseits ist auch die Gewalt der Mapuche-Aktivisten real, und es lässt sich nur mit Wunschdenken erklären, wenn der Autor des Artikels nahelegt, der Angriff auf einen voll besetzten Überlandbus - also auf völlig unbeteiligte Menschen - könne "fingiert" sein. Eine Interpretation, von der in Chile nie zu hören war, zumal die radikalste Mapuche-Fraktion, die Coordinadora Arauco-Malleco (CAM), sich den Anschlag eindeutig &lt;a href="http://www.cooperativa.cl/comunicado-atribuye-a-la-coordinadora-arauco-malleco-atentado-en-vilcun/prontus_nots/2008-08-18/073540.html"&gt;zugeschrieben&lt;/a&gt; hat. Falsch wiederum ist, dass der Sonderbeauftragte der Regierung, José Antonio Viera-Gallo, vor "Steinwürfen" fliehen musste - da waren die "gewaltbereiten Wilden" eben doch nicht so gewalttätig, wie der Text unterstellt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;A propos "gewalttätige und faule Eingeborene": Dieses rassistische Klischee wurzelt tief in der chilenischen Gesellschaft - aber dass es die Massenmedien heute noch ungehemmt verbreiteten, ist nicht richtig. Richtig ist, dass etwa der "Mercurio" unlängst einen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://diario.elmercurio.com/2009/08/30/reportajes/reportajes/noticias/176103BB-EF71-4043-80D5-CC39A8BD4BA8.htm?id=%7B176103BB-EF71-4043-80D5-CC39A8BD4BA8%7D"&gt;Aufsatz&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; des Historikers Sergio Villalobos druckte, der - auf der Grundlage von Informationen, die zu prüfen wären - behauptet, viele Mapuche hätten ihr Land gegen Ende des 19. Jahrhunderts ohne Not an chilenische Siedler verkauft. Außerdem handele es sich bei den Mapuche größtenteils um Mestizen, denn die "Frontera", die Grenze, an der die Ureinwohner den spanischen Eroberern Einhalt geboten hatten, sei viel durchlässiger gewesen als landläufig angenommen. Villalobos spart dann auch nicht mit Ideologie: Ja, es habe punktuell gewalttätige Landnahmen gegeben, aber die Mapuche/Mestizen hätten schließlich von ihrer Eingliederung in die chilenische Marktwirtschaft nur profitiert. Glaube das, wer will.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ganz schwierig wird es bei der Frage, wie der Landkonflikt zu lösen sei - bzw. ob es sich überhaupt nur um einen Konflikt um einzelne Flächen handelt. Fragt man &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.elciudadano.cl/2008/02/08/bicentenario-pero-con-autogobierno-mapuche-anuncio-aucan-huilcaman/"&gt;Aucán Huilcamán&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, den Vorsitzenden des von ihm selbst gegründeten "Consejo de Todas las Tierras", lautet die Antwort seit längerem: &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;autogobierno&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Erst wenn sich das Mapuche-Volk selbst regiere - und zwar vom Bío-Bío-Fluss südwärts -, sei die historische Schuld der Chilenen beglichen. Um ein &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;autogobierno &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;finanziell auszustatten, könne der chilenische Staat ja Reparationszahlungen für anderthalb Jahrhunderte Besetzung leisten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Solche Forderungen sind nicht nur fundamentalistisch, weil sie bewusst ignorieren, dass die meisten Mapuche heute in Santiago leben, während sie selbst in der Araucanía zahlenmäßig in der Minderheit sein dürften. Sie definieren gleichzeitig alle "Chilenen" - zu denen Huilcamán und andere radikale Mapuche-Aktivisten sich niemals zählen würden - im Süden des Landes als Usurpatoren, auch wenn die meisten selbstverständlich weder Ländereien noch Kiefernplantagen besitzen, sondern ganz bescheidene Menschen mit mestizischer Identität sind, die sich auch nicht ausgesucht haben, in welchem Landstrich sie in vierter oder fünfter Generation geboren wurden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Verachtung, mit der manche radikalen Mapuche ihre mestizischen Mitbürger adressieren, ist die hässliche Spiegelung des Mehrheits-Rassismus. Dabei ist alles andere als klar, wer überhaupt Mapuche ist. Nach dem letzten Zensus, bei dem die ethnische Selbstzuordnung abgefragt wurde, leben nur gut 600.000 Mapuche in Chile. Möglicherweise sind es auch mehr - aber welche Kriterien legt man hier an? Die Sprache, das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mapudungun"&gt;Mapudungun&lt;/a&gt;, wird von den urbanen Mapuche kaum noch beherrscht. Praktizierte Kultur? Selbst die Mapuche der ländlichen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;comunidades&lt;/span&gt;, also der Reduktionen, in die man sie verbannt hat, pflegen heute einen weitgehend "westlichen" Lebensstil. Und wer wollte umgekehrt einem abstammungsmäßig "reinen" Mapuche verbieten, sich als Chilene zu fühlen und ein modernes städtisches Leben zu führen, anstatt sich dem - hypothetischen - Diktat einer indigenen Identität zu unterwerfen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf welchen Insitutionen und Verfahrensweisen ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;autogobierno &lt;/span&gt;überhaupt beruhen sollte, diese Frage wirft etwa José Mariman in einem nicht ganz neuen, aber völlig aktuellen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.mapuche.info/mapuint/jmar2.htm"&gt;Essay&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; auf: Seiner Überzeugung nach gibt es gar kein traditionelles Modell einer organisierten Mapuche-Gesellschaft, weil diese lediglich aus Familienverbänden bestand, die nur in Ausnahmefällen Zweckbündnisse eingingen. Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;comunidades&lt;/span&gt;, wie sie in Chile heute existieren, sind dagegen das Ergebnis der Einverleibung der Auraucanía durch den chilenischen Staat. Dennoch ist das idyllische Bild einer Mapuche-Gemeinschaft, die alle Fragen kommunitär löst, weit verbreitet, genauso wie die Projektion vom naturliebenden Indigenen, die gerade bei jungen, urbanen Nicht-Mapuche große Popularität genießt - laut Mariman, Politikwissenschaftler und selbst Mapuche, ein völlig irregeleiteter Mythos vom "edlen Wilden".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;All das ändert freilich nichts am Grundproblem: dass die Mapuche in der Araucanía viel zu wenig und dabei schlechtes Land besitzen, und dass sie, genau wie die Mapuche in den Städten, Opfer von Rassismus sind. Die Regierungen der Concertación haben einiges getan - Land verteilt, Förderprogramme aufgelegt -, aber das reicht nicht. Immerhin hat der chilenische Kongress Anfang 2008 die &lt;a href="http://www.webhostingconadi.cl/convenio169/convenio.html"&gt;ILO-Konvention 169&lt;/a&gt; über die Rechte indigener Völker ratifiziert, und seit diesem April läuft eine &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.conadi.cl/documentos%20consulta/rec/Preguntas%20frecuentes%20reconocimiento%20constitucional%20_14-04-%E2%80%A6.pdf"&gt;Verfassungsänderung&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; durch die Mühlen des Parlaments, die den &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;pueblos originarios&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ihren eigenen Status innerhalb einer "unteilbaren, multikulturellen chilenischen Nation" zuerkennen soll. Aktivisten wie Huilcamán ist das natürlich ein Gräuel, für alle anderen vielleicht ein großer Schritt in die richtige Richtung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3681334440642023089?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3681334440642023089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/mapuche-konflikt-indigene-sehen-kein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3681334440642023089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3681334440642023089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/mapuche-konflikt-indigene-sehen-kein.html' title='Mapuche-Konflikt: Indigene sehen kein Land'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SqC_QvxpE2I/AAAAAAAABls/eARisK2qTQs/s72-c/mapuche.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7590504855977428728</id><published>2009-09-02T07:26:00.000-07:00</published><updated>2009-09-27T18:09:03.615-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Coming-out per Nachlass</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/09/mistral.jpg"&gt;&lt;img class="alignnone size-full wp-image-442" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/09/mistral.jpg" alt="" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.memoriachilena.cl/archivos2/cronoim/mistralydana.jpg" alt="" height="262" width="400" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tú nunca habrías hecho lo que yo hice por tenerte. Pero eso no fue hecho por otra cosa, fue un amor violento de alma y cuerpo.&lt;/em&gt; (G. M.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Yo me pongo en el viento y en la lluvia tierna, para que estos, viento y lluvia, puedan abrazarte y besarte para mí.&lt;/em&gt; (D. D.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Lo subterráneo es lo que no digo. Pero te lo doy cuando te miro y te&lt;br /&gt;toco sin mirarte.&lt;/em&gt; (G. M.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;In &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Vicu%C3%B1a_%28Chile%29"&gt;Vicuña&lt;/a&gt;, dem kleinen Städtchen im Valle de Elqui, wo sie vor 120 Jah­ren geboren wurde, hat man &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriela_Mistral"&gt;Gabriela Mistral&lt;/a&gt; gleich mehrfach in Stein ge­mei­ßelt. Bild und Name der Dichterin, die 1945 den Nobelpreis für Li­te­ra­tur erhielt, zieren aber im ganzen Land die Straßen und Plätze. Un­ter Pi­no­chet, als Chiles zweiter Nobelpreisträger Pablo Neruda kaum noch öf­fent­lich erwähnt werden durfte, wurde Mistrals Konterfei auf den neuen 5.000-Peso-Schein gedruckt - die spießige Unkultur des Regimes wähnte ihr Leitbild eines opferbereiten Patriotismus von der Dichterin re­prä­sen­tiert, die aus ärmlichen Verhältnissen stammte, jahrelang als Lehrerin arbeitete, Gedichte über Kinder schrieb und immer etwas Nonnenhaftes an sich hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div face="arial" style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dass die bis zu ihrem Tod unverheiratete Lucila Godoy - so Mistrals bürgerlicher Name - in Wirklichkeit kein asexuelles Wesen war, dessen Liebe lediglich der Literatur galt, diese These darf man spätestens jetzt, mit der &lt;a href="http://www.revistaenie.clarin.com/notas/2009/08/31/_-01989268.htm"&gt;Veröffentlichung des Bandes "Niña Errante"&lt;/a&gt;, zu den Akten legen. Es handelt sich um den Briefwechsel Mistrals mit Doris Dana, ihrer Se­kre­tä­rin und Nachlassverwalterin. Von Liebe ist darin die Rede, von Lei­den­schaft, von Berührungen. Ob die 30 Jahre ältere Gabriela Mistral bis­wei­len das männliche Genus für sich in Anspruch nimmt ("tuyo"), um ein Verhältnis der Dominanz oder aber des "väterlichen Beschützers" aus­zu­drücken, wie Herausgeber Pedro Pablo Zegers glaubt, bleibt den Le­se­rIn­nen überlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Chilenin und die US-Amerikanerin hatten sich 1946 kennengelernt und waren bis zu Mistrals Tod 1957 in New York enge Freundinnen. Wie eng, darüber wurde schon länger spekuliert, aber die Dichterin als Lesbe zu bezeichnen, blieb tabuisiert - über alle politischen Fraktionen hinweg. Der Schriftsteller Volodia Teitelboim, der jahrelang Chiles Kom­mu­nis­ti­sche Partei leitete, bezeichnete vor zehn Jahren den Plan, Mistrals Leben auf Basis der Lesben-These zu verfilmen, als "Versuch, das Andenken einer großen Chilenin und Lateinamerikanerin in den Schmutz zu ziehen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist man vielleicht ein bisschen weiter. Das Interesse an den Brie­fen aus dem Nachlass, den eine Nichte der 2006 verstorbenen Dana dem chi­le­ni­schen Staat zukommen ließ, ist groß, und es sieht eher so aus, als machten die neu aufgetauchten Dokumente das Bild der Dich­te­rin in den Augen der Chilenen menschlicher, facettenreicher und lie­bens­wer­ter. All jenen, die dagegen jetzt versuchen sollten, das biografische "Detail" herunterzuspielen, hält &lt;a href="http://blog.latercera.com/blog/rjimenez/entry/movilh_gabriela_mistral_es_parte"&gt;Rolando Jiménez&lt;/a&gt;, Vorsitzender des schwul-les­bi­schen Verbands &lt;a href="http://www.movilh.cl/"&gt;Movilh&lt;/a&gt;, entgegen: "Gabriela Mistral war kei­ne gute Schriftstellerin, weil sie lesbisch war oder nicht. Aber ohne je­den Zweifel wären ihre schriftstellerische Qualität und Sensibilität an­de­re gewesen ohne die von der Gesellschaft verurteilte lesbische Liebe."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag 27.09.: Hier noch ein schöner &lt;a href="http://blog.latercera.com/blog/cpulido/entry/releer_a_gabriela_mistral"&gt;Blogeintrag&lt;/a&gt; der Journalistin Carolina Pulido.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7590504855977428728?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7590504855977428728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/tu-nunca-habrias-hecho-lo-que-yo-hice.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7590504855977428728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7590504855977428728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/09/tu-nunca-habrias-hecho-lo-que-yo-hice.html' title='Coming-out per Nachlass'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-744933929169479226</id><published>2009-08-28T11:21:00.000-07:00</published><updated>2009-08-28T11:45:12.465-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Mit Euphorie und Spucke</title><content type='html'>&lt;p  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Chiles Rockfans sind ganz aus dem Häuschen: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faith_No_More"&gt;Faith No More&lt;/a&gt;, zurzeit auf Re&amp;shy;un&amp;shy;ion-Tournee, haben angekündigt, Ende Oktober in Santiago auf­zu­tre­ten. Das letz&amp;shy;te Mal im Jahr  1995 ist mit einer kaum zu über­bie­ten­den Skurrilität in die chi&amp;shy;le&amp;shy;ni&amp;shy;sche Konzert-Geschichte eingegangen: Da­mals kamen die völlig eu&amp;shy;pho&amp;shy;ri&amp;shy;sier&amp;shy;ten Fans in den ersten Reihen auf die schrä­ge Idee, Sänger Mike Patton, wenn sie ihn denn schon nicht anfassen konn­ten, wenigstens an&amp;shy;zu&amp;shy;spucken. Pattons souveräne Re­ak­tion: Er spuck­te zurück und forderte das Pub&amp;shy;li&amp;shy;kum zudem auf, in seinen ge­öff­ne­ten Mund zu zielen. Eine krasse Ge&amp;shy;schmack&amp;shy;lo&amp;shy;sig&amp;shy;keit, an die man sich in Chile noch heute gerne erinnert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aBc6K2GKMVU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/aBc6K2GKMVU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-744933929169479226?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/744933929169479226/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/mit-euphorie-und-spucke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/744933929169479226'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/744933929169479226'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/mit-euphorie-und-spucke.html' title='Mit Euphorie und Spucke'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4479325014652404184</id><published>2009-08-27T10:14:00.001-07:00</published><updated>2009-08-27T10:22:26.027-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><title type='text'>Rapa Nui macht dicht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Spa_eX4Jk5I/AAAAAAAABlM/IvFSrgz-UqE/s1600-h/rapa+nui.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Spa_eX4Jk5I/AAAAAAAABlM/IvFSrgz-UqE/s400/rapa+nui.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5374693733839770514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Spa_d23aYqI/AAAAAAAABlE/px6lXrOfMA0/s1600-h/rapa+nui2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 219px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Spa_d23aYqI/AAAAAAAABlE/px6lXrOfMA0/s400/rapa+nui2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5374693724978307746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Als Patricio Rosende, Staatssekretär im chilenischen Innenministerium, ges­tern auf &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel"&gt;Rapa Nui&lt;/a&gt;, der Osterinsel, &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/680_173584_9.shtml"&gt;eintraf&lt;/a&gt;, bekam er zur Begrüßung einen dicken Blumenkranz um den Hals gehängt, wie es auf pazifischen Inseln Brauch ist. Der Anlass seiner offiziellen Visite ist freilich aus­ge­rech­net die wachsende Unlust, mit der die Einheimischen ihre Besucher empfangen. Die Rapanui, Nachfahren der ursprünglichen polynesischen Bevölkerung, aber auch seit langem auf der Insel lebende "Kon­ti­nen­tal­chi­le­nen" sind es leid, dass immer mehr Menschen das winzige Fleckchen Land bevölkern, das 1888 von Chile annektiert wurde und der Nation seitdem den Vorwand liefert, sich als &lt;em&gt;tricontinental&lt;/em&gt; zu rühmen: als Land, das zugleich auf dem amerikanischen, dem antarktischen und dem ozeanischen Kontinent liege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waren bei der letzten Volkszählung im Jahr 2002 noch knapp 3.800 In­sel­be­woh­ner registriert worden, schätzt man die Wohnbevölkerung heu­te schon auf 5.000 - von denen die indigenen Insulaner lediglich 40 Pro­zent ausmachen. Immer mehr Chilenen, die die Neugier nach Rapa Nui führt, lassen sich dort nieder, weil sie den entschleunigten Lebensrhythmus der Südsee liebgewonnen haben. Auch viele Ausländer haben Hanga Roa, die (Haupt-)Stadt der Insel, zum Wohnsitz erkoren, hinzu kommen Jahr für Jahr zehntausende Touristen. Den Alt­ein­ge­ses­se­nen stinkt das zunehmend, auch im Wortsinn, denn das System der Müllentsorgung ist auf solche Menschenmengen nicht eingestellt. Das Leben sei, so heißt es, nicht mehr so ruhig, die Kriminalität merklich gestiegen, die weltberühmten Kultstätten der Insel litten unter dem Ansturm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einer Woche schließlich machte eine Gruppe Rapanui ihrem Zorn über die Untätigkeit der Regierung in Santiago Luft und &lt;a href="http://www.rapanui.co.cl/aeropuerto-%20okupa.htm"&gt;besetzte&lt;/a&gt;, be­waff­net mit Fahnen und einem Zelt, die Landebahn des Insel-Flughafens Mataveri für mehrere Tage. Ihre Forderung: die Schaffung eines Einwanderungs-Rates und eine Art Masterplan, der das Wachstum der Inselbevölkerung kappen soll. Erst als Staatssekretär Rosende den Protestierenden in einer Videokonferenz versprach, persönlich auf die Insel zu kommen, räumten sie das Feld. Heute will Rosende, der unter anderem von Oscar Santelices, dem Direktor der chilenischen Tou­ris­mus­be­hör­de Sernatur, begleitet wird, an einer Art Insel-Vollversammlung teilnehmen, wo er erklären soll, was die Regierung gegen die Übernutzung von Rapa Nui zu tun gedenkt. Möglicherweise wird dabei aber auch zu Tage treten, dass nicht alle Rapanui den "Fremden" gegenüber gleich skeptisch sind: Der Ältestenrat der Insulaner, ein traditionelles Gremium ohne größere Befugnisse, hat bereits verkündet, bei den Flughafenbesetzern handele es sich nur um eine kleine Gruppe von Unruhestiftern. Man kann sich leicht vorstellen, dass Zuzugs- oder gar Reisebeschränkungen für manchen ein handfestes ökonomisches Problem darstellen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant an der aktuellen Auseinanderstzung ist, dass die Osterinsel schon einmal an der Übernutzung ihrer Ressourcen fast völlig zugrunde ging - vor dem ersten Eintreffen europäischer Seefahrer und der unrühmlichen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel#Entdeckung_und_Nutzung_durch_die_Europ.C3.A4er"&gt;Diskriminierung &lt;/a&gt;der Polynesier bis in die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Jene Kultur, die die Moais, die riesigen Steinskulpturen, auf der Insel errichtete und ein komplexe Gesellschaft begründete, entzog sich durch Raubbau und Entwaldung offenbar selbst die Über­le­bens­grund­la­ge. Dem Biogeografen Jared Diamond dient die Insel deshalb als Paradebeispiel für sein Buch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaps_%28Buch%29"&gt;"Kollaps"&lt;/a&gt;, in dem er den Zusammenbruch historischer Gesellschaften untersucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Beobachter mutmaßen, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und die Rapanui endgültig auf die Palme gebracht habe, sei das Fußballspiel in der &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Copa_Chile_de_F%C3%BAtbol"&gt;Copa Chile&lt;/a&gt; gewesen, das die Inselauswahl mit 0:4 gegen den kontinentalen Spitzenverein Colo-Colo verlor - trotz martialischer Rituale des einheimischen Clubs vor dem Anpfiff. Danach sollen etliche der eingeflogenen Colo-Colo-Fans länger auf der Insel geblieben sein, um weiter den Sieg ihres Teams zu feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/vFihwAlc_Cw&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" height="324" width="405"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Fotos: &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/pretamal/2510954941/"&gt;P_R_ auf flickr.com&lt;/a&gt; (o.), &lt;a href="http://www.rapanui.co.cl/"&gt;Te Rapanui&lt;/a&gt; (u.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4479325014652404184?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4479325014652404184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/rapa-nui-macht-dicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4479325014652404184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4479325014652404184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/rapa-nui-macht-dicht.html' title='Rapa Nui macht dicht'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Spa_eX4Jk5I/AAAAAAAABlM/IvFSrgz-UqE/s72-c/rapa+nui.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8034931299798113832</id><published>2009-08-24T21:53:00.000-07:00</published><updated>2009-08-27T09:59:07.320-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wetter'/><title type='text'>Can't stand the rain</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SpNug4IStnI/AAAAAAAABk8/E_O5poI9gqE/s1600-h/blog168.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SpNug4IStnI/AAAAAAAABk8/E_O5poI9gqE/s400/blog168.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5373760291485169266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Macht sich irgendjemand da draußen eigentlich eine Vorstellung davon, was 1039,6 mm Niederschlag sind?  Nach viel klingt das ja nicht: Puerto Montt stünde gerade mal einen guten Meter unter Wasser, wenn der bislang in diesem Jahr gefallene Regen nicht abgeflossen bzw. versickert wäre. Aber 1039,6 mm sind schon fast das Doppelte dessen, was in einem ganzen Jahr auf Berlin niedergeht: 581 mm (im Schnitt und in Dahlem). Dabei sind wir hier von der Erfüllung unserer Jahressolls noch weit entfernt, es liegt &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;nach Angaben des chilenischen Wet­ter­dienstes&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; bei &lt;a href="http://www.meteochile.cl/precipitacion.html"&gt;1802,5 mm&lt;/a&gt;. Vorstellen kann sich das kaum, wer es nicht erlebt hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Konkret heißt es: Es gab noch keinen Tag in diesem August, an dem es nicht ge­reg­net hätte. Das höchste der Gefühle war ein Tag, an dem es nur ein paarmal niesel­te und die Sonne so lange zum Vorschein kam, dass man die Wäsche für ei­ni­ge Stunden auf die Leine hängen konnte. An den restlichen Tagen kann man das nicht, weil sie davon nicht trockener, sonder allenfalls nasser wird. Überhaupt kann man vieles nicht bei diesem endlosen, kalten Dauerregen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man kann sich nicht im Haus bewegen, weil immer irgendwo ein Wäscheständer steht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man kann die Asche nicht entsorgen, weil der Ofen keine separate Ascheklappe hat und nie ausgehen darf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man kann am Wochenende keine Ausflüge unternehmen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Man kann auch nicht in Ruhe faulenzen, weil die Kinder dringend Auslauf bräuchten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man kann nicht Ski fahren, weil die Lifts auf dem Vulkan wegen Regen ge­schlossen sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man den Regen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; noch nicht einmal filmen - weil die Kamera nass wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Erzählen wir unseren Freunden in Santiago vom Regen, bekommen sie leuchtende Augen: Ah, Re­gen, sagen sie, wie romantisch! Für die Menschen in Santiago ist Re­gen eine willkommene Abwechslung, er spült den Staub aus der Luft und ver­ziert die Kordillere mit Schnee. Außerdem regnet es in Santiago nur an ein paar Ta­gen im Jahr. Hier unten ist der Regen keine Erfrischung, er lässt das Gras ver­gil­ben, das Holz faulen, die Straßen in braunen Seen versinken. In der öf­fent­li­chen Bücherei hat man Plastikschalen und Töpfe auf dem Boden verteilt - über­all da, wo es durchs marode Dach tropft ... tropft ... tropft ...&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein Gutes aber hat dieses Wetter: Man sieht so viele Regenbögen wie nirgendwo sonst. Sobald es ein Sonnenstrahl durch die schwarzgrauen Wolken schafft, spannt sich die bunte Natur-Deko über den Himmel. Bei einer Autobahnfahrt vor ein paar Tagen habe ich zum allerersten Mal das Ende des Regenbogens gesehen. Bzw. den Anfang. Er befand sich an keinem konkreten, geschweige denn ent­fern­ten Ort, sondern &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogen#Scheinbare_Entfernung_des_Regenbogens"&gt;im Auge des Be­trach­ters&lt;/a&gt;. Beim Fah­ren wan­der­te er einfach mit. Bis es wieder zu regnen anfing.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Nachtrag am 27. 08.: Hier noch ein paar sprechende &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/683_16355_7.shtml"&gt;Bilder&lt;/a&gt; aus dem regengeplagten Süden Chiles.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8034931299798113832?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8034931299798113832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/cant-stand-rain.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8034931299798113832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8034931299798113832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/cant-stand-rain.html' title='Can&apos;t stand the rain'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SpNug4IStnI/AAAAAAAABk8/E_O5poI9gqE/s72-c/blog168.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3860284700537305084</id><published>2009-08-20T21:26:00.000-07:00</published><updated>2009-11-20T14:41:10.558-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Kantate, links gestrickt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/So4nlaUA6fI/AAAAAAAABks/-0HgIvOPOgM/s1600-h/quila.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/So4nlaUA6fI/AAAAAAAABks/-0HgIvOPOgM/s400/quila.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372274929171491314" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im kommenden Jahr wird sie 40 Jahre alt, aber sie hat sich gut gehalten: die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;can&amp;shy;ta&amp;shy;ta popular&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Santa_Mar%C3%ADa_de_Iquique"&gt;"Santa María de Iquique"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, komponiert von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Luis_Advis"&gt;Luis Advis&lt;/a&gt; und ein&amp;shy;ge&amp;shy;spielt im August 1970 von &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://es.wikipedia.org/wiki/Quilapay%C3%BAn"&gt;Quilapayún&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, einer der jungen, revolutionären Neo&amp;shy;fol&amp;shy;klo&amp;shy;re-Gruppen, die damals Chiles Musikszene &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nueva_canci%C3%B3n"&gt;aufmischten&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Die "volkstümliche Kantate" erzählt von einem Massaker, das 1907 in Iquique unter streikenden Salpeterarbeitern angerichtet wurde. Ein Stück Agitprop im ersten Allende-Jahr, aber mit außergewöhnlichen Mitteln: Musikalisch ist die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;cantata&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ein Hybrid aus klassischen und andinen Elementen; wenn man denn will, kann man sie in Rezitative, Arien und Choräle unterteilen. Nach Bach klingt das natürlich nicht, aber das Stück beeindruckt auch heute noch tief.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Luis Advis starb im Jahr 2004, Quilapayún stehen immer noch auf der Bühne, mit ein paar personellen Veränderungen und stark ergraut. Am vergangenen Dienstag traten sie mit der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;cantata &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;in Puerto Montt auf. Das Publikum war, wie bei diesen Anlässen inzwischen üblich, stark altersgemischt: von Mittsiebzigern, für die als junge Revoluzzer in den späten 60ern Quilapayún, Víctor Jara und Inti Illimani zu musikalischen Ikonen wurden, bis hin zu deren Enkeln, die immer noch darauf warten, dass sich erfüllt, was das Schlusslied der Kantate fordert: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Unámonos como hermanos, que nadie nos vencerá / si quieren esclavizarnos, jamás lo podrán lograr.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In einer Stadt voller Emporkömmlinge, in der man über die eigene politische Herkunft nur ungern spricht, war es aufschlussreich zu sehen, wer noch so ins Konzert ging. Bei der alleinerziehenden Bibliothekarin, deren Sohn mit J. in den Montessori-Kindergarten ging, und dem langhaarigen Theaterlehrer aus B.s Schule war die Überraschung nicht groß. S. aber staunte nicht schlecht, als sie einer Kollegin aus ihrem Institut über den Weg lief, einer gepflegten, älteren Literaturlehrerin, die sie aufgrund offenkundig falscher Gerüchte immer für eine Pinochet-Verehrerin gehalten hatte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" height="340" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qIYuvLv1ZnY&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/qIYuvLv1ZnY&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="250" width="400"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hier eine aktuelle Aufnahme der Kantate "Santa María de Iquique". Seinen Namen hat das Stück übrigens von der nach einem früheren Präsidenten benannten Schule "Escuela Domingo Santa María" in Iquique geliehen. Dort wurden 1907 tausende Salpeterarbeiter und deren Familien zusammengepfercht, die für bessere Bezahlung streikten. Wie viele Opfer das von der Armee verübte &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Matanza_de_la_Escuela_Santa_Mar%C3%ADa_de_Iquique"&gt;Massaker&lt;/a&gt; letztendlich forderte, ist bis heute unklar, die Zahlen schwanken zwischen weniger als 200 und 3.600 Toten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3860284700537305084?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3860284700537305084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/blabla.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3860284700537305084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3860284700537305084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/blabla.html' title='Kantate, links gestrickt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/So4nlaUA6fI/AAAAAAAABks/-0HgIvOPOgM/s72-c/quila.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7567299970493792343</id><published>2009-08-19T22:47:00.000-07:00</published><updated>2009-08-20T14:08:56.130-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fernsehen'/><title type='text'>Sex, Lügen und Katechismus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SozlOW49f_I/AAAAAAAABkc/5dbB47gNz1U/s1600-h/maciel.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SozlOW49f_I/AAAAAAAABkc/5dbB47gNz1U/s400/maciel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5371920490371579890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein Heiliger der ganz besonderen Art: Marcial Maciel (Foto: dpa)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Um eine besonders unappetitliche Mischung aus Katholizismus, Personenkult und Kindesmissbrauch ging es gestern Abend im chilenischen Fernsehen: Der staatliche Sender TVN brachte eine &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.24horas.cl/videos.aspx?id=12395&amp;amp;tipo=51"&gt;Reportage &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;über die Opfer von &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marcial_Maciel"&gt;Marcial Maciel&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, dem Gründer der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Legion%C3%A4re_Christi"&gt;"Legionäre Christi"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Der Mexikaner Maciel (1920-2008) hatte den streng konservativen Orden im Jahr 1941 in Mexiko-Stadt gegründet, heute ist er in über 20 Ländern vetreten, über 600 katholische Priester gehören ihm an. Untrennbar mit der Kongregation verbunden ist die Laienbewegung &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regnum_Christi"&gt;"Regnum Christi"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; mit mehr als 60.000 Mitgliedern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der charismatische und ausgesprochen papsttreue Maciel führte indes ein Doppelleben. Seit den 60er-Jahren kursierten Gerüchte über sexuellen Missbrauch an Minderjährigen in den Schulen des Ordens - Gerüchte, die sich viel später bestätigen sollten. Da der Mexikaner hohes Ansehen bei Johannes Paul II. genoss - die Legionäre galten als die neue, schlagkräftige Truppe des Vatikans -, geriet die Causa Maciel erst nach dem Tod dieses Papstes in Bewegung. Die &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glaubenskongregation"&gt;Glaubenskongregation&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; "lud" den inzwischen 86-Jährigen im Mai 2006 "ein", ein zurückgezogenes Leben "in Gebet und Buße" zu führen. Bei seiner Beerdigung war kein päpstlicher Vertreter zugegen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Anfang 2009 kam es zum Super-GAU für die Legionäre: Maciel habe eine Tochter, möglicherweise sogar mehrere leibliche Kinder, hieß es - und die Kongregation musste diese Information zähneknirschend bestätigen. Seitdem haben die von den Legionären betriebenen Einrichtungen, in denen man den Gründer noch vor kurzem wie einen Heiligen verehrte, fast alle Hinweise auf Maciel aus ihren Webauftritten getilgt. Wie man in Chile hört, hängen auch keine Maciel-Porträts mehr in den exklusiven &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.colegiocumbres.cl/"&gt;Schulen &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;des Ordens, das Thema wird von Chiles katholischer Upper-Class totgeschwiegen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nach der Ausstrahlung der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.24horas.cl/videos.aspx?id=12395&amp;amp;tipo=51"&gt;Reportage von TVN&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; wird ihr Schweigen noch ein bisschen peinlicher sein. Die Zeugnisse von Männern, die Maciel vor Jahrzehnten missbraucht hat, und die sich zum Teil erst jetzt trauen, öffentlich zu reden, sind so abstoßend wie grotesk. Einen von ihnen, damals Schüler in Maciels erster Ordensschule, einem &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;seminario menor&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, das Jugendliche ohne Umwege auf die Priesterlaufbahn setzt, hatte der Pater beiseite genommen und ihn auf das Laster der Masturbation angesprochen. Man könne medizinisch etwas dagegen unternehmen - aber dazu brauche man eine Samenprobe. Und um diese zu erhalten, legte Maciel gleich selbst Hand an.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Seit dem 15. Juli ist eine "apostolische Visite" im Gange, die dem Vatikan einen Bericht über das Innenleben des Ordens liefern soll. Fünf Bischöfe, unter anderem &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://wordpress.ucsc.cl/archives/5005"&gt;Ricardo Ezzati&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, Erzbischof von Concepción, sind weltweit unterwegs und besuchen Institutionen der Legionäre. Viel erwarten darf man von diesem Prozedere nicht: Wie zu lesen war, bestand Ezzatis "Untersuchung" der Legionärs-Universität &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.finisterrae.cl/quienes/consejo.php"&gt;Finis Terrae&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; in einem einstündigen Treffen mit dem akademischen Rat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7567299970493792343?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7567299970493792343/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/sex-lugen-und-katechismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7567299970493792343'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7567299970493792343'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/sex-lugen-und-katechismus.html' title='Sex, Lügen und Katechismus'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SozlOW49f_I/AAAAAAAABkc/5dbB47gNz1U/s72-c/maciel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6119064525941275255</id><published>2009-08-16T18:00:00.000-07:00</published><updated>2009-08-16T18:10:47.611-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaft'/><title type='text'>Giftiger Sand</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Soir_2w3OMI/AAAAAAAABjk/3RSpLIwJteY/s1600-h/arica2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Soir_2w3OMI/AAAAAAAABjk/3RSpLIwJteY/s400/arica2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5370731669159884994" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SoisAO0qyII/AAAAAAAABjs/wgwgV2_uTu8/s1600-h/arica3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 263px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SoisAO0qyII/AAAAAAAABjs/wgwgV2_uTu8/s400/arica3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5370731675618297986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dass die Jahre der Pinochet-Diktatur bleiern waren, ist hinlänglich bekannt. Für manche Chilenen leider auch im Wortsinn: Mehrere tausend Einwohner von Arica, Chiles Grenzstadt zu Peru, wohnen in Häusern, die auf verseuchtem Material errichtet wurden. Die toxische Mischung, die neben Blei auch Quecksilber und Arsen enthält, wurde zwischen 1984 und 1989 von einer Firma eingeführt, die später nie die Arbeit aufnahm. Dafür wurden in nächster Nähe Sozialwohnungen für rund 15.000 Ariqueños errichtet. Die klagen seit langem über Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen, von chronischen Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu neu­ro­logischen Schäden und Missbildungen bei Neu­ge­borenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Importiert" wurde der Schwermetallcocktail aus Schweden. Es handelt sich um insgesamt 21.000 Tonnen Schlacken, ein Abfallprodukt des Bergbauunternehmens Boliden AB. Weil Arica Sonderwirtschaftszone ist, mussten keine Steuern oder Abgaben für die Einführung des giftigen Materials gezahlt werden. Kontrolliert wurde dessen Toxizität auch nicht - sonst hätten die Behörden wohl festgestellt, dass es sich keineswegs um lediglich "mindergiftige Rückstände" handelte. Das behauptete Promel, die chilenische Firma, der die Wiederaufarbeitung dann offenbar zu teuer wurde - weil sich der Wechselkurs verschlechtert und den Import notwendiger Geräte und Chemikalien extrem verteuert hatte. Die Firma zog nach einigen juristischen Windungen den Kopf aus der Schlinge und hinterließ der Wüstenstadt ein giftiges Erbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gewerbegebiet im Norden Aricas hatte seine besten Zeiten in den Sechziger- und Siebzigerjahren gesehen, als die Regierungen in Santiago eine offensive In­dus­trie­po­litik betrieben und viele Betriebe, insbesondere aus der Au­to­mo­bil­branche, ansiedelten. Erst im vergangenen Jahr wurden hier die letzten Chev­ro­let-Pickups montiert, die massenweise durch Chile rollen. Dank der radikalen Marktöffnung in den ersten Jahren der Diktatur waren aber die meisten Un­ter­nehmen schon in den Achtzigern abgewandert oder pleite gegangen, weil mit den Subventionen auch der Standortvorteil weggefallen war. In den Achtzigern und Neunzigern wurden denn auch Teile der Industriebrache zum Wohngebiet umgewidmet. Hier, wo die Stadt an die graubraunen Sandhügel stößt und nichts Grünes mehr gedeiht, entstanden zwischen 1987 und 1996 etappenweise Sozialwohnungen für die ärmsten Ariqueños - in direkter Nachbarschaft zu dem Giftmüll aus Schweden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach &lt;a href="http://www.elmorrocotudo.cl/admin/render/noticia/22112"&gt;Recherchen &lt;/a&gt;des Onlinemagazins &lt;a href="http://www.elmorrocotudo.cl/admin/render/noticia/22112"&gt;"El Morrocotudo"&lt;/a&gt; sind die Ver­ant­wort­lichen für mehrere Baugenehmigungen heute nicht mehr zu iden­ti­fi­zie­ren. Das hat wohl seine Gründe, denn schon 1994 war dem &lt;a href="http://www.serviu.cl/"&gt;Serviu&lt;/a&gt;, der staatlichen Woh­nungs­bau­be­hörde, die Existenz der Ab­la­ge­run­gen bekannt. Erst 1996 al­ler­dings stellte das regionale Gesundheitsamt offiziell die hohen toxischen Kon­zen­trationen fest und ließ das Material abbaggern. Immer noch lagert es in der Nähe der Stadt, in der es zwar nie regnet, wo aber häufig starker Wind weht, der Sand und sonstige Partikel weiträumig verteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitdem haben die Unregelmäßigkeiten nicht aufgehört. Laut "El Mor­ro­co­tudo" wurden nach Bekanntwerden der toxischen Belastung von 5.000 Anwohnern Blutproben genommen, die auf Blei untersucht werden sollten. Beim Instituto de Salud Pública (&lt;a href="http://www.ispch.cl/"&gt;ISP&lt;/a&gt;) in Santiago, das über ent­spre­chen­de Labors verfügt, kamen merkwürdigerweise aber nur 725 Proben an. Zum Ärger der Betroffenen, die sich inzwischen organisiert haben, wurde auch lediglich auf Blei, nicht aber auf Quecksilber, Kadmium oder Arsen getestet. Ein Klage der Anwohner gegen Promel blieb erfolglos. Kurioserweise wurde das Unternehmen von einer Anwältin ver­tre­ten, zu deren Mandanten auch der sozialistische Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te Iván Pa­re­des gehört - als auf dem Gift Wohnungen errichtet wurden, war Paredes Bür­ger­meis­ter von Arica.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine &lt;a href="http://contacto.canal13.cl/contacto2/html/Reportajes/2009_Contaminados/index.html"&gt;Fernsehreportage&lt;/a&gt; hat in der vergangenen Woche das Thema erstmalig landesweit bekannt gemacht und für frischen Wind im Fall Arica gesorgt. &lt;a href="http://latercera.com/contenido/680_165829_9.shtml"&gt;Gleich vier Minister&lt;/a&gt; machten sich Hals über Kopf auf den Weg nach Arica, um mit den Anwohnern zu reden und ihnen ihre Unterstützung zu versprechen. He­raus­ge­kommen ist eine Vereinbarung, die allen Betroffenen medizinische Hilfe ge­wäh­ren und die Klärung der Schuldfrage vorantreiben soll. Gesundheitsminister Álvaro Erazo will eine Expertenkommission mit internationaler Unterstützung zu­sam­men­trom­meln, um die Gesundheitsschäden untersuchen zu lassen. "Nach unserem Aktionsplan werden wir in spätestens zwei Monaten Klarheit darüber haben, wie die medizinische Versorgung aussehen wird", so Erazo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Minister will außerdem eine &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/654_168540_9.shtml"&gt;Klage gegen den schwedischen Staat&lt;/a&gt; prüfen, wahrscheinlich die Strategie mit den geringsten Er­folgs­aus­sich­ten. Tomás Hirsch von der Humanistischen Partei, im Jahr 2005 Präsidentschaftskandidat der au­ßer­par­la­men­tarischen Linken &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/654_168540_9.shtml"&gt;forderte&lt;/a&gt; gestern die Schaffung einer un­ab­hängigen Umwelt-Kontrollinstanz ("Contraloría de Medio Ambiente") auf höchster staatlicher Ebene. Eine Forderung, die er im Zusammenhang mit der Verseuchung in Arica seit zehn Jahren erhebt, bislang ohne jeden Erfolg.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;Bildnachweis: (o.) &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/marcos_hb/"&gt;marcosHB auf flickr&lt;/a&gt;, (u.) &lt;a href="http://www.elmorrocotudo.cl/admin/render/noticia/22260"&gt;El Morrocotudo&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6119064525941275255?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6119064525941275255/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/dass-die-jahre-der-pinochet-diktatur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6119064525941275255'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6119064525941275255'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/dass-die-jahre-der-pinochet-diktatur.html' title='Giftiger Sand'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Soir_2w3OMI/AAAAAAAABjk/3RSpLIwJteY/s72-c/arica2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2056597462871378278</id><published>2009-08-10T20:52:00.000-07:00</published><updated>2009-08-10T22:03:24.234-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprache'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shopping'/><title type='text'>Schokosprech</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SoDrK_-9OKI/AAAAAAAABjc/6QLRRL59En8/s1600-h/a4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SoDrK_-9OKI/AAAAAAAABjc/6QLRRL59En8/s400/a4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5368549330032343202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Si es Bayer, es bueno&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; - dieser Slogan, pardon: Claim strahlt seit vielen Jahren als Leuchtreklame über den Dächern von Santiago. Eine anderes deutsches Un&amp;shy;ter&amp;shy;neh&amp;shy;men, das beträchtlichen Erfolg mit quadratischen Schokoladentafeln hat, wirbt seit kurzem in der U-Bahn und anderswo mit der Eins-zu-eins-Übersetzung ihres in den Siebzigerjahren geprägten deutschen Werbespruchs. Bloß: Drüben ein zacki&amp;shy;ges kleines Gedicht, wird er hüben zum Zungenbrecher. Ob das hängen bleibt?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2056597462871378278?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2056597462871378278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/schokosprech.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2056597462871378278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2056597462871378278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/schokosprech.html' title='Schokosprech'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SoDrK_-9OKI/AAAAAAAABjc/6QLRRL59En8/s72-c/a4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7543420235166158373</id><published>2009-08-08T20:06:00.000-07:00</published><updated>2009-08-08T21:51:21.743-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>Schälomat und Presserette</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="400" height="300"&gt; &lt;param name="flashvars" value="intl_lang=en-us&amp;amp;photo_secret=8c302dee2e&amp;amp;photo_id=3801675616"&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377"&gt; &lt;param name="bgcolor" value="#000000"&gt; &lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=71377" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" flashvars="intl_lang=en-us&amp;amp;photo_secret=8c302dee2e&amp;amp;photo_id=3801675616" width="400" height="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zwei Peruanerinnen erobern Südamerika im Team: Die vollhandbetriebene Oran­&amp;shy;gen­&amp;shy;schäl­ma­schi­ne und die ebensowenig elektrische Hebelorangenpresse wer­den in Peru gegossen und zusammengeschraubt, haben aber längst Bolivien er­obert und wurden bereits in Chile gesichtet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Funktionsprinzip lässt sich auf diesem im bolivianischen Cochabamba auf­ge­nommenen Video leicht nachvollziehen. Aber warum müssen die Orangen über­haupt vor dem Pressen geschält werden? Ein Orangenpresser erklärte auf An­fra­ge, die Fruchthälften zerrissen anderenfalls während des Pressvorgangs. Mög­li­cher­weise handelt es sich auch lediglich um eine Hygienemaßnahme.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wir haben die Maschinen-Kombi nach langer und umständlicher Suche in La Paz ge­kauft und pressen seitdem literweise O-Saft. Das Schönste: Die drei bis vier Me­ter langen Orangenschalenfäden kann man gebündelt unter der Decke auf­hän­gen. Sie aromatisieren beim Trocknen die Raumluft und geben anschließend ei­nen formidablen Ofenanzünder ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Sollte sich jemand über den Soundtrack wundern: Auf der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Cancha&lt;/span&gt;, dem riesigen Straßenmarkt von Cochabamba, verkaufen fliegende Händler Sprachlern-CDs - und spielen diese zu Demonstrationszwecken auf ihrem Wägelchen ab.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7543420235166158373?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7543420235166158373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/ldsak.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7543420235166158373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7543420235166158373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/ldsak.html' title='Schälomat und Presserette'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-552713756594112128</id><published>2009-08-06T20:04:00.000-07:00</published><updated>2009-08-08T20:31:32.040-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>Großmachtallüren, essbar</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Snu8umcJUZI/AAAAAAAABjE/6QI0pWia0Ik/s1600-h/miel.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Snu8umcJUZI/AAAAAAAABjE/6QI0pWia0Ik/s400/miel.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5367090889720680850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am Donnerstag beging Chile erstmalig den "Tag des Honigs". B.'s Schulklasse war aus diesem Anlass zu einer Veranstaltung des Landwirtschaftsministeriums ein&amp;shy;ge&amp;shy;la&amp;shy;den worden, die Kinder malten Bilder zum Motto &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Por un Chile más dulce y saludable&lt;/span&gt; und bekamen von einem Mitarbeiter im Bienenkostüm kleine gelbe Ho&amp;shy;nig&amp;shy;tütchen zugesteckt. Mit der klebrigen PR will der Staat den chilenischen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.gobiernodechile.cl/viewNoticia.aspx?idArticulo=28315"&gt;Ho&amp;shy;nig&amp;shy;verbrauch ankurbeln&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, der mit 100 Gramm pro Kopf und Jahr im in&amp;shy;ter&amp;shy;na&amp;shy;tio&amp;shy;na&amp;shy;len Vergleich sehr zu wünschen übrig lässt. Ein Neuseeländer, so ist auf der Website von Ministerin Marigen Hornkohl (!) zu lesen, verzehrt im selben Zeit&amp;shy;raum ganze zwei Kilo Bienensekret.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An der Qualität kann es nicht liegen: In Chile wird hervorragender Honig produziert. Vor allem der würzige &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;miel de ulmo&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, eine Varietät auf Grundlage eines &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chilenische_Scheinulme"&gt;ein&amp;shy;hei&amp;shy;mi&amp;shy;schen, üppig blühenden Laubbaumes&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, muss keinen Vergleich scheu&amp;shy;en und wird auch exportiert. Allerdings macht der Preis guten Honig für viele Chi&amp;shy;le&amp;shy;nen zum Luxusprodukt. Was im Supermarktregal "Honig" heißt und trotzdem billig ist, wurde mit Industriezucker und anderem minderwertigen Süßkram gestreckt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Überhaupt werden immer mehr hochwertige Nahrungsmittel in Chile hergestellt und angeboten, allerdings noch in einer viel zu teuren Nische. Die Masse (wir sind da nicht außen vor) konsumiert lecker Weißbrot, bunte Zucker- oder Lightgetränke, billig Grillfleisch, Mayo und was sonst noch der Kalorienzufuhr dient. Aber die Vorstellung, dass es nicht schaden kann, sich gut zu ernähren, dass Produkte ohne Chemie und Geschmacksverstärker besser schmecken und gesünder sind, diese Überzeugung ist stark im Kommen und wurzelt gleichzeitig in der traditionellen chilenischen Küche, die rustikal daherkommt, aber auf gute Zutaten Wert legt und nicht mit der rein fleischbasierten &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;parrillada&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;- und Sandwichkultur verwechselt werden darf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Santiago, unweit des Präsidentenpalastes, gibt es einen kleinen, schick de&amp;shy;sign&amp;shy;ten Laden namens &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.saboresdelcampo.cl/"&gt;"Sabores del Campo"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Verkauft werden hier unter sel&amp;shy;bi&amp;shy;gem Markennamen mehrere hundert Produkte aus ländlichen Kleinbetrieben, die mit Förderung durch das staatliche Institut für Landwirtschaftliche Entwicklung (&lt;a href="http://www.indap.cl/"&gt;INDAP&lt;/a&gt;) Gourmetprodukte aus heimischen Zutaten entwickeln: von hand&amp;shy;ge&amp;shy;press&amp;shy;ten Olivenölen über Konfitüren aus Kaktusfeigen bis hin zu ma&amp;shy;ri&amp;shy;nier&amp;shy;ten pa&amp;shy;ta&amp;shy;go&amp;shy;ni&amp;shy;schen Lammkoteletts. Das Feinschmecker-Potzenzial ist auf je&amp;shy;den Fall vor&amp;shy;han&amp;shy;den, zumal in einem Land, in dem Limonen und Melonen ebenso rei&amp;shy;fen wie Kas&amp;shy;ta&amp;shy;nien, Blaubeeren und Rhabarber. Von den traditionellen land&amp;shy;wirt&amp;shy;schaft&amp;shy;li&amp;shy;chen Ex&amp;shy;port&amp;shy;pro&amp;shy;duk&amp;shy;ten mal ganz abgesehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die - in erster Linie Äpfel, Birnen, Trauben und Wein - machten 2008 schon knapp 20 Prozent aller Exporte aus (Bergbau: 60 Prozent, Forstwirtschaft: 8 Prozent). Erwartet wird in diesem und im kommenden Jahr eine Schrumpfung der Bergbau-Exporte bei weiterem Wachstum der Lebensmittelausfuhren, die dann im Jahr 2010 schon bei 30 Prozent lägen. Grund genug für die Regierung, von Chile als einer &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;potencia alimentaria&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; zu &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.chilepotenciaalimentaria.cl/"&gt;sprechen&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Eine echte Ernährungs-Großmacht sieht frei&amp;shy;lich anders aus - und hätte das soeben mit Getöse &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/blog-post_11.html"&gt;zusammengebrochene Ge&amp;shy;schäft mit dem Lachs&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ein wenig verantwortungsvoller betrieben. Seit ein paar Tagen ist übrigens ein vor Ort entwickelter Impfstoff gegen die das Lachs&amp;shy;virus ISA zugelassen, die Industrie verbreitet schon wieder Optimismus. Wenn so weiter&amp;shy;gemacht wird wie bisher, dürfte das nächste Fisch-Desaster aber nicht lange auf sich warten lassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Snz2LHWcNgI/AAAAAAAABjM/0whcDNgkvZE/s1600-h/a5.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Snz2LHWcNgI/AAAAAAAABjM/0whcDNgkvZE/s400/a5.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5367435526730954242" border="0" /&gt;&lt;span style="display: block;" id="formatbar_Buttons"&gt;&lt;span class="on menu-top" style="display: block;" id="formatbar_FontSize" title="Schriftgrad" onmouseover="ButtonHoverOn(this);" onmouseout="ButtonHoverOff(this);" onmouseup="" onmousedown="CheckFormatting(event);toggleFontSizeMenu();ButtonMouseDown(this);"&gt;&lt;img src="http://www.blogger.com/img/blank.gif" alt="Schriftgrad" class="gl_size" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mangold, Möhren, Mandarinen: Frisches Obst und Gemüse gibt's in Chile an jeder Ecke.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-552713756594112128?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/552713756594112128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/limonen-und-rettich-rote-bete-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/552713756594112128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/552713756594112128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/limonen-und-rettich-rote-bete-und.html' title='Großmachtallüren, essbar'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Snu8umcJUZI/AAAAAAAABjE/6QI0pWia0Ik/s72-c/miel.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4420721832510273589</id><published>2009-08-05T21:38:00.000-07:00</published><updated>2009-08-05T22:17:38.580-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Chile-Arte</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SnpelePSpYI/AAAAAAAABi8/b_Xg5_xDUjg/s1600-h/a3+%286%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SnpelePSpYI/AAAAAAAABi8/b_Xg5_xDUjg/s400/a3+%286%29.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5366705903830738306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wieder einmal kommt Arte das Verdienst zu, Chile im deutschen Fernsehen einen Platz einzuräumen. Zwei kürzlich gesendete Reportagen lassen sich zurzeit noch im Netz besichtigen: über das &lt;a href="http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=2772036,scheduleId=2734574.html"&gt;Chiloé-Archipel&lt;/a&gt; in der Reihe "Inselträume" (nur noch heute, Donnerstag!) sowie über Gletscher-, Puma- und Einsamkeits-Tou&amp;shy;ris&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&amp;shy;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;mus im patagonischen Nationalpark &lt;a href="http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=2778076,scheduleId=2746996.html"&gt;Torres del Paine&lt;/a&gt; - unter dem Motto "Die neuen Paradiese". Ansehen schadet nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4420721832510273589?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4420721832510273589/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/chile-arte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4420721832510273589'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4420721832510273589'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/08/chile-arte.html' title='Chile-Arte'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SnpelePSpYI/AAAAAAAABi8/b_Xg5_xDUjg/s72-c/a3+%286%29.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-78648254974183403</id><published>2009-07-20T15:13:00.000-07:00</published><updated>2009-07-20T15:18:39.102-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grundsätzliches'/><title type='text'>Minimalbetrieb</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Bloggen geht gerade gar nicht. Für Facebook-Freunde gibt es aber zweimal täglich ein Bolivien-Aperçu per Statusaktualisierung. Wer noch nicht bei &lt;a href="http://www.facebook.com/"&gt;Facebook&lt;/a&gt; ist, kann das bei dieser Gelegenheit ja mal ändern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-78648254974183403?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/78648254974183403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/minimalbetrieb.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/78648254974183403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/78648254974183403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/minimalbetrieb.html' title='Minimalbetrieb'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3187945712035240994</id><published>2009-07-15T16:37:00.000-07:00</published><updated>2009-07-15T16:49:42.644-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grundsätzliches'/><title type='text'>Kurze Pause</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Diese Winterferien haben wir uns redlich verdient. Bloggen wird schwierig sein, wenn auch nicht unmöglich: Es geht nach Bolivien. Spätestens Ende Juli gibt es Neuigkeiten. Nos vemos.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3187945712035240994?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3187945712035240994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/kurze-pause.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3187945712035240994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3187945712035240994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/kurze-pause.html' title='Kurze Pause'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2772111712195050520</id><published>2009-07-11T20:21:00.000-07:00</published><updated>2009-07-12T09:22:42.175-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><title type='text'>Talfahrt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3w.lun.com/revistas/contenidoPaginav2.asp?pagina=SAPRO030200907111H.SWF&amp;amp;fecha=2009-07-11&amp;amp;nomencRev=SA&amp;amp;tipoPantalla=1024"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 250px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SllW2uKkkTI/AAAAAAAABis/dJvpkFoz83A/s400/salmon.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5357408729839210802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;... und danke für den Fisch: Der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://3w.lun.com/revistas/contenidoPaginav2.asp?pagina=SAPRO030200907111H.SWF&amp;amp;fecha=2009-07-11&amp;amp;nomencRev=SA&amp;amp;tipoPantalla=1024"&gt;Abgesang&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; des "Mercurio" auf unsere kleine Stadt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eigentlich ist es ein Zufall, dass wir sie nicht kennen, Bernarda García und Alvaro Quintana. Sie wohnen irgendwo bei uns um die Ecke, in unserem Viertel, ihre bei&amp;shy;den Kinder gehen auf die Deutsche Schule. Gingen. Denn wie eine heute im &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.mer.cl/"&gt;"Mer&amp;shy;cu&amp;shy;rio"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; erschienene &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://3w.lun.com/revistas/contenidoPaginav2.asp?pagina=SAPRO030200907111H.SWF&amp;amp;fecha=2009-07-11&amp;amp;nomencRev=SA&amp;amp;tipoPantalla=1024"&gt;Reportage&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; schildert, sitzen die vier auf gepackten Kof&amp;shy;fern. Das Kapitel Puerto Montt ist für sie abgeschlossen: "Hier geht einfach nichts mehr."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Ingenieur Quintana verdiente bis vor kurzem 5 Millionen Pesos (6.500 Euro) in einer Firma, die hydraulische Anlagen für die Lachsindustrie installiert und wartet. Die beiden Kinder besuchten die teuerste Schule am Ort, die Familie mietete ein großes Haus mit Garten, ging an den Wochenenden gut essen oder ins Casino von Puerto Varas, alles lief wie geschmiert. Dann geriet der &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/10/verunreinigungen.html"&gt;Lachs in die Krise&lt;/a&gt;. Heute kann die Familie kaum noch ihre über diverse Kreditkarten angehäuften Schulden bedienen, weil der Arbeitgeber seit Monaten die Gehaltszahlungen stundet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Was bei unserer Ankunft in Puerto Montt noch wie ein drohende dunkle Wolke über der Stadt hing, ist längst Realität geworden: Der Lachs-Boom, das große Geschäft mit dem Mastfisch, das ein gutes Jahrzehnt lang Geld und Men&amp;shy;schen anspülte, ist in sich zusammengebrochen. In dieser Zeit schufen die Pro&amp;shy;du&amp;shy;zen&amp;shy;ten, direkt oder indirekt, an die 15.000 neue Arbeitsplätze - pro Jahr. Überall entstanden auf der grü&amp;shy;nen Wiese Zuliefer- oder Servicefirmen, der Einzelhandel und der Woh&amp;shy;nungs&amp;shy;bau explodierten. Ende 2006 herrschte praktisch Voll&amp;shy;be&amp;shy;schäf&amp;shy;ti&amp;shy;gung. Dann, im Juli 2007 traten sie ersten Fälle des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ansteckende_Blutarmut_der_Lachse"&gt;ISA&lt;/a&gt;-Virus auf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jetzt, im ersten Quartal 2009, ist die Arbeitslosenquote auf 10,4 gestiegen. In den letzten 12 Monaten sind nach offiziellen Angaben in der Provinz 17.000 Jobs weg&amp;shy;ge&amp;shy;bro&amp;shy;chen. Und ein Ende ist nicht absehbar. Ein Freund, der für einen nor&amp;shy;we&amp;shy;gi&amp;shy;schen Lachshersteller arbeitet, drückt es so aus: "Ab Oktober gibt es kei&amp;shy;nen Lachs mehr in Puerto Montt." Aufgrund der Infektionsgefahr setzten die meis&amp;shy;ten Firmen keine Jungtiere mehr in die Schwimmkäfige ein. Und wenn die erst&amp;shy;mal leer sind, dauert es anderthalb Jahre, bis ein neuer Zucht- und Mastzyklus abgeschlossen ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der "Mercurio" zitiert Carlos Odebret, den Geschäftsführer des Branchenverbands SalmonChile: "In anderthalb Jahren haben wir die Gewinne von zehn Jahren ver&amp;shy;lo&amp;shy;ren." Zum Lachs-Virus, der sich rasant ausbreitete, kam die Welt&amp;shy;wirt&amp;shy;schafts&amp;shy;kri&amp;shy;se, die Banken geben keine billigen Kredite mehr und fordern Ga&amp;shy;ran&amp;shy;tien, die die klammen Firmen nicht aufbringen können.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Odebret will jetzt das Lachs-Geschäft umkrempeln: "Es hat uns an Professionalität gemangelt. Wir müssen in Zukunft verantwortlicher mit dem Meer als Standort umgehen, wir brauchen Ruhephasen zwischen den Produktionszyklen und einen rechtlichen Rahmen zur Herstellung ökologisch verträglicher Bedingungen." Das sind keine neuen Erkenntnisse, aber noch vor zwei Jahren haben sie niemanden interessiert. Damals floss das Geld ja noch in Strömen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bis die Industrie wieder Fahrt aufnimmt, ist es - wenn überhaupt - noch ein weiter Weg. Und die Talsohle ist noch lange nicht erreicht, man rechnet frühestens ab 2012 mit einem Aufschwung. "Ich fürchte, dass Puerto Montt eine Geisterstadt wird", sagt Alvaro Quintana im "Mercurio", "wie die einstigen Salpeter-Städte im Norden." Dabei sieht man von der Krise noch nicht viel auf den Straßen. Noch haben genug Menschen genug Geld, und sei es aus der Abfindung, die sie bei ihrer Kündigung erhalten haben. Noch werden die Hochhäuser zu Ende gebaut, die vor zwei Jahren projektiert wurden. Der Motor ist ausgefallen, aber das Auto rollt noch.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dazu kommen verstärkte öffentliche Investitionen, mit denen der Staat die Krise - landesweit - abzumildern versucht. Diese Mittel fließen in Straßenbau oder Grün&amp;shy;flä&amp;shy;chen&amp;shy;ar&amp;shy;beiten. Im Mai und im Juni haben zwanzig, dreißig arbeitslose Frauen ent&amp;shy;lang von S.' Schulweg wochenlang Erde abgetragen, Löcher gebuddelt, Bü&amp;shy;sche gepflanzt und Rollrasen verlegt. Der verwandelt sich jetzt im Juliregen zu Matsch. Es sieht nicht gut aus für Puerto Montt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2772111712195050520?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2772111712195050520/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/blog-post_11.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2772111712195050520'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2772111712195050520'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/blog-post_11.html' title='Talfahrt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SllW2uKkkTI/AAAAAAAABis/dJvpkFoz83A/s72-c/salmon.gif' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-345701769478875143</id><published>2009-07-06T20:37:00.000-07:00</published><updated>2009-07-07T23:39:48.275-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Hormoneller Aufruhr</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Gesundheitsausschuss des chilenischen Abgeordnetenhauses gleicht dieser Tage einem Seminar der Reproduktionsmedizin. Experten - durch die Bank Männer - werden angehört, die in länglichen Powerpoints den Menstruationszyklus zerpflücken und Kurven hormoneller Ausschüttungen interpretieren. Dabei geht es nur um eine Frage: Ist die "Pille danach" eine Abtreibungspille oder nicht?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Vorgeschichte wurde im Blog schon &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/04/krperpolitik.html"&gt;angedeutet&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; - es geht um den erbitterten Kampf der katholischen Ultrarechten gegen das Hormon Levonorgestrel, das etwa unter dem Markennamen "Postinor 2" Schwangerschaften auch noch nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr verhindern kann. Der Wirkstoff bzw. die entsprechenden Präparate sind fast in jedem Land der Welt erhältlich, die &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.who.int/"&gt;WHO&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; empfiehlt ihre Rezeptfreiheit als probates Mittel zur Vorbeugung ungewollter Schwangerschaften.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Chile, wo Abtreibung selbst dann unter Strafe steht, wenn die Frau vergewaltigt wurde oder durch die Schwangerschaft gesundheitlich gefährdet ist, hat eine Gruppe rechter Parlamentarier im vergangenen Jahr eine Beschwerde &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;eingereicht, der das Verfassungsgericht entsprach. Seitdem dürfen Einrichtungen des staatlichen Gesundheitswesens die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;píldora del día después&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;nicht mehr abgeben. Nach einer Entscheidung des chilenischen Rechnungshofs vom April dieses Jahres darf das Präparat auch nicht mehr von quasistaatlichen Einrichtungen wie Stadtverwaltungen oder NGOs bereitgehalten werden. Verboten ist es deswegen noch lange nicht, aber gerade arme Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft am meisten in Bedrängnis bringt, haben am wenigsten Chancen, es in einer Apotheke käuflich zu erwerben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Argument der beschwerdeführenden Abgeordneten: Die Pille danach sei "abortiv", also eine Abtreibungspille - und seine Abgabe damit nicht verfassungsgemäß. Tatsächlich ist der Stand der Wissenschaft ein anderer: Das hoch dosierte Levonorgestrel verhindert kurzfristig den Eisprung und somit überhaupt die Befruchtung (&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.paula.cl/reportajes/pdf/reportaje_43.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ein ausführlicher Bericht). Die von den Gegnern bemühten Experten können das Gegenteil nicht beweisen, argumentieren aber, es bestehe zumindest fallweise die Möglichkeit, dass die Pille die Einnistung eines bereits befruchteten Eis verhindere. Für einen rechten Katholiken ist das natürlich - wenn es denn so ist - Mord.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SlQ4yQXKIDI/AAAAAAAABho/FjzHPudhihw/s1600-h/372px-Levonorgestrel.svg.png"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 372px; height: 250px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SlQ4yQXKIDI/AAAAAAAABho/FjzHPudhihw/s400/372px-Levonorgestrel.svg.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355968292887076914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hormon der Zwietracht: Levonorgestrel (Quelle: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Levonorgestrel"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dass sich das Parlament jetzt wieder mit dem Thema beschäftigt, liegt an einem von Präsidentin Michelle Bachelet im Eilverfahren &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.publimetro.cl/content/view/543879/Gobierno-enviara-proyecto-de-ley-para-garantizar-distribucion-de-pildora-del-dia-despues.html"&gt;auf den Weg gebrachten&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Gesetzentwurf, der eine klare gesetzliche Grundlage für Beratung und medizinische Betreuung von Frauen in Fortpflanzungsfragen legen soll - die Abgabe von Notfall-Kontrazeptiva durch öffentliche Einrichtungen eingeschlossen. Am 30. Juni wurde der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.camara.cl/pley/pley_detalle.aspx?prmID=6973&amp;amp;prmBL=6582-11"&gt;Entwurf&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; an den Kongress überwiesen, beide Kammern haben jeweils zehn Tage Zeit zur Beratung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Eil-Initiative hat auch mit dem Wahlkampf zu tun: Der Kandidat der rechten "Alianza por Chile", Sebastián Piñera - in Wertefragen deutlich liberaler eingestellt als &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.lanacion.cl/prontus_noticias_v2/site/artic/20090623/pags/20090623113423.html"&gt;viele Politiker seines Lagers&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; -, hatte angekündigt, einer Neuregulierung der Abgabe nicht im Weg zu stehen. Irgendetwas gewinnt Bachelet also auf jeden Fall:  Entweder das Gesetz geht durch den Kongress, in dem die regierende Concertación keine Mehrheit mehr hat, oder Piñera blamiert sich als General ohne Truppen. Andererseits: Auch wenn das Gesetz durchkommt, werden die fanatischen Pillengegner erneut den juristischen Weg einschlagen. Das haben sie bereits angekündigt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hinter diesen Parlamentariern steht ein fundamentalistisch-katholisches Netzwerk. Darin spielen Organisationen wie das &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_dei"&gt;"Opus Dei"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und die &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Legion%C3%A4re_Christi"&gt;"Legionäre Christi"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; eine wichtige Rolle, die in der chilenischen Oberschicht höchst populär sind. Wie die "Pro-Vida"-Fraktion tickt, kann erahnen, wer &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.redprovida.com/index.php?option=com_content&amp;amp;task=category&amp;amp;sectionid=16&amp;amp;id=67&amp;amp;Itemid=81"&gt;diese Liste&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; betrachtet, auf der vermeintliche &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Instituciones Anti-Vida&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; aufgeführt, also "lebensfeindliche Einrichtungen": von Amnesty International und Unicef bis Weltbank und EU.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Gerechtigkeit halber muss man sagen: Es gibt auch Kirchenleute, die sich tatsächlich um die Probleme der Menschen kümmern - wie Felipe Berríos. Der Jesuit hat vor &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;gut &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;zehn Jahren die Organisation &lt;a href="http://www.untechoparachile.cl/?do=home"&gt;"Un Techo para Chile"&lt;/a&gt; (Ein Dach für Chile) ins Leben gerufen, ein Freiwilligenwerk großen Ausmaßes. Es hat sich zum Ziel gesetzt, bis zur Zweihundertjahrfeier der chilenischen Republik im September 2010 den &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;campamentos - &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Slums - durch den Bau einfacher, menschenwürdiger Häuser ein Ende zu bereiten. Berríos &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.cooperativa.cl/p4_noticias/site/artic/20070119/pags/20070119141017.html"&gt;klagt über "Taliban"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; in der katholischen Kirche, die die "Pille danach" verteufeln, anstatt pragmatisch zu handeln.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ich mache mir Gedanken darüber, was mit den Menschen geschieht, wenn sie geboren sind" sagt Berríos gerne, und dass er am liebsten ein Plakat drucken würde, das Bewohner eines Slums zeigt und dazu die Worte "Auch sie sind befruchtete Eizellen". Um den Schutz letzterer kümmerten sich viele seiner Mitbrüder nämlich mit großem Eifer - aber nicht um das Elend derer, die daraus erwachsen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-345701769478875143?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/345701769478875143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/der-gesundheitsausschuss-des.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/345701769478875143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/345701769478875143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/der-gesundheitsausschuss-des.html' title='Hormoneller Aufruhr'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SlQ4yQXKIDI/AAAAAAAABho/FjzHPudhihw/s72-c/372px-Levonorgestrel.svg.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2634856001962346822</id><published>2009-07-05T22:46:00.000-07:00</published><updated>2009-07-05T23:01:58.360-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fernsehen'/><title type='text'>Böse Simpsons</title><content type='html'>&lt;div  align="justify" style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn die Kinder von Ned Flanders, dem christlich-fundamentalistischen Nachbarn der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Simpsons"&gt;Simpsons&lt;/a&gt;, etwas Obszönes gesehen haben, bekommen sie die Augen mit Seife ausgewaschen. In Ecuador hat die Rund­funk­auf­sichts­be­hörde &lt;a href="http://www.conartel.gov.ec/web/guest/inicio"&gt;Conartel&lt;/a&gt; jetzt die Ausstrahlung der "Simp­sons" vor den späten Abendstunden &lt;a href="http://www.radiocentro.com.ec/content/view/3602/65/"&gt;untersagt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Conartel beschied dem Sender &lt;a href="http://www.teleamazonas.com/"&gt;Teleamazonas&lt;/a&gt; am Donnerstag mit sofortiger Wirkung, er dürfe die Serie lediglich zwischen 21 und 6 Uhr übertragen, solange die Behörde die Wirkung der Fernsehserie auf Kinder und Heranwachsende prüfe. Die Maßnahme diene dem Schutz min­der­jähriger Zuschauer vor dem Einfluss von "Programmen und Bot­schaf­ten, die Gewalt und Rassen- oder Ge&amp;shy;schlech&amp;shy;ter&amp;shy;dis&amp;shy;kri&amp;shy;minierung pro­pa­gieren", hieß es in der offiziellen Mitteilung. Der Sender, gegen den die Conartel bereits mehrere Sanktionsverfahren in anderen Angelegenheiten an­gestrengt hat, teilte daraufhin mit, er werde die "Simpsons" ab sofort um 5.30 Uhr ausstrahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anlass für das Sendeverbot am Tag soll die Folge "Lisas Krieg" gewesen sein, die am 22. Mai über den Bildschirm ging. Hier habe es "Ge­walt­szenen, Waf&amp;shy;fen&amp;shy;ge&amp;shy;brauch durch Kinder und sexuell dis­kri­mi­nie­rende Dialoge" gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ecuador vollzieht damit den gleichen Schritt wie Venezuela, dessen Rund&amp;shy;funk&amp;shy;be&amp;shy;hörde im April 2008 ebenfalls einen Privatsender (&lt;a href="http://www.televen.com/Televen/home.aspx"&gt;Televen&lt;/a&gt;) dazu &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27689/1.html"&gt;ver&amp;shy;don&amp;shy;ner&amp;shy;te&lt;/a&gt;, die gelben Vierfinger zum Schutz von Kindern aus dem Ta&amp;shy;ges&amp;shy;pro&amp;shy;gramm zu neh&amp;shy;men.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgerechnet die Simpsons. Diese von jedem strammen Republikaner gehasste Serie, die wie keine andere die Widersprüche der US-Ge­sellschaft aufdeckt, karikiert und ins Lächerliche zieht, diese sub­versive Institution soll nun auch ve&amp;shy;ne&amp;shy;zolanischen und ecua­do­ri­ani­schen Kin­der­au­gen schaden? Dazu passt nur ein Kommen­tar:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/D%27oh%21"&gt;D'oh!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qwOiBlPW_MU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/qwOiBlPW_MU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2634856001962346822?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2634856001962346822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/bose-simpsons.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2634856001962346822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2634856001962346822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/bose-simpsons.html' title='Böse Simpsons'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8619111651102982549</id><published>2009-07-02T21:28:00.000-07:00</published><updated>2009-07-02T22:06:42.669-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Applaus, Applaus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sk2KtJ1o8rI/AAAAAAAABhY/swLYYEJ24z0/s1600-h/a1.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sk2KtJ1o8rI/AAAAAAAABhY/swLYYEJ24z0/s400/a1.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5354088040353034930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Was letztes Jahr ganz an uns vorbeigegangen ist: Puerto Montt hat ein &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.temporalesteatrales.cl/espanol/index.php?id=1"&gt;Internationales Theaterfestival&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;. Auf der frisch renovierten städtischen Bühne stehen jeden Abend im Juli Ensembles aus Chile, Argentinien, Peru, Brasilien, Kuba, Honduras, Uruguay, Paraguay, Venezuela und ... Deutschland. Nun, es handelt sich wohl um eine chilenische Laiengruppe aus Deutschland. Aber immerhin.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Dass das hiesige Publikum noch Nachhilfe in Sachen Theater-Etikette benötigt, ließe sich aus dem Reglement schließen, welches man am Eingang in die Hand gedrückt bekommt (der Eintritt ist frei). Keine Handys, keine Zigaretten, kein vernehmliches Kaugummikauen usw. Und: "Der Erfolg einer Theateraufführung bemisst sich im Applaus, der am Ende gespendet wird. Je öfter die Schauspieler dadurch auf die Bühne zurückgeholt werden, desto größer der Erfolg."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Ich finde das niedlich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="text-decoration: underline; font-family: arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8619111651102982549?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8619111651102982549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/blog-post.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8619111651102982549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8619111651102982549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/07/blog-post.html' title='Applaus, Applaus'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sk2KtJ1o8rI/AAAAAAAABhY/swLYYEJ24z0/s72-c/a1.gif' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3650637713812597222</id><published>2009-06-29T22:02:00.000-07:00</published><updated>2009-07-01T10:04:04.484-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Vatertag</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Skr1gx4dlfI/AAAAAAAABgg/F0H9aBbabrY/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Skr1gx4dlfI/AAAAAAAABgg/F0H9aBbabrY/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5353361050578032114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Skr1hLe4NgI/AAAAAAAABgo/L1nPmsVLHjc/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Skr1hLe4NgI/AAAAAAAABgo/L1nPmsVLHjc/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5353361057450046978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Chilene, das hat eine Umfrage der Zeitung &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.latercera.com/"&gt;La Tercera&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ergeben, will kein Macho mehr sein. Hier ein paar Zahlen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;76 Prozent der befragten Männer finden nicht, dass Hausarbeit reine Frauensache ist (schon einmal gebügelt hat aber nur die Hälfte),&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;74 Prozent sind der Ansicht, dass Verhütung und Familienplanung auch den Mann etwas angehen,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;69 Prozent meinen, dass eine verheiratete Frau durchaus auch Männer als Freunde haben darf,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;aber nur &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;14 Prozent würden behaupten, dass eine Frau ihrem Ehemann nie widersprechen darf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Sicher: Da ist noch mehr drin.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aufschlussreich ist die Befragung in Bezug auf die sozioökonomische Verteilung der Einstellungen. Je wohlhabender (und jünger), desto liberaler, je ärmer (und älter), desto konservativer sind Chiles Männer in Sachen Ge&amp;shy;schlech&amp;shy;ter&amp;shy;ge&amp;shy;rech&amp;shy;tigkeit. Aber das dürfte auch anderswo so sein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An der Montessori-Schule, die B. und J. besuchen, bewegen wir uns ver&amp;shy;gleichs&amp;shy;wei&amp;shy;se auf extrem liberalem und politisch progressivem Terrain. Trotzdem wird der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;día del padre&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; nicht nur hier gebührend gefeiert, es gibt landesweit denselben Bohei wie um den Muttertag, was natürlich auch aufs Konto des Einzelhandels geht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mir haben die beiden Söhne weder einen Werkzeugkasten noch ein Grillbesteck geschenkt, dafür Basteleien und unvergessliche Augenblicke. J. hat bunt an&amp;shy;ge&amp;shy;mal&amp;shy;te Farfalle-Nudeln um ein Foto von sich geklebt (eine auch in Berliner Kitas ver&amp;shy;brei&amp;shy;tete Technik), Stullen geschmiert und ein Gedicht in der Gruppe aufgesagt. B.s Klasse hat, ihrem Alter entsprechend, ein anspruchsvolleres Programm auf die Beine gestellt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Gekommen sind praktisch alle Väter, auf Arbeit ist gerade Mittagspause. Die Mütter am Muttertag waren schon um 11 Uhr vormittags eingeladen. Nacheinander tragen die Jungen und Mädchen Gedichte und Lieder vor, die mit großem Applaus quittiert werden. B.s Gedicht lautet auszugsweise so:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Papacito &lt;a href="http://dict.leo.org/esde?lp=esde&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;chinese=both&amp;amp;pinyin=diacritic&amp;amp;search=lindo&amp;amp;relink=on"&gt;lindo&lt;/a&gt; de mi &lt;a href="http://dict.leo.org/esde?lp=esde&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;chinese=both&amp;amp;pinyin=diacritic&amp;amp;search=corazon&amp;amp;relink=on"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;corazón&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;soy el &lt;a href="http://dict.leo.org/esde?lp=esde&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;chinese=both&amp;amp;pinyin=diacritic&amp;amp;search=doble&amp;amp;relink=on"&gt;doble&lt;/a&gt; tuyo&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;y tu eres mi &lt;a href="http://dict.leo.org/esde?lp=esde&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;chinese=both&amp;amp;pinyin=diacritic&amp;amp;search=orgullo&amp;amp;relink=on"&gt;orgullo&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;y me &lt;a href="http://dict.leo.org/esde?lp=esde&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;chinese=both&amp;amp;pinyin=diacritic&amp;amp;search=llenar+algo&amp;amp;relink=on"&gt;llenas&lt;/a&gt; de amor.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dann werden die Geschenke überreicht: Die Kinder haben in den vergangenen Tagen eifrig Skulpturen aus Pappmaschee gebastelt, welche die Vorlieben oder Hobbys der Väter symbolisieren. Francos Vater ist Polizist (und in Uniform erschienen), er bekommt ein großes "U", das für einen populären &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.udechile.cl/"&gt;Fußballverein&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; steht. Sofías Vater trägt Glatze und Piercing, er bekommt etwas Quadratisches mit der Aufschrift "Pink Floyd" ("Eigentlich höre ich ja Rammstein, aber Sofía wusste wohl nicht, wie man das schreibt", sagt er anschließend). Es gibt Gitarren, die aussehen wie Tennissschläger, und umgekehrt. Ich bekomme einen Teller mit Essen, natürlich auch aus Pappe.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Den krönenden Abschluss bildet ein Playbackkonzert. Franco macht den Sänger, Inti den Gitarristen, Alonso hält den Bass, ein paar andere sind die Rhyth&amp;shy;mus&amp;shy;gruppe. B. steht am Keyboard. Gespielt wird "Que nadie se entere", eine Cumbia der Gruppe "La Noche", die in den vergangenen Sommern einige Hits und bei der letzten &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/11/sie-wollen-geld.html"&gt;Teletón&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; einen großen Auftritt hatte. Das Lied stammt vom Album "Amor entre sábanas" (Liebe zwischen Bettlaken) und geht so:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Nadie nunca se enterará &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;en ese cuarto de hotel &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;que nos amamos los dos &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;juntos al amanecer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Y no le digas jamás &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;a tu hombre ni a mi mujer &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;que el mundo no entenderá &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;que nos deseamos (...)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Una otra y otra vez &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;que nadie se entere &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;a escondidas devorarnos de placer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Una otra y otra vez &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;que nadie se entere &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;nuestra reunión será un secreto dulce miel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Benjamin trällert es jetzt immer beim Autofahren. Verstanden hat er es natürlich von allen Beteiligten am wenigsten. Immerhin - das abschließend zum Thema &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;machismo&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; - beschreibt der Song eine einvernehmliche, sprich: gleichberechtigte Sexualhandlung, sprich: Seitensprung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3650637713812597222?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3650637713812597222/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/vatertag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3650637713812597222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3650637713812597222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/vatertag.html' title='Vatertag'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Skr1gx4dlfI/AAAAAAAABgg/F0H9aBbabrY/s72-c/a1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4016755319083290646</id><published>2009-06-26T21:08:00.000-07:00</published><updated>2009-06-26T21:16:30.474-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Klassenfahrt nach Washington</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Chilenen im Ausland sind drollig. Ständig schießen sie Be­weis­fo­tos, die den Daheimgebliebenen zeigen, was sie von der großen wei­ten Welt ge­se­hen haben. Vor allem aber müssen sie selbst mit drauf sein, gerne in der Gruppe, in allerlei komischen Posen oder mit der zum Victory-V ge­form­ten Hand - so ist es in Chile Brauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin die Hände unten gelassen haben die Pressevertreter in der De­le­ga­tion von Präsidentin Michelle Bachelet, die am Dienstag eine halb­stün­dige Audienz bei ihrem Amtskollegen Barack Obama bekam. Im An­schluss outeten sich die Berichterstatter als hoffnungslose Oba­ma-Fans und überredeten ihn mit Schmeicheleien ("You must come to Chile. Everybody loves you there") und rationalen Argumenten ("We travelled such a long way") zu einem Gruppenfoto im Rosengarten des Weißen Hauses. Wie eine aufgekratzte Schulklasse drängelten sie sich um den Präsidenten, die eigene Würdenträgerin vergaßen sie dabei fast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuhause waren natürlich alle neidisch auf die tollen Bilder und schrieben &lt;a href="http://blog.latercera.com/blog/pnavia/entry/periodistas_chilenos_y_obama_ausencia"&gt;Böses&lt;/a&gt; über die verwischte Grenze zwischen Berichterstattung und Fan­dom. Auch ein &lt;a href="http://whitehouse.blogs.foxnews.com/2009/06/23/say-cheese-chilean-press-swoon-over-obama/"&gt;paar&lt;/a&gt; &lt;a href="http://blogs.wsj.com/washwire/2009/06/23/obama-caves-in-to-chiles-persistent-press-corps/"&gt;Blogschreiber&lt;/a&gt; in der US-Hauptstadt fanden die Dis­tanz­lo­sig­keit der Chilenen befremdlich. Dabei ist sie doch ein treues Ab­bild der Obama-Manie, die in Chile immer noch herrscht: Der so sichtbar andere Präsident ist nicht weniger populär, als es einst Michael Jackson war - für den sich die Nach­rich­ten­mo­de­ratorin des Staats­fern­se­hens gestern Abend ganz in schwarz gehüllt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig untergegangen ist bei der Foto-Affäre, dass Obama kurz zuvor eine ganze Menge Hoffnungen enttäuscht hatte: Nach dem Tête-à-tête mit Bachelet hatte er einem chilenischen Journalisten außerplanmäßig eine Frage gestattet, die dann etwas schwer verdaulich ausfiel: Ob er, Obama, sich für die Mitwirkung der CIA an der Vorbereitung des Putschs von 1973 entschuldigen werde. Die knappe &lt;a href="http://www.newsmax.com/insidecover/obama_cia_/2009/06/23/228453.html"&gt;Antwort&lt;/a&gt;: "Die Vereinigten Staaten haben immer für das Gute gekämpft. Ich denke, den einen oder anderen Fehler haben wir dabei begangen", so der Liebling der Presse. "Aber mir geht es darum, voranzukommen und nicht zu­rück­zu­schau­en."&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.3tv.cl/index.php?m=video&amp;amp;v=4657"&gt;&lt;img class="alignnone size-medium wp-image-382" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2009/06/a02-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Bild anklicken! (Quelle: &lt;a href="http://www.latercera.com/"&gt;La Tercera&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4016755319083290646?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4016755319083290646/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/klassenfahrt-nach-washington.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4016755319083290646'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4016755319083290646'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/klassenfahrt-nach-washington.html' title='Klassenfahrt nach Washington'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1346917190839290993</id><published>2009-06-23T21:16:00.000-07:00</published><updated>2009-06-23T23:18:39.688-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>Ein Tier mit zehn Saiten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.myspace.com/freddytorrealbaoficial"&gt;Freddy Torrealba&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; hat Benjamin Kiersch, Ko-Blogger im taz-Latinorama, im Rahmen einer &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/06/18/uralte_strassenmusik/"&gt;Konzertkritik&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; hingewiesen. Dabei fiel mir ein, dass ich dem &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;charangista&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; schon einmal 1990 begegnet war. Schon damals  spielte er virtuos. Das hat er offenbar in den vergangenen Jahrzehnten ausgebaut:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tLGDiMKgZK8&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tLGDiMKgZK8&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Torrealba, Sohn einer armen Schaustellerfamilie und Autodidakt, tritt heute als Solist und in verschiedenen Ensembles auf. Wahrscheinlich spielt niemand den &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charango"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;charango&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; so gut und so schnell wie er. Wer schon einmal auf dem kleinen zehnsaitigen Instrument herumgezupft hat, weiß wie fingerfertig man sein muss, um dem winzigen Ding saubere Klänge zu entlocken. Es ist so klein, weil man für den Resonanzkörper einen Gürteltierpanzer verwendete. Professionelle Spieler verwenden längst keine Gürteltier-&lt;span style="font-style: italic;"&gt;charangos &lt;/span&gt;mehr - Holz klingt einfach besser.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1346917190839290993?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1346917190839290993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/ein-tier-mit-zehn-saiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1346917190839290993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1346917190839290993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/ein-tier-mit-zehn-saiten.html' title='Ein Tier mit zehn Saiten'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-5492450043452953886</id><published>2009-06-21T22:04:00.000-07:00</published><updated>2009-06-21T23:38:08.273-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><title type='text'>Kollektives Schaukeln</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sj8RWh7Lr_I/AAAAAAAABgQ/mJgytNNmwTE/s1600-h/a4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sj8RWh7Lr_I/AAAAAAAABgQ/mJgytNNmwTE/s400/a4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5350013961100832754" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sj8RWWl5AUI/AAAAAAAABgI/aFL5eabe3GM/s1600-h/a4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sj8RWWl5AUI/AAAAAAAABgI/aFL5eabe3GM/s400/a4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5350013958058737986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eines Abends kam der Messias, völlig unerwartet, wie es sich in solchen Fällen wohl gehört. Er kam im Radio, aber das Radio steckte in einem Auto, genauer: in einem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt;. Das machte es so besonders.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Colectivos &lt;/span&gt;sind Sammeltaxis, kleine schwarze Limousinen japanischer oder koreanischer Marke, die ein beleuchtetes Schild auf dem Dach tragen. Es gibt hunderte davon in jeder chilenischen Stadt. Am seltensten sieht man sie heute in Santiago, wo der Transantiago-Verbund sie etwas an den Rand gedrängt hat. In Puerto Montt dagegen sind sie als öffentliches Verkehrsmittel neben den röhrenden Bussen nicht wegzudenken. Auf jahre- oder jahrzehntelang eingeschliffenen Strecken kreisen sie durch die Stadt wie auf unsichtbaren Schienen. Man steigt ein, wo man will, zahlt einen moderaten Festpreis - zurzeit umgerechnet 50 Cent - und verlässt das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt; an fast jeder beliebigen Straßenecke.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Colectivo &lt;/span&gt;fahren ist unendlich praktisch. Es ist kaum teurer als der Bus, fährt aber in viel kürzeren Abständen und kommt dabei schneller ans Ziel. Im Prinzip handelt es sich um eine kommerzialisierte Form der Fahrgemeinschaft. Man kann den Fahrer abends auch bitten, einen kleinen Schlenker einzubauen, um bis vor die Haustüre gebracht zu werden, im schlimmsten Fall kostet das ein paar Pesos extra. Erreicht man die Straße, auf der das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo &lt;/span&gt;verkehrt, zu spät, kann sich aber durch Winkzeichen oder einen Pfiff bemerkbar machen, wartet es schon mal eine halbe Minute. Frühmorgens oder nachts ist das von großem Vorteil.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Fahrt im &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo &lt;/span&gt;ist bequemer als im Bus, sorgloser als im eigenen Auto, und im Gegensatz zu einer Taxifahrt muss man nie ein Gespräch mit dem Fahrer führen. Der kümmert sich um den Verkehr, manchmal auch fernmündlich um familiäre Angelegenheiten. Zwischendurch muss er - mit einer Hand und manchmal akrobatischen Verrenkungen - Geld annehmen und herausgeben. Das geschieht immer während der Fahrt; trotzdem habe ich noch nie ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt; in einen Unfall verwickelt gesehen. Manche &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectiveros&lt;/span&gt; haben ihr Armaturenbrett zu einem Altar des schlechten Geschmacks hergerichtet, da baumeln und nicken Plüschtiere zwischen Fußballschals und religiösem Schnickschnack. Stören tut's nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt; befördert vier erwachsene Passagiere. Werden Kleinkinder auf dem Schoß mitgeführt, kann sich die Gesamtzahl der Personen im Auto auf bis zu acht erhöhen (vorne ist Kindesmitnahme verboten). Besonders begehrt ist der Beifahrersitz. Ist der besetzt, aber die Rückbank noch frei, hat man auch gute Karten, dann kann man, wenn sich der Wagen weiter füllt, nach ganz links rutschen, die Augen schließen und seinem Ziel entgegendösen. Aus irgendeinem Grund sind &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivos&lt;/span&gt; immer ganz weich gefedert. Weich ist es auch für den, der die Mittelposition im Fond erwischt; wenn links und rechts normalgewichtige Menschen Platz nehmen, reist man nicht nur auf Tuch-, sondern auf Kör­per­fühlung. Das kann, muss aber nicht unangenehm sein. Am schlechtesten ist dran, wer rechts an der Tür sitzt: Er muss am häufigsten Platz machen, wenn andere aussteigen wollen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Soundtrack einer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt;-Fahrt besteht aus Cumbias und Boleros, Reggaeton oder Heavy Metal. Letztens bestieg ich ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;colectivo&lt;/span&gt; an einem reg­ne­rischen Abend, und im Radio lief Händels Messias: "Comfort Ye, my People". Zu diesen Klängen durch die dunkle, nasse Stadt zu gleiten war ein wunderbares und - wie erwähnt  - unerwartetes Erlebnis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-5492450043452953886?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/5492450043452953886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/kollektives-schaukeln.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5492450043452953886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/5492450043452953886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/kollektives-schaukeln.html' title='Kollektives Schaukeln'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sj8RWh7Lr_I/AAAAAAAABgQ/mJgytNNmwTE/s72-c/a4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6100134598841414555</id><published>2009-06-20T17:03:00.000-07:00</published><updated>2009-06-20T17:10:18.106-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Tanz das Chile</title><content type='html'>&lt;div  align="justify" style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Am 12. Juni hat die Compagnie von Pina Bausch das &lt;a href="http://www.blogger.com/www.pina-bausch.de/stuecke/neues_stueck2009.html"&gt;jüngste Stück&lt;/a&gt; der 68-Jährigen im Opernhaus Wuppertal uraufgeführt. Wie bei Bausch üblich ist es noch namenlos, aber es verweist auf die Erfahrungen der Truppe in Chile, wo sie im vergangenen Februar auf Einladung des Goethe-Instituts beim Theaterfestivals &lt;a href="http://www.stgoamil.cl/stgo/"&gt;Santiago A Mil&lt;/a&gt; mit "Körper" gastierte. Wie man hört, reisten Bausch und ihre Tänzer anschließend durchs ganze Land, von der Atacama-Wüste bis Chiloé, um Impressionen für die kommende Arbeit einzufangen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Aber wie viel Chile steckt in &lt;a href="http://www.pina-bausch.de/stuecke/neues_stueck2009.html"&gt;Ein Stück von Pina Bausch&lt;/a&gt; (so der Ar­beits­titel)? Den ersten Rezensionen nach zu schließen, eher wenig - aber ganz genau weiß das nur das Auge des Betrachters:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Es muss sehr heiß gewesen sein in Chile, wo Pina Bauschs neues Stück entstand. Und knochentrocken war's wohl auch - so trocken, dass der weiße (Bühnen-)Boden Risse und gefährliche Spalten bekommt. (&lt;a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/exklusiv/kudo/art1541,587197"&gt;Ruhr Nachrichten&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Eben erst hatte man noch ein Sternbild gelegt, dann bricht – per Video – Wasser über die Bühne und die Menschen herein. Eben erst wurden noch Äpfel und Bananen verteilt, dann schleppen die Männer die Frauen an Haut und Haaren herbei und treiben sie auf der Bühne zusammen. Sind das Bilder aus dem persönlichen Erlebnisbereich? Bilder von der Reise nach Chile? Oder Anspielungen auf die dunkle Geschichte des Landes? (&lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buehne/tanz_auf_duennem_eis_1.2755263.html"&gt;NZZ&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Gleich die erste Szene führt zurück in die politische Vergangenheit Chi­les. Eine Frau kniet auf allen Vieren. Zwei Männer heben sie an. Sie be­ginnt zu schreien. Das wiederholt sich mehrfach. Eine andere wird über einer Stange hängend getragen. Andeutung von Folter? (...) Unmerklich erst, dann sichtbar, reißt der Boden auf. Wie auf Eisschollen wird wei­ter­ge­tanzt. Ein verstörendes Bild, mit der der Kölner Bühnenbildner Pe­ter Pabst wohl auf die bis heute zerrissene Gesellschaft Chiles ver­wei­sen will. (&lt;a href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775233327.shtml"&gt;Kölnische Rundschau&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Das Große Chile-Erdbeben von 1960 jedenfalls zeigt Pina Bausch nicht gerade. Einmal lässt sie ein wenig mit Kartoffeln werfen, aber vorsichtig, einmal halten die Tänzer offene Weinflaschen schräg über ihre Köpfe, aber kein Tropfen wird vergossen. Die noch titellose Szenenfolge ist nicht besonders chilespezifisch. (&lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1796713_Pina-Bausch-Ein-Schoss-voll-Heu.html?sid=13d75a2d3677d204a3149b0c68e85b13"&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(...) erklingen Lieder von Violeta Parra und Victor Jara, Ikonen der Nueva Canción Chilena. Jara wurde 1973 nach dem Putsch Pinochets gegen Allende verhaftet, gefoltert und ermordet. Der Name Victor wird leise aufgerufen in der dunkelsten Szene, als der Opfer der Militärdiktatur gedacht wird. Dominique Merci und die anderen Männer des Ensembles legen sich in einer Reihe zu Boden, jeder zieht sich eine raue Decke erst über den Körper, dann über den Kopf. Sie scheint endlos zu sein, die Kette der Toten. (&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/buehne/Schauspiel-Pina-Bausch%3Bart19533,2823104"&gt;Der Tagesspiegel&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nur in Spurenelementen sind diesmal die Bezüge zum Ko­pro­duk­tions­land – sonst reich sprudelnde Bilder- und Assoziations-Quel­le – nach­weis­bar: Eindeutig lediglich beim komischen Kurzbesuch einer mit Al­pa­ca-Mützchen und Poncho ausgestatteten Figur, die einige Au­gen­blicke auf einem Stuhl sitzt und mit Befremden dem pulsierenden tän­ze­ri­schen Treiben auf der Bühne zuschaut. (&lt;a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=2958&amp;amp;Itemid=40"&gt;nachtkritik.de&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Auch das Rauchen einer Zigarette und das reichliche Wasser-Trinken sind alte Pina Bausch-Topoi. Doch bekommen sie hier und jetzt einen neuen Sinn. Der Rauch steigt auf wie aus einem chilenischen Vulkan, und das reichliche Trinken, oft aus unmöglichen Lagen und unter selt­sa­men Verrenkungen, wird in der trockensten Wüste der Welt zur Über­le­bens-Not­wendigkeit (...) ein großes Thema oder auch nur ein roter Faden fehlt; der eine oder andere Hinweis auf karge Lebensumstände, vielleicht sogar Pinochets Schreckensherrschaft, bleibt allzu blass.&lt;/em&gt;&lt;em&gt; (&lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/article3925951/Hinreissend-raetselhaft.html"&gt;Die Welt&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch Genaueres weiß nur Pina Bausch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6100134598841414555?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6100134598841414555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/am-12.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6100134598841414555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6100134598841414555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/am-12.html' title='Tanz das Chile'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2642431516448781821</id><published>2009-06-18T21:16:00.000-07:00</published><updated>2009-06-18T21:23:38.714-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>Bussi tot</title><content type='html'>&lt;p style="font-family: arial; text-align: justify;font-family:arial;" &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Hortensia_Bussi"&gt;Hortensia Bussi Soto&lt;/a&gt;, "La Tencha",  ist tot. Die Witwe des 1973 von den Mi­li­tärs gestürzten Präsidenten &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende"&gt;Salvador Allende&lt;/a&gt; starb ges­tern Nach­mit­tag im Al­ter von 94 Jahren in Santiago.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: arial; text-align: justify;font-family:arial;" &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Geschichtslehrerin und Bibliothekarin hatte Allende 1940 geheiratet. Im September 1973, nachdem sich ihr Mann im Moneda-Palast das Le­ben genommen hatte, musste sie ihn auf Befehl der Militärjunta unter Aus­schluss der Öffentlichkeit, streng bewacht und nur im Beisein eines Nef­fen in Valparaíso beerdigen. 17 Jahre später, nach Chiles Rückkehr zur Demokratie und Bussis Rückkehr aus dem Exil, beerdigte sie ihn erneut, diesmal auf dem Zentralfriedhof von Santiago, mit staatlichen Eh­ren und unter der Anteilnahme vieler Zehntausender. Dort wird nun auch sie am Samstag beigesetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: arial; text-align: justify;font-family:arial;" &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In diesem Beitrag von CNN Chile äußert sich &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Jacques_Chonchol"&gt;Jacques Chonchol&lt;/a&gt;, Landwirtschaftsminister unter Allende, über die einstige &lt;em&gt;Primera Dama&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ATdLR4zSGkQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ATdLR4zSGkQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2642431516448781821?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2642431516448781821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/bussi-tot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2642431516448781821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2642431516448781821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/bussi-tot.html' title='Bussi tot'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7203471388260078990</id><published>2009-06-15T19:55:00.000-07:00</published><updated>2009-06-15T22:43:38.709-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadt'/><title type='text'>Wege zum Radfahren</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SjcKJHQfUTI/AAAAAAAABfI/OaTACu8l7r0/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SjcKJHQfUTI/AAAAAAAABfI/OaTACu8l7r0/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5347754234209063218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Als ich 1991 zum ersten Mal auf einem Fahrrad durch Santiago de Chile fuhr, war es reine Glücksache, dass ich mein Ziel lebendig erreichte. Nicht nur war das Rad kaum verkehrstüchtig - die Autofahrer nahmen nicht die geringste Rücksicht auf Nichtmotorisierte. Ent&amp;shy;spre&amp;shy;chend oft be&amp;shy;geg&amp;shy;nete man anderen Radlern: praktisch nie.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Knapp zwanzig Jahre später ist das Radfahren immer noch kein Mas&amp;shy;sen&amp;shy;phä&amp;shy;nomen, aber trotzdem hat sich, zumindest in Santiago, eine Menge ge&amp;shy;tan. Zu&amp;shy;sam&amp;shy;men mit den zarten Ansätzen einer zweiradgerechten Infrastruktur ist auch ein neues Bewusstsein für die Vorzüge des Fahrrads gewachsen, das früher, wenn überhaupt, als Arme-Leute-Verkehrsmittel galt. Jetzt bekommt es langsam das Image, das es verdient: billig, sauber, gesund - und im Berufsverkehr dem Auto oft überlegen. Ihr Verdienst daran haben Vereine wie &lt;a href="http://www.bicicultura.cl/"&gt;Bicicultura&lt;/a&gt;, die für eine fahrradfreundliche Gesetzgebung kämpfen, Radfestivals organisieren und das Leitbild einer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ciudad ciclable&lt;/span&gt; (also einer fahrradgerechten Stadt) propagieren. Noch kann man hier von Berliner Zuständen nur träumen, aber die Richtung stimmt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In anderer Hinsicht ist es sogar möglich, auf die "Fahrradstadt Berlin" mit leichtem Stolz herabzublicken: Seit ein paar Jahren ist das Projekt &lt;a href="http://www.ciclorecreovia.cl/"&gt;CicloRecreoVía&lt;/a&gt; im Entstehen. Dabei handelt es sich um die allsonntägliche Sperrung von mehreren zentralen Straßenkilometern pro Stadtbezirk, auf denen dann von morgens 9 Uhr bis nachmittags 14 Uhr Menschen Rad fahren, skaten, joggen oder einfach nur spazieren gehen können. Das Angebot wird bereits in zwei Bezirken mit der Unterstüzung Freiwilliger realisiert, weitere drei Bezirke sollen bald folgen. Wenn sich die Hoffnungen der Organisatoren erfüllen, steht am Ende irgendwann ein stadtumspannendes Netz aus "Rad-Erholungs-Wegen".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ausgedacht haben sich das allerdings nicht die Chilenen. In der ko&amp;shy;lum&amp;shy;bia&amp;shy;ni&amp;shy;schen Haupt&amp;shy;stadt Bo&amp;shy;go&amp;shy;tá werden seit Mitte der Neunziger jeden Sonntag rund 120 Ki&amp;shy;lo&amp;shy;me&amp;shy;ter innerstädtische Straße abgesperrt. Hier eine kleine Doku über die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ci&amp;shy;clo&amp;shy;vía&lt;/span&gt; von Bogotá:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;object data="http://www.streetfilms.org/wp-content/plugins/flowplayer_wp/flowplayer/flowplayer.swf?0.9807891507942726" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="323"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.streetfilms.org/wp-content/plugins/flowplayer_wp/flowplayer/flowplayer.swf?0.9807891507942726"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;param name="flashvars" value="config={'playlist':[{'url':'http://www.streetfilms.org/wp-content/uploads/2007/11/ciclovia-poster.jpg'},{'url':'http://www.streetfilms.org/wp-content/uploads/2007/11/cicloviafinal-_768k.flv','autoPlay':false}],'plugins':{'pingback':{'url':'http://www.streetfilms.org/wp-content/plugins/flowplayer_wp/flowplayer.pingback/flowplayer.pingback.swf','server_url':'http://www.streetfilms.org/wp-content/plugins/streetfilms/statistics.php','video_id':'704'},'waterMark':{'url':'http://www.streetfilms.org/wp-content/plugins/flowplayer_wp/flowplayer.content/flowplayer.content.swf?refresh=a','right':'20pct'}},'clip':{}}"&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nichts gegen die alljährliche Sternfahrt - aber wann kommt die allwöchentliche Berliner &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;ciclovía&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7203471388260078990?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7203471388260078990/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/wege-zum-radfahren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7203471388260078990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7203471388260078990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/wege-zum-radfahren.html' title='Wege zum Radfahren'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SjcKJHQfUTI/AAAAAAAABfI/OaTACu8l7r0/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-835845579602763498</id><published>2009-06-15T12:30:00.000-07:00</published><updated>2009-06-15T12:35:53.737-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><title type='text'>MEO macht Ernst</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nach fast zwanzig Jahren Mitgliedschaft in der Sozialistischen Partei Chiles hat &lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/05/24/marco_el_fenmeno/"&gt;Marco Enríquez-Ominami&lt;/a&gt; seinen Austritt in aller Öffentlichkeit vollzogen. Auf dem Weg zu einer unabhängigen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur musste der 35-Jährige, der mit seinen phä­no­me­na­len Um­fra­ge­wer­ten das stabile Gefüge aus Regierung und Oppo­si­tion auf­mischt, diesen Schritt tun. Er wird es aber auch nicht son­der­lich bereut haben, denn in den vergangenen Monaten schlug ihm aus der Führungsetage der Partei nur noch offener Hass entgegen. Umgekehrt denken viele Genossen, die sich an seiner Seite sehen, laut über einen &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/674_139914_9.shtml"&gt;massenhaften Austritt&lt;/a&gt; nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="560" height="340"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lIqOj2zieUY&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/lIqOj2zieUY&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="400" height="243"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seiner auf Youtube geposteten Erklärung zerschneidet Enríquez-Ominami das Tischtuch noch ein wenig mehr: Zwanzig Jahre nach Beginn der &lt;em&gt;transición&lt;/em&gt;, dem paktierten Hinübergleiten von der Diktatur zur Demokratie, spreche nichts mehr dafür, an der Koalition von damals festzuhalten. Die regierende &lt;em&gt;Concertación&lt;/em&gt; ist personell und konzeptionell verbraucht, überholt, fertig, so die Lesart des jungen Rebellen - eine Interpretation, die er mit sehr vielen Chilenen aller Lager teilt. Enríquez-Ominami wirft den Regierenden vor, an liebgewonnenen Privilegien zu hängen, sich den Staat angeeignet zu haben, ein politisches Kartell mit den immer gleichen Namen zu bilden. Damit müsse endlich Schluss sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel Aufmüpfigkeit zieht, immer noch: Laut einer der letzten Umfragen käme "MEO" in einer ersten Wahlrunde auf ein besseres Ergebnis als der offizielle Kandidat der &lt;em&gt;Concertación&lt;/em&gt;, Ex-Präsident Eduardo Frei Ruiz-Tag­le. Dabei ist Enríquez-Ominami noch nicht einmal zur Wahl zu­ge­las­sen - noch fehlen ihm gut 20.000 von erforderlichen 36.000 Un­ter­schrif­ten, die vor einem Notar geleistet werden müssen. Selbst man­che Unterstützer zweifeln daran, dass ihr Kandidat diese Hürde bis Mitte September nimmt - er selbst nennt sie "seine ganz persönlichen &lt;em&gt;primarias&lt;/em&gt;". (Mehr &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/mundo/america_latina/2009/06/090612_2054_chile_ominami_independiente_gm.shtml"&gt;hier&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Frei praktisch täglich dementiert, dass das "Phänomen Marco" ihm Sorgen bereitet, muss sich &lt;a href="http://www.jorgearrate.cl/"&gt;Jorge Arrate&lt;/a&gt;, der Kandidat des linken Oppositonsbündnisses Juntos Podemos, langsam Gedanken machen, wie auch er ein bisschen ins Gespräch kommt. Enríquez' Abschied von den Sozialisten, den er selbst erst vor ein paar Monaten vollzogen hat, &lt;a href="http://www.elclarin.cl/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=16922&amp;amp;Itemid=44"&gt;begrüßte&lt;/a&gt; Arrate. Wenn aber sein junger Mitbewerber um die Prä­si­dent­schaft den Ruf des Juntos Podemos nach einer Ver­fas­sungs­gebenden Versammlung nicht teile und auch seine wirtschafts- und so­zial­po­li­ti­schen Ideen im Vagen blieben, bleibe sein Auftritt "nichts wei­ter als der jugendliche, moderne Anstrich eines konservativen und an­ti­de­mo­kra­ti­schen Schemas - eine Art Neo-&lt;em&gt;Concertación&lt;/em&gt;".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-835845579602763498?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/835845579602763498/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/meo-macht-ernst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/835845579602763498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/835845579602763498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/meo-macht-ernst.html' title='MEO macht Ernst'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4115978324358855612</id><published>2009-06-08T12:32:00.000-07:00</published><updated>2009-06-27T11:41:51.667-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>Die große Schmelze</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;object width="400" height="300"&gt; &lt;param name="flashvars" value="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157619493000445%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157619493000445%2F&amp;amp;set_id=72157619493000445&amp;amp;jump_to="&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"&gt; &lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157619493000445%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcproesser%2Fsets%2F72157619493000445%2F&amp;amp;set_id=72157619493000445&amp;amp;jump_to=" width="400" height="300"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Ein &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Reitimiento"&gt;reitimiento&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; oder &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;reite&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; (sprich: re-ï-te) ist ein traditionelles Schlachtfest auf &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chilo%C3%A9"&gt;Chiloé&lt;/a&gt;. Das Wort ist eine Ableitung des spanischen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;derretimiento&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;, was soviel wie "Schmelzen" bedeutet. Geschmolzen wird hier ausschließlich Schweinefett. Vegetariern und zart besaiteten Menschen bietet ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;reite&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;alptraumhafte Szenen: vom Abflämmen der Schweineborsten über offenem Feuer bis zum öffentlichen Ausnehmen des leicht angegarten Schweines. Ob die Schlachtung selbst auch öffentlich ist, weiß ich nicht - sollte es so sein, haben wir sie glücklicherweise verpasst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Mit gesunder Ernährung hat das Essen auf einem &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;reite&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt; natürlich nichts zu tun. Auf dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;yoco-&lt;/span&gt; bzw. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;lloco&lt;/span&gt;-Teller landen alle möglichen gekochten und gebratenen Fleischstücke, nebst in Schmalz gebackenen Teigringen (&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;roscas&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;) und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;milcaos&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;, fettigen, dicken Kartoffelpuffern mit Speckeinlage. Gespült wird mit Rotwein. Lecker ist die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;chochoca&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;: Eine Kartoffelmasse, halb roh, halb gekocht, wird auf eine lange Holzrolle aufgebracht und über der Glut gedreht, bis die Oberfläche gold&amp;shy;braun und ein bisschen knusprig ist. Nach dem Abnehmen wird die große, wei&amp;shy;che Kartoffelmatte in breite Streifen geschnitten und mit dem würzigen Bo&amp;shy;den&amp;shy;satz aus den Schmalztiegeln getränkt. Danach möchte man ganz lange gar nichts mehr essen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4115978324358855612?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4115978324358855612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/groere-kartenansicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4115978324358855612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4115978324358855612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/groere-kartenansicht.html' title='Die große Schmelze'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2943148370906138593</id><published>2009-06-06T20:10:00.000-07:00</published><updated>2009-06-06T20:35:11.203-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausflüge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><title type='text'>Auf die Insel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5Wllz8I/AAAAAAAABd8/lcGpyP41DYI/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5Wllz8I/AAAAAAAABd8/lcGpyP41DYI/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5344419144679149506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5mJT0NI/AAAAAAAABeE/-7YC6RJx0Pc/s1600-h/a2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5mJT0NI/AAAAAAAABeE/-7YC6RJx0Pc/s400/a2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5344419148855496914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5-bTMVI/AAAAAAAABeM/VwoeMwPss5Y/s1600-h/a1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5-bTMVI/AAAAAAAABeM/VwoeMwPss5Y/s400/a1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5344419155373404498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw6Cr_qJI/AAAAAAAABeU/4QC48Gpwbk4/s1600-h/a3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw6Cr_qJI/AAAAAAAABeU/4QC48Gpwbk4/s400/a3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5344419156517169298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Chiloé, rund um Ancud, Anfang Juni.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2943148370906138593?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2943148370906138593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/auf-die-insel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2943148370906138593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2943148370906138593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/auf-die-insel.html' title='Auf die Insel'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sisw5Wllz8I/AAAAAAAABd8/lcGpyP41DYI/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-8005622799256294291</id><published>2009-06-05T21:56:00.000-07:00</published><updated>2009-06-06T00:09:15.948-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Vergleichsweise daneben</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Estoy pato&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; heißt auf Chilenisch so viel wie "ich bin blank". Was ein akuter Mangel an Liquidität mit einer Ente &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(pato)&lt;/span&gt; zu tun hat, kann niemand genau erklären, aber die &lt;a href="http://www.bancoestado.cl/"&gt;BancoEstado&lt;/a&gt;, eine staatliche Bank mit Sparkassencharakter, warb vor ein paar Jahren im &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/03/verdammter-mrz.html"&gt;klammen Monat März&lt;/a&gt; mit einem Fernsehspot für Konsumkredite, in dem tausende niedliche Entchen durch das Zentrum von Santiago wackelten. Damit konnten sich die chronisch unterfinanzierten Chilenen nur zu gut identifizieren - die Kampagne war ein voller Erfolg.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Seitdem hat sich die Ente zum zentralen Werbe- und Sympathieträger für die BancoEstado gemausert - das heißt, gemausert hat sie sich eben nicht, sie ist immer noch klein und gelb, wie frisch geschlüpft. In einer langen Reihe populärer TV-Spots tritt sie in den verschiedensten Zusammenhängen &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;computeranimiert &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;auf, meistens in einem bekannten historischen Kontext, dem sie eine absurde Wendung gibt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Erstaunlicherweise hat sich die katholische Kirche noch über keinen der Spots beschwert, in denen das Tierchen an der Krippe von Betlehem steht ("Ganz der Vater", so sein Kommentar), Adam und Eva ein Fertighaus zu günstigen Konditionen anpreist oder als Moses den Israeliten statt Gesetzestafeln Kreditkarten präsentiert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0pZd3i0nv9o&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/0pZd3i0nv9o&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.lanacion.cl/prontus_noticias/site/artic/20070803/pags/20070803192416.html"&gt;Bitter beschwert&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; haben sich dagegen rechte Parlamentarier, als das Entchen auf der "Esmeralda" auftauchte, dem chilenischen Schlachtschiff, das 1879 von den Peruanern in der Bucht von Iquique versenkt wurde und dessen Kommandant &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/05/heldentod.html"&gt;Arturo Prat&lt;/a&gt; - so will es zumindest die &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/05/heldentod.html"&gt;Legende&lt;/a&gt; - in Todesverachtung auf das feindliche Schiff sprang, wo er recht bald sein Leben ließ. Prat dient dem chilenischen Staat bis heute als Nationalheld Nummer eins, und die Abgeordneten empfanden es als "unerhörte Respektlosigkeit", dass da im entscheidenden Moment eine kleine gelbe Ente auf der Reling sitzt, die den Admiral fragt: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;¿Está seguro?&lt;/span&gt; (damals ging es um eine Versicherung).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EOaEKvXfcxs&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/EOaEKvXfcxs&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nie vollständig ausgetrahlt wurde auch ein Spot, der den Film "300" persifliert. Die Ente erscheint lediglich am Ende, um mit der Stimme von Augusto Pinochet ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Estamos en guerra, señores&lt;/span&gt; herauszuquetschen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/c5pF-uji7Qk&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/c5pF-uji7Qk&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ob die Verantwortlichen kalte Füße bekamen, weil sie Kritik von rechts, von links oder von beiden Seiten befürchteten, ist nicht bekannt, aber der ironische Verweis - also der gesamte Entenauftritt - wurde herausgeschnitten und ist lediglich auf Youtube zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Historische Vergleiche sind überhaupt en vogue in Chile, auch wenn das bisweilen, wie im folgenden Fall, gar nicht mehr lustig ist: Bei ihrem jüngsten Staatsbesuch in den Niederlanden hatte Präsidentin Michelle Bachelet das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besucht und im Rahmen eines Gesprächs auf ihren eigenen Aufenthalt im Folterzentrum "Villa Grimaldi" Bezug genommen, wo sie als junge Frau nach dem Putsch für mehrere Wochen festgehalten und misshandelt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Vorsitzende der rechten Partei Renovación Nacional, &lt;a href="http://clarrain.rn.cl/"&gt;Carlos Larraín&lt;/a&gt;, warf Bachelet prompt vor, mit ihrer persönlichen Geschichte hausieren zu gehen - ganz so schlecht sei es ihr ja offensichtlich nicht ergangen, sonst wäre sie jetzt nicht Präsidentin. Später &lt;a href="http://latercera.com/contenido/674_132251_9.shtml"&gt;verschärfte&lt;/a&gt; er seine Kritik noch, mit einem mehr als gewagten Meta-Vergleich: Die Parallele, die Bachelet angeblich zwischen sich und Anne Frank gezogen habe, suggeriere, dass die Juden am Holocaust selbst schuld seien - denn die chilenische Linke habe die Gewalt der Militärs ja bekanntermaßen durch ihre Politik selbst entfesselt. Auf sowas muss man erst mal kommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-8005622799256294291?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/8005622799256294291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/allerlei-vergleiche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8005622799256294291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/8005622799256294291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/allerlei-vergleiche.html' title='Vergleichsweise daneben'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1982180070546774432</id><published>2009-06-04T09:26:00.000-07:00</published><updated>2009-06-04T10:16:49.157-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Schwer vergrippt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sif3w89o4PI/AAAAAAAABds/Oa37lfmLJ4c/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sif3w89o4PI/AAAAAAAABds/Oa37lfmLJ4c/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343511903268823282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die nächsten Ferien stehen eigentlich erst im Juli an - aber in Puerto Montt geht zurzeit kaum ein Kind in die Schule. Das hat unterschiedliche Gründe: An den öffentlichen Schulen Chiles &lt;a href="http://www.colegiodeprofesores.cl/"&gt;streiken&lt;/a&gt; seit vorletzter Woche die Lehrer, um eine von der Regierung in Aussicht gestellte, aber nie ausgezahlte Sonderzulage einzufordern. Noch ist keine Einigung ist in Sicht. Die vielen privaten Einrichtungen betrifft das nicht - dennoch sind viele mindestens bis kommende Woche geschlossen. Wegen Schweinegrippe.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Tatsächlich verbreitet sich das Virus in Chile so schnell wie in kaum einem anderen Land, und am schnellsten greift es in Puerto Montt um sich. Warum das so ist, stellt für die &lt;a href="http://www.redsalud.gov.cl/portal/url/page/minsalcl/g_varios/influenza.html"&gt;Gesundheitsbehörden&lt;/a&gt; ein Rätsel dar. Wahrscheinlich hat es viel mit dem feuchtkalten Wetter zu tun, das hier unten jeden Winter für generalisierte Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen sorgt. Heute gibt es in der Stadt knapp 40 bestätigte Fälle von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;influenza humana&lt;/span&gt;, ziemlich genau so viele wie in ganz Deutschland. In Chile bewegt sich die Zahl auf die 400 zu, Dunkelziffer unbekannt. Dabei war überhaupt erst vor drei Wochen der erste Ansteckungsfall in Santiago bekannt geworden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am vergangenen Sonntag hat die Grippe auch ihr erstes chilenisches &lt;a href="http://www.emol.com/noticias/nacional/detalle/detallenoticias.asp?idnoticia=360851"&gt;Opfer gefordert&lt;/a&gt;: Im Krankenhaus von Puerto Montt starb ein 37-jähriger Klempner. Wie es so weit kommen konnte, ist nicht ganz klar. Die Ärzte vertreten die Ansicht, dass der Patient erst vorstellig wurde, als es praktisch schon zu spät war, die Angehörigen machen die schlechte und schleppende Versorgung in der öffentlichen Einrichtung dafür verantwortlich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wegen der regionalen Häufung will auch Gesundheitsminister Álvaro Erazo in den kommenden Tagen mit einem Expertenteam nach Puerto Montt kommen. Er sollte sich in Acht nehmen: Seine erste Beamtin vor Ort, die Direktorin des &lt;a href="http://ssreloncavi.redsalud.gov.cl/url/page/ssalud/ssreloncavi/g_home/home.html"&gt;regionalen Gesundheitsdienstes&lt;/a&gt;, hat sich, wie heute bekannt wurde, ebenfalls mit Influenza A-H1N1 angesteckt. Am Montag will die Ärztin aber schon wieder zur Arbeit erscheinen. Dann soll auch der Unterricht an vielen Privatschulen weitergehen, der in dieser Woche eingestellt wurde, um einer weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Atemmasken sind jetzt tatsächlich ausverkauft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1982180070546774432?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1982180070546774432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/schwer-vergrippt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1982180070546774432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1982180070546774432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/06/schwer-vergrippt.html' title='Schwer vergrippt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sif3w89o4PI/AAAAAAAABds/Oa37lfmLJ4c/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7880730028550646819</id><published>2009-05-29T08:20:00.001-07:00</published><updated>2009-05-29T13:00:20.417-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><title type='text'>37 Jahre Erinnerung</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh_9U7xpBnI/AAAAAAAABdU/T0wYUqaJOOc/s1600-h/Joanvictor16.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh_9U7xpBnI/AAAAAAAABdU/T0wYUqaJOOc/s400/Joanvictor16.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5341266219169810034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;"Seine Augen waren offen. Alle, die da lagen, hatten offene Augen. Die­ses Bild geht mir bis heute nicht aus dem Kopf."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: arial;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: arial;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Anfang dieser Woche hat Héctor Herrera Olguín als Zeuge vor dem Un­ter­suchungsrichter Juan Eduardo Fuentes ausgesagt, der die Er­mor­dung des Sängers Víctor Jara in den Tagen nach dem Militärputsch 1973 aufklären soll. Das Verfahren war vor einem Jahr eingestellt worden, wurde aber nach anhaltenden Protesten neu aufgerollt. Herrera Olguín war im September 1973 ein junger Mitarbeiter der Meldebehörde von Santiago. Er musste mit einem Kollegen rund dreihundert Tote in der Ge­richts­medizin identifizieren, bevor die Leichen - auf Anordnung der Militärjunta unter striktem Ausschluss der Öffentlichkeit - beerdigt wurden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: arial;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: arial;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Herrera Olguín hatte damals den populären Sänger trotz der massiven Verstümmelungen erkannt und seiner Frau Joan die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbracht. Darüber gesprochen hatte der Mann, der einige Jahre später in seine jetzige Heimat Frankreich flüchtete, bis heute nicht. Nach seiner Aussage in Santiago erlitt er einen Zusammenbruch und musste medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: arial;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: arial;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein ausführliches &lt;a href="http://www.cooperativa.cl/prontus_media/site/edic/base/port/audios.html?_ts=20090528144317" mce_href="http://www.cooperativa.cl/prontus_media/site/edic/base/port/audios.html?_ts=20090528144317"&gt;Telefoninterview&lt;/a&gt;, das er am Donnerstag &lt;i&gt;Radio Coope­rativa&lt;/i&gt; gegeben hat, kann man &lt;a href="http://www.cooperativa.cl/prontus_media/site/edic/base/port/audios.html?_ts=20090528144317" mce_href="http://www.cooperativa.cl/prontus_media/site/edic/base/port/audios.html?_ts=20090528144317"&gt;hier&lt;/a&gt; anhören.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: arial;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mit dem 54-jährigen José Adolfo Paredes hat Richter Fuentes derweil den &lt;a href="http://www.cooperativa.cl/juez-sometio-a-proceso-a-ex-conscripto-acusado-de-muerte-de-victor-jara/prontus_nots/2009-05-26/183725.html" mce_href="http://www.cooperativa.cl/juez-sometio-a-proceso-a-ex-conscripto-acusado-de-muerte-de-victor-jara/prontus_nots/2009-05-26/183725.html"&gt;mutmaßlichen Täter in Untersuchungshaft&lt;/a&gt; genommen. Der damals 17-jäh­rige Rekrut führte freilich bloß den Befehl eines Offiziers aus, dessen Identität weiterhin nicht geklärt ist. Dass dies bald geschieht, hofft auch Jaras Witwe. "Ich verspüre ihm gegenüber keine Ra­che­ge­lüs­te", sagte sie in Bezug auf Paredes, der seine Ma­schi­nen­pistole auf Jara abfeuerte. "Er hat die letzten 37 Jahre mit der Erin­ne­rung an seine Tat leben müssen."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: arial;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: arial;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Das Foto zeigt Víctor Jara und Joan Turner Anfang der 70er-Jahre.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7880730028550646819?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7880730028550646819/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/seine-augen-waren-offen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7880730028550646819'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7880730028550646819'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/seine-augen-waren-offen.html' title='37 Jahre Erinnerung'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh_9U7xpBnI/AAAAAAAABdU/T0wYUqaJOOc/s72-c/Joanvictor16.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1125251270827864742</id><published>2009-05-28T15:58:00.000-07:00</published><updated>2009-05-28T16:08:26.772-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wetter'/><title type='text'>Endlich Winter</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh8YTAqGtEI/AAAAAAAABdE/n4jgiWP0V9g/s1600-h/yi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh8YTAqGtEI/AAAAAAAABdE/n4jgiWP0V9g/s400/yi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5341014397957878850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh8YTdQq-MI/AAAAAAAABdM/pL1Skr1r9gM/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh8YTdQq-MI/AAAAAAAABdM/pL1Skr1r9gM/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5341014405635832002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Vulkan Calbuco und Insel Tenglo, Puerto Montt, Ende April bzw. Ende Mai &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;2009.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1125251270827864742?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1125251270827864742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/endlich-winter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1125251270827864742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1125251270827864742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/endlich-winter.html' title='Endlich Winter'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh8YTAqGtEI/AAAAAAAABdE/n4jgiWP0V9g/s72-c/yi.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-2916608815320696211</id><published>2009-05-27T20:10:00.000-07:00</published><updated>2009-05-27T23:57:18.353-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mode'/><title type='text'>Farben machen Leute</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4F5RlvQtI/AAAAAAAABc0/4jDtQWkD1M0/s1600-h/uniformes.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4F5RlvQtI/AAAAAAAABc0/4jDtQWkD1M0/s400/uniformes.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340712689640358610" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4BZ8JynSI/AAAAAAAABcs/6JL75jMVGWg/s1600-h/wd.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4BZ8JynSI/AAAAAAAABcs/6JL75jMVGWg/s400/wd.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340707753263537442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4GHkFwJqI/AAAAAAAABc8/q3sEq6cp2b8/s1600-h/uniformes2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4GHkFwJqI/AAAAAAAABc8/q3sEq6cp2b8/s400/uniformes2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340712935124641442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;J. hat seit ein paar Wochen eine Schuluniform, er trägt sie mit Stolz. Eigentlich ist es mehr ein Trainingsanzug als eine Uniform, aber Farbgebung und Schriftzug der Schule (zu der sein Kindergarten gehört) weisen ihn als Teil einer Gruppe aus, mit der er sich gerne identifiziert. Zu den Vorzügen seiner und B.s &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.lafquenmontessori.cl/index.htm"&gt;Schule&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; gehört andererseits, dass das Tragen der Trainings-Uniform freiwillig ist. In den staatlichen und auch den meisten anderen Privatschulen ist das nicht so: Hier herrscht strenge Uniformpflicht. Nachmittags, nach Unterrichtsende, sieht man Trauben, ach was: Herden Uniformierter über die Straße ziehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;In Deutschland flammt ja alle Jahre wieder die Debatte auf, ob Schuluniformen nicht doch von Vorteil wären, um sichtbare Statusunterschiede zwischen Schülern und überhaupt deren Fixierung auf Äußerlichkeiten aufzuheben. Vor dem Hintergrund unserer hiesigen Erfahrungen muss man sagen: Auf gar keinen Fall!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Nicht dass die chilenischen Schüler kreuzunglücklich wären mit ihren einheitlichen Anzügen, Sweatshirts und Röckchen - auch wenn letztere ihre Trägerinnen teilweise überdeutlich sexualisieren (man hat dann bisweilen dieses Molotov-&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://shavva.files.wordpress.com/2009/04/molotov_-_donde_jugaran_las_ninas-front.jpg"&gt;Cover&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt; vor Augen). Dass auch optisch neutralere Uniformen mehr Probleme schaffen als sie lösen, hat mehrere Gründe:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;1. Die Status-Differenzen werden nur subtiler. Wer Einheitskleidung trägt, verdeutlicht seine überlegene soziale Stellung durch Jacken, Armbanduhren, Brillengestelle, IPods, Handys undsoweiter. Umgekehrt ist die sichtbare Alterung der Uniform (die schon der große Bruder tragen musste) ein Ausweis für ökonomische Schwäche.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;2. Der Lehrer wird zur Bekleidungspolizei. Eigentlich müsste S. fast jeden Tag Schüler bei der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;inspectoría&lt;/span&gt;, den schulinternen Ordnungshütern, melden. Denn damit Uniformen uniform wirken, muss man permanent auf ihrem korrekten Tragen bestehen. Sonst schleichen sich ganz schnell wieder Spuren von Individualität ein - etwa indem jemand Schuhe mit drei Streifen trägt anstatt solcher, deren Marke weniger deutlich erkennbar ist. Natürlich meldet S. die Schüler nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;3. Auf das stärkste Argument gegen Schuluniformen wäre ich in Deutschland, wo ja keine diesbezügliche Praxis herrscht, nie gekommen: Uniformen stigmatisieren. Nicht in der Schule, sondern auf dem Schulweg. In einem Land wie Chile, wo Klassenunterschiede sich nahtlos ins Bildungswesen fortsetzen, ist das natürlich besonders krass. Schon von weitem erkennt man, aus welchem Stall der andere kommt, ob die wirtschaftliche Situation seiner Eltern für das Privatinstitut mit dem klingenden Namen reicht oder gerade einmal fürs &lt;span style="font-style: italic;"&gt;liceo técnico, &lt;/span&gt;auf das die späteren Arbeitslosen gehen. Rotgraue, Gelbblaue, Grünkarierte bzw. &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt#Kastensystem"&gt;Alphas&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;, Betas, Gammas.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Die Schule, an der S. unterrichtet und auf die B. im ersten Jahr ging, hat sich für ihre unteren Klassen etwas ganz Gemeines ausgedacht: Die Kleinen müssen eine Art Kopie jenes Trikots tragen, mit dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1990 in Italien Weltmeister wurde. Inzwischen trägt B. nur noch seine eigenen Klamotten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-2916608815320696211?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/2916608815320696211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/farben-machen-leute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2916608815320696211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/2916608815320696211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/farben-machen-leute.html' title='Farben machen Leute'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sh4F5RlvQtI/AAAAAAAABc0/4jDtQWkD1M0/s72-c/uniformes.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-170263653541621866</id><published>2009-05-26T20:51:00.000-07:00</published><updated>2009-05-26T21:06:58.544-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Pokemones auf Arte</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: arial; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wer etwas über skurrile chilenische Jugendkulturen erfahren möchte und späte Sendezeiten nicht scheut, ist herzlich eingeladen, am Samstag um &lt;a href="http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,dayPeriod=night,week=23,year=2009.html"&gt;1.45 Uhr&lt;/a&gt; (also Sonntag) einen &lt;a href="http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/tracks/2647704.html"&gt;Beitrag im arte-Magazin "Tracks"&lt;/a&gt; über die &lt;em&gt;Pokemones &lt;/em&gt;zu verfolgen. O-Ton Arte:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Pokemones: Sexuelle Revolution bei den chilenischen Kids&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Europa flößt das "Emo"-Phänomen den Eltern Angst ein: Grell ge­schmink­te Teenager, die der Bisexualität frönen und mit morbiden Grup­pie­rung­en sympathisieren, sorgen bei den Erwachsenen für Un­be­ha­gen. In Chile gilt die Bewegung, die dort "Pokemone" genannt wird, als so skandalträchtig, dass sogar die Fernsehnachrichten als Aufmacher darüber berichten. In einem erzkatholischen Land, dessen kulturelles Leben noch immer von den Jahren der Diktatur geprägt ist, zeigen sich die Pokemones ungeniert in öffentlichen Parks, wo sie nicht selten Opfer rechtsextremer Skinheads werden. Das Kamerateam von "Tracks" hat sich in den Straßen Santiagos und in den Diskotheken der chilenischen Jugend umgeschaut, wo der "Ponceo" getanzt wird - ein Tanz, der das Liebesspiel imitiert. Und traf auf eine neue Generation, die sich mit allen Mitteln von den Fesseln der Zensur und der moralischen Unterdrückung befreien will.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erwähnte Tanzstil heißt übrigens "Perreo" und nicht "Ponceo" - bei letzterem handelt es sich um das im Rausch des Reggaeton fast schon sportlich betriebene promiske Knutschen und Rummachen. Naturgemäß ist das Thema in den chilenischen Medien selbst längst durch, aber das Phänomen der schwarzbunten, androgynen Jugendlichen (die man an­ders­wo vermutlich unter &lt;em&gt;Visual Kei&lt;/em&gt; kategorisieren würde) lebt erst einmal weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf die sexuelle Experimentierlust der jungen Chilenen war die &lt;a href="http://www.nytimes.com/2008/09/13/world/americas/13chile.html?_r=2&amp;amp;scp=1&amp;amp;sq=chile%20sex&amp;amp;st=cse&amp;amp;oref=slogin"&gt;New York Times&lt;/a&gt; schon vor einer Weile gestoßen und hatte ein wenig gründlicher recherchiert - denn die vom Internet beflügelte neue Freizügigkeit be­schränkt sich keineswegs auf die zahlenmäßig überschaubare Grup­pe der &lt;em&gt;pokemones.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-170263653541621866?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/170263653541621866/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/pokemones-auf-arte.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/170263653541621866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/170263653541621866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/pokemones-auf-arte.html' title='Pokemones auf Arte'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-4466294669114817681</id><published>2009-05-24T19:56:00.000-07:00</published><updated>2009-05-24T20:01:19.304-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><title type='text'>Marco, el fenómeno</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;object style="font-family: arial;" width="425" height="344"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4iWwaEX4mNI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/4iWwaEX4mNI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;" p=""&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Mann ist 35 Jahre jung, Abgeordneter der Sozialistischen Partei Chi­les und will im Dezember Präsident werden. Nicht von seiner Partei, son­dern von Chile. Seine Chancen stehen besser, als man vermuten könnte.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Marco_Enr%C3%ADquez-Ominami"&gt;Marco Enríquez-Ominami&lt;/a&gt; heißt der Mann, der die Chefs der regierenden Concertación (darunter die Sozialisten) als "Dinosaurier" bezeichnet. Der glaubt, die "Lösungsansätze der 70er-, 80er- und 90er-Jahre" hätten "weder die Kraft noch ausreichend Legitimität, um radikale Reformen einzuleiten". Seine eigenen &lt;a href="http://www.marco2010.com/programa.htm"&gt;Lösungsansätze&lt;/a&gt; sind im Netz unter &lt;a href="http://www.marco2010.cl/"&gt;www.marco2010.cl&lt;/a&gt; nachzulesen: mehr Solidarität und weniger Neo­li­be­ralismus, mehr Demokratie und Transparenz, bessere Rechte für Ar­beit­nehmer und Verbraucher, bessere Bildung, konsequenterer Um­welt­schutz. Ganz so radikal klingt das nicht, aber wegen Enríquez-Ominami kriegt derzeit mancher Politiker der Concertación täglich büschelweise graue Haare.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Marquito", wie ihn Camilo Escalona, der Vorsitzende der Sozialistischen Partei, einmal abfällig genannt hat, strebt das höchste Amt der Republik nämlich ohne den Segen der regierenden Koalition an. Die schickt gegen den Kandidaten der Rechten, &lt;a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2009/04/03/pieras_bittere_pillen/"&gt;Sebastián Piñera&lt;/a&gt;, den Christdemokraten &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Frei_Ruiz-Tagle"&gt;Eduardo Frei&lt;/a&gt; ins Rennen, der das Land bereits zwischen 1994 und 2000 regiert hat. Nicht gerade ein frischer Wind, der da von Mitte-Links weht, und das will Enríquez-Ominami ändern. Aber wer stärkt ihm dabei den Rücken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hinter mir steht eine große Gruppe aus Abgeordneten, Stadträten, Bürgermeistern, Intellektuellen, Akademikern, Kulturschaffenden, Öko­no­men, jungen und nicht mehr so jungen Leuten, die mit mir ein Pro­jekt der Veränderung durchsetzen wollen", sagt der Mann, der sich gern mit nachlässiger Geste durch den pechschwarzen Schopf fährt, spricht wie ein Maschinengewehr und bunte Krawatten trägt, die immer ein bisschen zu locker sitzen. Man rechnet ihn im Parlament zur Gruppe der &lt;em&gt;díscolos&lt;/em&gt;, der "widerspenstigen" &lt;em&gt;Con­cer­ta­cionistas&lt;/em&gt;. Enríquez-Ominami spricht oft von einer gemischten Bi­lanz der Concertación, für die er selbst ja auch im Kongress sitzt. Für ihn stimmt zwar die Richtung, aber nichts geht schnell genug und zu viel geht schief. Schuld daran: Bürokratie, Vetternwirtschaft, mangelnde Begeisterung. Diesen Diskurs teilt er mit Piñera, und deshalb glauben manche Demoskopen, dass er auch dem rechten Unternehmer ein paar Prozente stehlen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Mann mit dem sperrigen Namen im politischen Zwei-Lager-Land Chiles überhaupt eine Außenseiterchance haben könnte, verdankt sich unter anderem seiner Biografie. Enríquez-Ominami hat zwei Väter: Sein biologischer war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Enr%C3%ADquez"&gt;Miguel Enríquez&lt;/a&gt;, Anführer des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Movimiento_de_Izquierda_Revolucionaria_%28Chile%29"&gt;MIR&lt;/a&gt; und bis heute eine linke Ikone. Nach dem Putsch versuchte er, einen bewaffneten Wi­der­stand zu organisieren, 1974 wurde er in Santiago von Pinochets Ge­heim­po­lizei erschossen. Da war Marco gerade ein Jahr alt. Adoptiert hat ihn Carlos Ominami, ebenfalls MIR, der sich im Exil freilich gründlich "reformierte", später als Wirtschaftsminister das neoliberale Erbe der Diktatur verwaltete und inzwischen als Senator im Kongress sitzt. Zwei sehr unterschiedliche Strömungen, wenn man so will, die sich auf irgendeine Weise in der Figur Enríquez-Ominamis vereinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist noch nicht alles: Enríquez-Ominamis Frau, die blonde, deutschstämmige Fernsehmoderatorin &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/miimagen/2625679627/"&gt;Karen Doggenweiler&lt;/a&gt;, bringt einen gehörigen Schuss Promi-Glamour mit in die Kandidatur. Die beiden kennen sich aus dem TV-Geschäft, denn Ehemann Marco ist aus­ge­bildeter Regisseur und hat jahrelang Fern&amp;shy;seh&amp;shy;pro&amp;shy;duk&amp;shy;tionen, aber auch ein paar Kinofilme gedreht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ist es freilich gar nicht so weit. Vor die Zulassung einer unabhängigen Kandidatur setzt die chilenischen Verfassung eine Un­ter­schrif­ten­sammlung. 36.000 Marco-Anhänger müssen in einem No­ta­riat erscheinen und nachweisen, dass sie keiner Partei angehören und ins Wählerregister eingetragen sind. In Chile, wo viele junge Menschen das Interesse an der Politik verloren haben und sich nie ins Register haben aufnehmen lassen, ist das kein so einfaches Unterfangen. Auf genau diese Gruppe zielt Enríquez-Ominami aber ab, und ein &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/674_130217_9.shtml"&gt;Viertel&lt;/a&gt; der Unterschriften ist aber schon zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was den widerspenstigen Sozialisten inzwischen zum "Phänomen Marco" gemacht hat, ist sein außerordentlich gutes Abschneiden in den Umfragen. Die letzten sprechen von zehn Prozent Unterstützung oder mehr, &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/674_127983_9.shtml"&gt;eine&lt;/a&gt; bescheinigte ihm sogar, er würde bei einer Stichwahl gegen Sebastián Piñera besser abschneiden als sein Mitbewerber Eduardo Frei. Dem hat Enríquez-Ominami kürzlich angeboten, sich in landesweiten &lt;em&gt;primarias &lt;/em&gt;zu messen, nachdem er von den offiziellen Vorwahlen in der Concertación durch eine kurzfristige Änderung der Statuten ausgeschlossen worden war. Frei lehnte natürlich ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob am Ende tatsächlich zwei Kandidaten aus dem Spektrum der Concertación ins Rennen gehen, ist völlig offen. Täglich bekommt der junge Herausforderer Gegenwind, aber auch neue Unterstützer. Sein Vater, der Senator, steht zum großen Ärger der sozialistischen Spitze hinter ihm, und auch Ex-Präsident Ricardo Lagos (2000-2006) findet, man solle seine Kandidatur zumindest in Betracht ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Es kann aber auch schnell wieder vorbei sein mit "Marco 2010" - wenn erst einmal die konkreten politischen Ideen bekannt werden, die er und sein Team hegen. Vor zwei Wochen präsentierte er einen "Wirtschaftsplan", der viele Linke aufheulen ließ: Enríquez-Ominami schweben da weitere Teilprivatisierungen von Staatsunternehmen vor, sogar der sakrosankten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Codelco"&gt;Codelco&lt;/a&gt;, mit der der Sozialist Salvador Allende einst den für Chile immens wichtigen Kupferbergbau sozialisierte. Der Christdemokrat Eduardo Frei, dessen Vater schon vor Allende mit der Nationalisierung des Kupfers begonnen hatte, schlug denn auch gleich tief in diese Kerbe: "Wir wollen Codelco auf gar keinen Fall privatiseren. Das Unternehmen soll in den kommenden Jahren expandieren und dem Land wichtige Einnahmen verschaffen, die es dringend für den Schutz der sozial Schwachen braucht." Dieser Punkt ging an Frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FZ96nIb4DIE&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/FZ96nIb4DIE&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-4466294669114817681?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/4466294669114817681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/der-mann-ist-35-jahre-jung-abgeordneter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4466294669114817681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/4466294669114817681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/der-mann-ist-35-jahre-jung-abgeordneter.html' title='Marco, el fenómeno'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-123890611326922932</id><published>2009-05-19T17:53:00.000-07:00</published><updated>2009-05-19T21:16:35.662-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Katastrophen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Doch kein Schwein gehabt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ShNWU5offcI/AAAAAAAABcE/MCgnXdzb63s/s1600-h/grippe2.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 140px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ShNWU5offcI/AAAAAAAABcE/MCgnXdzb63s/s400/grippe2.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5337704900432199106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Grusel, grusel: Nun hat die Schweinegrippe auch Chile erwischt. Freilich ist hierzulande aus der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;influenza porcina&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; längst eine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;influenza humana&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; geworden. Was aufklärend wirken &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;soll &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;- schließlich handelt es sich nicht um ein Problem von Tieren - klingt reichlich absurd, denn jede Grippeepidemie unter Menschen ist letzt&amp;shy;lich eine "Menschengrippe".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ganz oben auf den Onlinezeitungen und Nachrichtenportalen ticken jetzt die Zähler. Am Dienstagabend gab es 10 bestätigte Fälle, 17 Verdachtsfälle und - da zu beiden Gruppen etliche Kinder gehören - 7 &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/680_128857_9.shtml"&gt;Schulen&lt;/a&gt;, an denen vorläufig &lt;a href="http://www.latercera.com/contenido/680_128857_9.shtml"&gt;kein Unterricht&lt;/a&gt; stattfindet. Dabei handelt es sich auschließlich um private und recht exklusive Einrichtungen wie das&lt;/span&gt;&lt;span id="noteContainer"  style="font-family:arial;"&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bertait College, &lt;/span&gt;das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Instituto Hebreo, &lt;/span&gt;die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lincoln International Academy&lt;/span&gt; und die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;British Royal School&lt;/span&gt;. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Weil Mexiko, die Karibik und die USA, wo derzeit die höchste Ansteckungsgefahr herrscht, beliebte Kurz&amp;shy;rei&amp;shy;se&amp;shy;ziele für reiche Chilenen sind, spielt sich das epidemische Geschehen bis&amp;shy;lang auch nur in Santiagos Reichenvierteln ab. Von Dauer dürfte dieser soziale Bias eher nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Gesundheitsminister &lt;a href="http://www.redsalud.gov.cl/minsalvideo/web/calma.wmv"&gt;versucht zu beruhigen&lt;/a&gt;. Mal sehen, wann die Atem&amp;shy;schutz&amp;shy;masken hier unten ausverkauft sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-123890611326922932?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/123890611326922932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/123890611326922932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/123890611326922932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/blog-post.html' title='Doch kein Schwein gehabt'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ShNWU5offcI/AAAAAAAABcE/MCgnXdzb63s/s72-c/grippe2.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3355709847475646082</id><published>2009-05-18T20:32:00.000-07:00</published><updated>2009-05-18T23:36:43.521-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><title type='text'>Leichte Mängel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bei uns um die Ecke hat vor ein paar Wochen ein Hallenbad aufgemacht, da geht B. jetzt zum Schwimmunterricht. Es handelt sich vielleicht nicht um das einzige, aber vermutlich um das größte überdachte Becken von Puerto Montt. Freilich darf man sich jetzt nichts Falsches vorstellen: In Deutschland werden Schwimmbäder von der öffentlichen Hand oder Großinvestoren errichtet, Planung und Bau nehmen Jahre in Anspruch. Hier dauert so etwas drei, vier Monate. Der Besitzer eines Indoor-Spielplatzes hat einfach angebaut: untenrum ein bisschen Beton und blaue Farbe, obenrum eine leichte Metallkonstruktion, verkleidet mit transparenten Kunststoffplatten. Umkleiden, Duschen, fertig.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf den ersten Blick sah das frisch eröffnete Schwimmbad gut aus, hell, klare Formen, das Wasser temperiert und mutmaßlich sauber. Ausreichend hygienisch dürfte es tatsächlich sein, so weit reicht mein Vertrauen in die hiesigen Behörden. Der Schwimmbetrieb dagegen ist ein Inferno, zumal jetzt im Winter. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mangels Lüftung steht d&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;er Wasserdampf schnittfest in der Halle, an den dünnen Plastikwänden kondensiert er in rauen Mengen. Überall tropft es. "Heute habe ich einen Ball an die Decke geworfen, da regnete es plötzlich", freut sich B. diebisch. Auch sonst entpuppt sich das Bad als Summe von Fehlplanungen, Baumängeln und Sparen am falschen Ort: In Ermangelung schallschluckender Elemente dröhnt der Raum schon, wenn nur eine Handvoll Kinder im Becken tobt, der Fußboden ist mit scharfkantigen Steinen ausgelegt, an denen man sich die Füße verletzt, die Sitzbänke für Eltern sind aus rohem Holz gezimmert und schimmeln in der Feuchtigkeit, in der Umkleide gibt es weder Haken noch Fächer.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man muss sich darüber natürlich nicht aufregen, man muss nur einfach nicht mehr hingehen. Es gibt sogar eine gute Alternative, 20 Kilometer entfernt. Aber dieses Schwimmbad ist ein nettes Beispiel dafür, wie Unterentwicklung aussieht - in einem Land, das im regionalen Vergleich außerordentlich gut dasteht. Der Widerspruch zwischen erstem Anschein und fehlender Substanz hat viele Gründe - ein gesteigertes Profitinteresse des Betreibers, mangelnde Normen, Standards und Kontrollen, aber auch ungelernte (sprich: billige) Arbeitskraft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das europäische, zumal deutsche Auge sieht natürlich ständig solche Dinge. Falsch markierte Straßen. Häuser ohne Isolierung. Schlecht verarbeitete Installationen aller Art. Kabelwirrwarr. Metertiefe Löcher auf dem Gehweg. Undsoweiter. Man kann damit auch ganz gut leben - wenn man seine Wahrnehmung ein wenig schärft, umsichtig handelt und nie erwartet, dass alles (oder auch nur irgendetwas) perfekt ist. Und ebenso schnell, wie jemand ein Schwimmbad aus dem Boden stampft, wird hier auch ein Loch in der Straße geflickt, wenn die Lokalzeitung sich erst einmal empört und ein großes Foto abdruckt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Weniger harmlos ist es, wenn das Leben oder die Gesundheit von Menschen auf dem Spiel stehen. Wie in Chiles öffentlichen Krankenhäusern, die zwar in den vergangenenen Jahren deutlich besser geworden sind, aber weiterhin vor allem qua Mangelwirtschaft und Improvisation funktionieren. Etwa im Krankenhaus von Talca, wo &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://latercera.com/contenido/654_125965_9.shtml"&gt;gerade aufgedeckt&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; wurde, dass auf der neurochirurgischen Ab&amp;shy;tei&amp;shy;lung die Schädel mit einem Bohrer aus dem Baumarkt trepaniert wurden. Da&amp;shy;ge&amp;shy;gen steckt man eine im Schwimmbad aufgeschürfte Fußsohle doch locker weg.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3355709847475646082?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3355709847475646082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/leichte-mangel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3355709847475646082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3355709847475646082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/leichte-mangel.html' title='Leichte Mängel'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-1885216353932278205</id><published>2009-05-18T10:58:00.001-07:00</published><updated>2009-05-18T11:05:12.703-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leute'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Benedetti tot</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Benedetti"&gt;Mario Benedetti&lt;/a&gt; ist tot. Der uruguayische Schrift­steller starb am Sonn­tag­abend 88-jährig nach langem chronischen Leiden in seiner Woh­nung in Montevideo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Weltliteratur hat einen schmerzlichen Verlust erlitten”, sagte der Autor Mauricio Rosencof, der die Kulturabteilung der Stadtverwaltung von Montevideo leitet, gegenüber der Zeitung &lt;a href="http://www.observa.com.uy/vida/nota.aspx?id=79841"&gt;Observa&lt;/a&gt;. "Aber die viel­leicht tiefgründigste Botschaft, die uns Benedetti hinterlässt, lautet: Das Ver­gessen ist voller Erinnerung." .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Benedettis wichtigsten Werken gehören der Roman &lt;em&gt;Gracias por el fuego&lt;/em&gt; (1965), die Erzählungen &lt;em&gt;Con y sin nostalgia&lt;/em&gt; (1977), die Gedichte &lt;em&gt;Viento en el exilio&lt;/em&gt; (1981) und Theaterstücke wie &lt;em&gt;Pedro y el capitán&lt;/em&gt; (1979). Nach dem Militärputsch von 1973 verbrachte Benedetti, der die marxistische "Bewegung des 26. März (M26)" mitgegründet hatte, zehn Jahre im Exil, unter anderem auf Kuba und in Spanien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“Benedettis Werk ist zweifellos ein fester Bestandteil der spa­nisch­spra­chigen Literatur", so Rosencof. "Es gibt keinen Sänger, der nicht eines seiner Gedichte vertont hätte. In seiner Literatur spiegelt sich die Tiefenstruktur unserer nationalen Identität wider."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ein Ausschnitt aus &lt;em&gt;El lado oscuro del corazón&lt;/em&gt; von &lt;a href="http://www.eliseosubiela.com/"&gt;Eliseo Subiela&lt;/a&gt;, der 1993 im Berlinale-Forum lief. Benedetti, dessen Gedichte neben denen von Juan Gelman und Oliverio Girondo eine zentrale Rolle im Film spielen, hatte hier einen skurrilen Cameoauftritt als schwermütiger Ka­pi­tän (?), der Benedetti-Gedichte rezitiert - auf Deutsch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lkEiWmdmYOo&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/lkEiWmdmYOo&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-1885216353932278205?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/1885216353932278205/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/benedetti-tot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1885216353932278205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/1885216353932278205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/benedetti-tot.html' title='Benedetti tot'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3289407226014160524</id><published>2009-05-14T19:49:00.000-07:00</published><updated>2009-05-14T22:03:31.737-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Das große Graben</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgzrDEVc9fI/AAAAAAAABbs/j6njivMorwQ/s1600-h/isla-kombi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 151px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgzrDEVc9fI/AAAAAAAABbs/j6njivMorwQ/s400/isla-kombi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335898096463050226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bolivien hat ein Problem, seit 1879: Es fehlt der Zugang zum Meer. Seit hundertdreißig Jahren schwelt der Territorialkonflikt mit dem Nachbarn Chile, der im ersten Jahr des &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Guerra_del_Pac%C3%ADfico"&gt;Salpeterkriegs&lt;/a&gt; die bolivianische Küstenregion um Antofagasta annektierte. Kein Schnee von gestern, jedenfalls nicht für Bolivien: Die Verhandlungen mit Chile über freien Zugang zum Pazifik stehen auf der Agenda von Präsident Evo Morales ganz oben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jetzt haben drei chilenische Architekten ihrem Außenminister Mariano Fernández einen verblüffend einfachen Vorschlag zur gütlichen Lösung des Konflikts unterbreitet: Bolivien baut einfach einen hundert Kilometer langen  &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.bbc.co.uk/mundo/america_latina/2009/05/090512_2330_bolivia_tunel_ms.shtml"&gt;Tunnel&lt;/a&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.bbc.co.uk/mundo/america_latina/2009/05/090512_2330_bolivia_tunel_ms.shtml"&gt; zum Pazifik&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; - genau unter der Grenzlinie zwischen Chile und Perú. Das unterirdische Viadukt transportiert gleich auch noch Gas und Öl und endet auf einer künstlichen Insel vor der chilenisch-peruanischen Küste, die mit dem Aushub aufgeschüttet wird. Dass da vorher noch keiner drauf gekommen ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man könnte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt; die Idee als Albernheit abtun, wären ihre &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt;Urheber &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt;nicht &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt; durchweg renommierte Architekten. Einer der drei, Fernando Castillo Velasco, wird dieses Jahr 91 und hat in den Sechzigern Santiagos erste Hochhäuser projektiert, später war er Rektor der Universidad Católica de Chile, prominenter Gegner der Diktatur und Politiker. Außenminister Fernández hat denn auch anstandshalber den Tunnelplan entgegengenommen und Castillo Velasco mitsamt Kollegen &lt;a href="http://www.terra.cl/actualidad/index.cfm?id_cat=302&amp;amp;id_reg=1177231"&gt;zu einem Gespräch eingeladen&lt;/a&gt;. Es handele sich schließlich um "interessante Vorschläge mit &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt;avantgardistischem Charakter", bei denen es um die Einheit Lateinamerikas gehe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;" class="texto1"  &gt;Natürlich ist ein Projekt dieses Ausmaßes für ein Land wie Bolivien völlig unbezahlbar, technisch extrem problematisch und überhaupt eine Absurdität. Aber vielleicht war ja genau dies das Ansinnen von Castillo Velasco und Co. - ein wenig Bewusstsein für den absurden zwischenstaatlichen Konflikt zu schaffen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3289407226014160524?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3289407226014160524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/este-gobierno-esta-abierto-todas-las.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3289407226014160524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3289407226014160524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/este-gobierno-esta-abierto-todas-las.html' title='Das große Graben'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgzrDEVc9fI/AAAAAAAABbs/j6njivMorwQ/s72-c/isla-kombi.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-6189297295109983693</id><published>2009-05-12T21:17:00.000-07:00</published><updated>2009-05-12T21:59:48.046-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anekdoten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wetter'/><title type='text'>Vom Heizen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgpJ8SAAcpI/AAAAAAAABbE/I_t8Emblu2w/s1600-h/a0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgpJ8SAAcpI/AAAAAAAABbE/I_t8Emblu2w/s400/a0.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5335158008546620050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Leben mit einer Holzheizung verändert die Wahrnehmung. Nicht gemeint ist hiermit das gesteigerte Kälteempfinden angesichts einer einzigen Wärmequelle, die das gesamte, schlecht isolierte Haus auf erträgliche Temperaturen bringen muss, sondern der taxierende Blick auf Objekte, den man entwickelt: Ob sich das da verheizen ließe? Ein kaputter Stuhl ist zu Hause in Berlin ein kaputter Stuhl. Hier wird er zum potenziellen Kalorienspender.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Nicht so gut ist natürlich, dass ein Stuhlbein Lackschichten tragen kann, bei deren Verbrennung womöglich viel schädlichere Substanzen aus dem Schornstein entweichen als &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/04/der-rauch.html"&gt;Feinstaub&lt;/a&gt; und Kohlendioxid. Genaues weiß man da natürlich nicht. Aber normalerweise kommen auch nur gepresste Sägespäne in unseren Ofen. Mit der Zeit haben wir den jeweiligen Charakter der verschiedenen Brikettsorten verinnerlicht: Die eckigen sind locker gepresst, lassen sich strategisch günstig aufschichten, brennen schnell an und hinterlassen wenig Asche, haben aber nur einen begrenzten Brennwert. Die mitteldichten runden plustern sich beim Brennen auf und füllen den Ofen im Handumdrehn mit Asche, machen dafür aber mächtig Hitze. Vertut man sich bei ihrer Dosierung, schmort die Wand an. Edel, steinhart und teuer sind die dunkelbraunen langen, die wunderbar gleichmäßig und heiß verbrennen - nur kriegt man sie verdammt schlecht angezündet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;font-size:85%;" &gt;Variantenreich sind denn auch die Brandbeschleuniger: Vom Grillanzünder über zerknüllte Fehlkopien des Unterrichtsmaterials ist alles möglich, ich persönlich schwöre auf ein Stück Haushaltskerze, eingewickelt in ein Tempotaschentuch. Natürlich wandern Zeitungen ebenfalls durch die Klappe, auch deutsche. Interessant: Die neue, bunte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;taz&lt;/span&gt; und Springers &lt;span style="font-style: italic;"&gt;B.Z.&lt;/span&gt; (eine Freundin ließ mir dankenswerterweise den Titel "1. Mai in Kreuzberg: Die Hass-Nacht" zukommen) verbrennen gleichermaßen gut und vollständig. Anders dagegen der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Tagesspiegel&lt;/span&gt;, den S. hin und wieder von einer Schülerin zugesteckt bekommt, deren Großvater ihn seit Menschengedenken mit der Post bezieht. Das Holtzbrinck-Blatt brennt langsam, regelrecht tranig, und hinterlässt massenhaft schwarze Rückstände.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-6189297295109983693?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/6189297295109983693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/vom-heizen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6189297295109983693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/6189297295109983693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/vom-heizen.html' title='Vom Heizen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgpJ8SAAcpI/AAAAAAAABbE/I_t8Emblu2w/s72-c/a0.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-7445927447840674021</id><published>2009-05-10T22:07:00.000-07:00</published><updated>2009-05-11T12:09:34.062-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaft'/><title type='text'>Teuer gratis surfen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sgeza_0XfAI/AAAAAAAABa0/zcGFewPwaag/s1600-h/banda.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sgeza_0XfAI/AAAAAAAABa0/zcGFewPwaag/s400/banda.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5334429560032689154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Screenshot: www.telefonicachile.cl&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Chile ist vernetzter als jedes andere lateinamerikanische Land, so viel steht fest. Die Dichte hochwertiger, also schneller Internetanschlüsse ist enorm, aber noch bleiben große Lücken in der Fläche. Vor allem ärmere Haushalte können es sich nicht leisten, sich das Netz ins Haus zu holen - aber jetzt hat sich Telefónica Chile, Tochter der spanischen Telefónica und landesweit größter Anbieter, etwas ganz Innovatives ausgedacht und seit Wochen aggressiv beworben: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic; font-family: arial;" href="http://www.telefonicachile.cl/bandaanchalibre/"&gt;Banda Ancha Libre&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; heißt es, sprich: Breitband für lau. "Surf gratis - und das für immer" lautet der Slogan, und beim Produkt-Launch in der vergangenen Woche war auch Pablo Bello da, Staatssekretär für Telekommunikation, der sich persönlich als Speerspitze der Digitalisierung versteht und im Vorstand der Stiftung &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.paisdigital.org/"&gt;País Digital&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; sitzt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Inzwischen haben viele aufmerksame Blogger&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; das Kostenlos-Internet analysiert &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; (&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blog.latercera.com/blog/mwoodhams/entry/atenci%C3%B3n_telef%C3%B3nica_inventa_la_cww"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.huasonic.com/2009/05/08/banda-ancha-libre-de-telefonica-epic-fail/"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; oder &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://blog.canal.cl/2009/05/lo-que-es-internet-y-lo-que-no-es.html"&gt;hier&lt;/a&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und als großen Schwindel gebrandmarkt. Dass man für einmal Modem-Kaufen à 29.900 Peso (knapp 40 Euro) mitnichten einen lebenslangen Freipass ins WWW, sondern bloß ins Chilean Wide Web erhält, ist der Werbung zumindest noch klar zu entnehmen: Nur Sites mit der Länderkennung ".cl" kann man gratis ansteuern, da fällt das meiste, was heute so Spaß macht - von Youtube bis Facebook - schon mal weg. Weniger deutlich erkennbar ist, dass sich der Zugriff auf dieses chilenische Intranet mit 300 kbps ehrlicherweise kaum als "Breitbandzugang" definieren lässt. Richtig gemein wird es bei den Bedingungen, unter denen die Frei-Nutzer&lt;span style="font-family:arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;ihren Zugang temporär &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;aufs Weltnetz ausdehnen und gleichzeitig beschleunigen können. Das wird nämlich ganz schnell ganz teuer, und hätte Telefónica nicht eine Kappung bei 15.000 Pesos (30 Euro) pro Monat eingebaut, landeten die armen Billigsurfer ganz schnell in der Schuldenfalle.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Den ganz Armen bleibt für die Überwindung der "digitalen Kluft" immerhin der Gang in eines der vielen &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic; font-family: arial;" href="http://telecentrospuertomontt.cl/?tema=inicio"&gt;telecentros comunitarios&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, wo sie (auch bei uns in Puerto Montt) kostenlos ins Netz eingewiesen werden und surfen können - völlig kostenlos.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-7445927447840674021?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/7445927447840674021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/teuer-gratis-surfen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7445927447840674021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/7445927447840674021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/teuer-gratis-surfen.html' title='Teuer gratis surfen'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/Sgeza_0XfAI/AAAAAAAABa0/zcGFewPwaag/s72-c/banda.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3143401562868516241</id><published>2009-05-06T22:23:00.000-07:00</published><updated>2009-05-07T10:12:25.691-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Flores macht rüber</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgJ1_kB0OuI/AAAAAAAABas/7imqtCk56v8/s1600-h/flores2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgJ1_kB0OuI/AAAAAAAABas/7imqtCk56v8/s400/flores2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5332954643623590626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Foto: Chile Primero&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Die Präsidentschafts-Kampagne von &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2009/04/pineras-bittere-pillen.html"&gt;Sebastián Piñera&lt;/a&gt; hat einen neuen Un­ter­stüt­zer. Und nicht irgendeinen: Mit &lt;a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Fernando_Flores"&gt;Fernando Flores Labra&lt;/a&gt; springt ein Mann auf den Zug der Rechten auf, der nicht nur Finanzminister unter Allende war, sondern auch von 1973 bis 1976 in verschiedenen Straflagern der Diktatur zubrachte, unter anderem auf der &lt;a href="http://montt-blog.blogspot.com/2008/10/rger-um-insel-10.html"&gt;Isla Dawson&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Am Mittwoch ist Flores seinen ganz persönlichen Pakt mit den politischen Erben seiner Verfolger eingegangen. Der 66-jährige Senator, dessen achtjähriges Mandat im kommenden Jahr endet, hat seine Bewegung &lt;a href="http://www.chileprimero.cl/"&gt;Chile Primero&lt;/a&gt; einer "Coalición del Cambio" hinzugefügt, der vor allem Piñeras Partei Renovación Nacional und die ultrarechte UDI angehören. Er selbst, ursprünglich Sozialist, war vor zwei Jahren aus der sozialdemokratischen Demokratie-Partei (PPD) ausgetreten, die zusammen mit der sozialdemokatischen Radikalen Partei (PRSD), der sozialdemokratischen Sozialistischen Partei (PS) und der sozialdemokratischen Christdemokratischen Partei (PDC) das Regierungsbündnis &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Concertaci%C3%B3n_de_Partidos_por_la_Democracia"&gt;Concertación&lt;/a&gt; bilden. Sein Vorwurf: In der Koalition herrschten ein Klima der Korruption und eine "Kultur der Mittelmäßigkeit".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Da erwartet Flores vom erfolgreichen Finanzjongleur Piñera offenbar frischen Wind. "Die Concertación hat sicher auch Gutes geleistet, aber heute ist es Zeit für sie, Abstand von der Macht zu nehmen,sich zu reinigen und neu zu erfinden", so der Senator in seiner &lt;a href="http://www.chileprimero.cl/content/view/505066/NACE-LA-COALICION-POR-EL-CAMBIO.html#content-top"&gt;Rede&lt;/a&gt; vor seinen neuen Koalitionären. "Wir sehen heute, dass Chile sich trotz aller berechtigten Hoffnungen nicht auf der Höhe der Zeit befindet und viele Träume nicht in Erfüllung gegangen sind." Seiner ehemaligen Genossen eingedenk sprach Flores von "Trenunngsschmerz". Viele würden seinen Schritt nicht verstehen, aber er lasse sich nicht moralisch erpressen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Die Vorstellung, man müsse sich in Chile zwischen links oder rechts entscheiden, sei obsolet, so Flores, der schon immer ein Faible für Zukunftstechnologien hatte und seine Politik per Blog, Facebook und Twitter kommuniziert. Der Vorsitzende seiner ehemaligen Partei PPD, Pepe Auth, kann das natürlich nicht nachvollziehen: Viele von Flores' früheren Freunden würden sich ob dessen Stellungswechsel "im Grab umdrehen". Mit seiner Entscheidung, so Auth, gebe Flores seine Identität völlig auf. "Ich hoffe nur für ihn, dass ihn sein Gewissen noch ruhig schlafen lässt." Die Journalistin Zorka Ostojic aus Arica, die in den ver&amp;shy;gangenen Jahren an dem von Flores initiierten Bügerbeteiligungs-Portal &lt;a href="http://www.atinachile.cl/"&gt;Atina Chile&lt;/a&gt; mitgewirkt hat, findet dessen Entscheidung falsch, denkt aber, dass der Senator durchaus konsequent handelt: Er glaube offenbar, sein Modernisierungsprojekt "an der Seite von Piñera ver&amp;shy;wirk&amp;shy;li&amp;shy;chen zu können. Bloß ist sein Image in Chile jetzt zerstört."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Wie man sich mit den neuen Medien ganz schnell ein Eigentor schießen kann, hat Flores heute gelernt: Die Fragen, die ihm ein Moderator von CNN Chile zu seiner Neupositionierung stellte, gefielen ihm gar nicht, und so raunzte er, als er die Kameras abgeschaltet glaubte, den Mann böse an: "Jetzt hast du's dir mit mir verscherzt mit deinen bescheuerten Fragen. Ein Jahr lang kriegst du kein Interview mehr von mir." Das wurde Minuten später herumgetwittert, und natürlich kann man es sich auch auf Youtube ansehen. Flores behauptete anschließend, es habe sich um ei­nen Scherz gehandelt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zoInCYb_MMk&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/zoInCYb_MMk&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="405" height="324"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8880357689387908131-3143401562868516241?l=montt-blog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://montt-blog.blogspot.com/feeds/3143401562868516241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/foto-chile-primero-die-prasidentschafts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3143401562868516241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8880357689387908131/posts/default/3143401562868516241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://montt-blog.blogspot.com/2009/05/foto-chile-primero-die-prasidentschafts.html' title='Flores macht rüber'/><author><name>Montt Blog</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13269931184508627216</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/ScBrV_YWCxI/AAAAAAAABUA/UOBQVhFghBI/S220/a2+(31).jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_N0rlkR9IJaY/SgJ1_kB0OuI/AAAAAAAABas/7imqtCk56v8/s72-c/flores2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8880357689387908131.post-3663487558752227318</id><published>2009-05-02T21:23:00.000-07:00</published><updated>2009-05-08T17:24:12.318-07:00</updated><
